Anlagentechnik auf dem letzten Stand der Technik
Die Wärmeerzeugung übernahm ein Gasbrennwertkessel mit einer modulierenden Leistung von bis zu 65 Kilowatt. Er versorgt das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 950 Quadratmetern und die zwei Pufferspeicher von je 750 Liter Inhalt mit ausreichenden Leistungsreserven auch an besonders frostigen Tagen. Die Warmwasserbereitung wird aufgrund des hohen potenziellen Anforderungsprofils der Entnahmestellen nicht auf konventionelle Art durch ein Speicherladesystem bereitgestellt. Diese Aufgabe übernehmen stattdessen zwei hinter die Pufferspeicher geschaltete hochleistungsfähige Wärmetauscher, die das Trinkwasser im Gegenstromprinzip auf das gewünschte Temperaturniveau von bis zu 60° Celsius anheben. Im Verbund mit der entsprechend groß ausgelegten Pumpenstation erreichen sie eine äußerst hohe Übertragungsrate von bis zu 10 Kubikmetern pro Stunde, um gegebenenfalls alle Zapfstellen ohne Verzicht auf den gewohnten Luxus zeitgleich zu bedienen.
Auch bei der Standortwahl der Anlagentechnik konnte eine überaus sinnvolle Lösung gefunden werden: Die Unterbringung der alten Kessel- und Wassererwärmungsanlage in einem Raum im Erdgeschoss des Gebäudes entsprach nämlich nicht mehr dem modernen Umbaukonzept, das eine weitgehende Nutzung aller Flächen für den Lebensbereich vorsah. Nach der kompletten Entkernung war es wesentlich ökonomischer und Platz sparender, den neuen ecoVIT-Gas-Brennwertkessel im Keller zu platzieren. Von dort konnte auch der Abgaszug des raumluftabhängigen Gerätes auf besonders Zeit sparende und den denkmalgeschützten Baukörper unbeeinträchtigende Weise verlegt werden: Der weitaus geringere Rohrdurchmesser ermöglichte es, den neuen Schlot mühelos durch das vorhandene Edelstahlrohr des alten Kamins aufs Dach zu ziehen.
Eine besonders der Innenraumgestaltung entgegenkommende Lösung stellte dabei die Verlegung der Steigestränge mit der Nennweite DN 25 durch die alten, nicht mehr benötigten Kaminschächte dar. Zur problemlosen und schnellen Installation griff der werkstofferfahrende Fachhandwerker hierbei auf formstabiles Verbundrohr zurück, das sich durch seine Flexibilität und das individuell von der Rolle ablängbare Maß optimal verarbeiten und zudem unkompliziert und schnell an die Badinstallationen bzw. die Heizkreisverteiler in den Wohnungen anschließen ließ. Die Wohnungsverteiler/-Sammler sind auf äußerst elegante Weise verdeckt, jedoch jederzeit zugänglich in separaten Wandnischen untergebracht. Hier sind die Fußbodenheizkreisläufe der einzelnen Räume angebunden, die zur exakten Festlegung des tatsächlich benötigten Volumenstromes mit integrierten Durchflussmengenanzeigern und -begrenzern geregelt werden. Dabei unterstützen die Durchflussmengenbegrenzer die Regelstrategie hinsichtlich eines effizienten Einsatzes der erzeugten Wärmeenergie und ermöglichen darüber hinaus den optimalen hydraulischen Abgleich des Wärmeverteilungssystems.




