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  • Wohnsiedlung Amberg

27 Prozent Energieeinsparung durch modulierende Nahwärmeversorgung

Im Geschosswohnungsbau sind die Mietnebenkosten zu einem entscheidenden Faktor für die Vermietbarkeit geworden. Die Modernisierung der Heizungsanlagen sowie der Wärmeverteilung bietet ein erhebliches Potenzial, die Betriebskosten und so die Nebenkosten spürbar zu senken.

Wie viel das ausmacht, zeigt das Beispiel der Amberger Wohnungsgenossenschaft Werkvolk eG. Dort wurde vor rund drei Jahren die komplette Sanierung der Wärme- und Warmwasserversorgung für 250 Wohneinheiten in Angriff genommen. Seit 15 Mehrfamilienhäuser statt über veraltete Etagen- bzw. Zentralheizungen über drei kompakte Hightech-Heizzentralen mit Nahwärme versorgt werden, ist der Energieverbrauch um 27 Prozent gesunken.

Um dieses Einsparpotenzial zu heben, ließ Dagmar Kierner als Kaufmännischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft im Vorfeld der eigentlichen Investition eine differenzierte Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellen. Aufbauend auf einer exakten Heizkosten-Ermittlung für jedes einzelne Objekt wurden so zunächst die Einsparungen errechnet, die bei einem Ersatz der dezentralen Anlagen durch neue Niedertemperatur- bzw. Brennwertkessel erzielbar waren. Dem gegenüber standen die Investitionskosten für die diversen Anlagenkonstellationen, die daraus folgenden jährlichen Anlagenkosten sowie die auf zwanzig Jahre gerechnete Abschreibung.

Das Resultat fiel überraschend deutlich aus: Rechnerisch waren unter Berücksichtigung sämtlicher Folgekosten über 220 Euro geringere Nebenkosten pro Mieteinheit und Jahr bei einer Umstellung der Wärmeversorgung von dezentral auf Nahwärme zu erzielen. Eine umso bemerkenswertere Größenordnung, als die Heizkosten für die Amberger Mieter mehr als die Hälfte der gesamten Nebenkosten ausmachten!

Ermöglicht wurde diese Kostensenkung primär durch ein Wärmekonzept, das sich komplett von den herkömmlichen Varianten zur Nahwärmeversorgung mit einem Großkessel löste: Heizungsfachplanerin Gisela Luber vom ortsansässigen Installationsunternehmen Martin Tschirner GmbH entwarf für die Heizzentralen Gas-Brennwertkaskaden, die je nach Bedarf der angeschlossenen Gebäude mit zwei oder mehr Anlagen ausgestattet sind. Durch die geräte- wie anlagenbezogene Modulationsbreite – bei 12 kW beginnend bis hin zu 1.000 kW und mehr – wird der bedarfsabhängig gesteuerte Energieeinsatz so auf ein absolutes Minimum gedrückt. nächste Seite
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Inhalte

  • Wohnsiedlung Amberg
  • Technische Basis: die Modulationsbreite der Einzelkessel
  • Betriebssicherheit durch Modulbauweise
  • Objektbezogene Regelung und Fernüberwachung
  • Vielversprechende Bilanz nach dem ersten Jahr
  • Finanzierung aus Eigenmitteln

Funktionen

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