Mindesttemperatur gewährleisten
Diese Mindesttemperatur bei gleichzeitig möglichst hoher Wirtschaftlichkeit auf jeden Fall zu halten war daher auch eine der wesentlichen Herausforderungen für die Heizungs-Fachleute der Hugo Weber GmbH aus Bayreuth, als jetzt eine grundlegende Sanierung der Anlage anstand. Darüber hinaus sollte der Wärmeerzeuger nicht nur über einen sehr großen Modulationsbereich verfügen, sondern diese Leistungsbreite im Bedarfsfall auch möglichst schnell ausschöpfen können, so Erwin Münch von der Hugo Weber GmbH: Bei den 1.400 Quadratmetern direkt bestrahlter Glasfläche der Gewächshäuser reicht schon eine Wolke vor der Sonne aus, den Wärmebedarf sofort massiv ansteigen zu lassen.
In der Vergangenheit, mit einer Kombination aus Hackschnitzel- anlage und Gasgebläsebrenner aus den 80er Jahren, waren diese Fragen relativ simpel beantwortet worden: Es wurde generell mit einer Vorlauf-/Rücklauf-Temperatur von 90 / 70 °C gefahren, überschüssige Wärme durch Lüftung abgeführt. Dass sich eine ähnliche Lösung aus ökonomischen und ökologischen Gründen gleichermaßen von selbst verbot, stand in der Planungsphase bei allen Beteiligten von Anfang an völlig außer Frage. Herkömmliche Kessel mittlerer Leistungsgröße zur Abdeckung des errechneten Heizwärmebedarfs von 510 kW zuzüglich einer Reserve für eventuelle weitere Gewächshäuser allerdings schieden ebenfalls aus, weil entweder der Modulationsbereich nicht ausreichte, das Risiko eines Ausfalls aufgrund der jeweiligen Brennertechnik zu groß war oder aber ganz banal die Abmessungen nicht dem zur Verfügung stehenden, knapp bemessenen Platz von nur 7 Quadratmetern entsprachen.




