Forschung für die Wohn-Zukunft
Anlagentechnik von Vaillant im Fraunhofer-Projekt inHaus1
Das inHaus1 in Duisburg ist Deutschlands innovativste Wohnimmobilie. In dem Doppelhaus halb Wohnhaus, halb Forschungsstätte testen Institute der Fraunhofergesellschaft Techniken und Systeme, die das Leben von Morgen einfacher, sicherer und komfortabler machen sollen. Und seit Neuestem auch Energie effizienter, denn derzeit wird im inHaus1 neue Systemtechnik von Vaillant installiert.
Als Wärmequellen dienen hier zukünftig eine Erdwärmepumpe geoTHERM plus mit vier Sonden, ein unterstützendes Gas-Brennwertgerät ecoTEC exclusiv sowie vier thermische Solarkollektoren auroTHERM. Dazu kommen eine kontrollierte Wohnraumlüftung recoVAIR mit Wärmerückgewinnung und nicht zuletzt das Mono-Split-Klimagerät climaVAIR. Alle Komponenten werden von den Forschungsexperten für optimale Energieausnutzung bei gleichzeitig hohem Wohlfühl-Faktor intelligent miteinander vernetzt.
Dr. Viktor Grinewitschus als Leiter des Innovationszentrums nennt den Hintergrund: Innovationen finden nicht mehr auf der Produkt-, sondern der Systemebene statt. Ziel muss es daher sein, die technischen Ausstattungspakete wie Heizung, Lüftung oder Klima möglichst einfach miteinander und vor allem mit dem System Haus zu verknüpfen. Die Signale von Tür- oder Fensterkontakten treffen sich also mit denen von Raumtemperaturfühlern und werden rechnergestützt mit den Leistungswerten der Wärmeerzeuger und des Pufferspeichers abgeglichen. Darüber wird dann die Gebäudetechnik in den unterschiedlichsten Konstellationen zum Heizen oder Kühlen optimal gesteuert.
Das hört sich kompliziert an, darf es in der Praxis aber nicht sein, erwartet Richard van Lipzig, Technischer Leiter des ausführenden SHK-Fachunternehmens Efkemann aus Duisburg: Besonders für die Generation 50plus wäre es optimal, wenn die gesamte Bedienung auf einen einzigen Warm/Kalt-Regler reduziert würde mehr wird nämlich nicht erwartet und mehr ist eigentlich auch nicht nötig.
Für Bauträger und Fertighaushersteller ist dieser Forschungsansatz besonders interessant. Denn über eine gemeinsame Systemplattform für die komplette Anlagentechnik könnte in Zukunft flexibler auf Kundenwünsche eingegangen werden. Außerdem erhöhte sich die Funktionalität bei gleichzeitig deutlich geringerem Installationsaufwand.




