Unterstützung durch die Sonne
Um neben der Erdwärme weitere Möglichkeiten der Ressourcengewinnung aus der Natur zu nutzen, wurden die Erdwärmepumpen der Ferienanlage Bodetal um eine solarthermische Anlage mit 26 Solarflachkollektoren ergänzt.
Die damit erzielte Gesamtfläche von rund 57 m² hat, über die Ertragsfrage hinaus, auch einen kalkulatorischen Hintergrund: Bei der Auslegung solcher Solaranlagen wird in der Regel ein Deckungsgrad von 30 Prozent angestrebt, da ein 100-prozentiger Deckungsgrad gerade in den Sommermonaten zu einem Ertragsüberschuss führen würde, der bei großen Anlagen betriebswirtschaftlich als Verlust zu buchen ist.
Diese differenzierte Kosten-/Nutzenbetrachtung einer solarthermischen Anlage schlägt sich zwangsläufig auch in der technischen Ausführung und der effizienzorientierten Verschaltung nieder. Bei kleineren Anlagen mit bis zu vier Kollektoren können diese über die abgestimmte Solarstation unter High-flow- Bedingungen in Reihe geschaltet werden. Bei reduziertem Volumenstrom (low-flow, 15l/m²h) ist eine derartige Installation mit bis zu sieben Kollektoren, bei Einsatz einer größeren Pumpe auch mit maximal zehn Kollektoren möglich.
Werden, wie im Bodetal noch mehr Kollektoren eingesetzt, kommt eine Kombination aus Reihen- und Parallelschaltung zum Tragen. Dabei können jedoch nur Reihen mit gleicher Anzahl von Kollektoren parallel geschaltet werden. Außerdem ist aus hydraulischen Gründen darauf zu achten, dass Vor- und Rücklaufleitungen zu parallelen Strängen gleichlang gehalten werden und möglichst auch die gleiche Anzahl von Widerständen wie beispielsweise Bögen aufweisen, um eine gleichmäßige Durchströmung sicherzustellen.




