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Forum Wohnungswirtschaft mit praxisorientierten, interdisziplinären Lösungskonzepten

Acht Unternehmen bieten neue Ansätze / Nachhaltige Immobilienbewirtschaftung / Optimierte Modernisierungsprozesse / Tool für strategische Heizsystemwahl / Positive Teilnehmerresonanzen


München / Remscheid - Acht Unternehmen hatten zusammen mit dem Veranstalter Vaillant Deutschland zum Forum Wohnungswirtschaft 2005 nach München eingeladen, um mit Vertretern der Wohnungsbranche über neue Lösungskonzepte zu diskutieren. Zielsetzung war es, den Teilnehmern einen möglichst interdisziplinären Ansatz mit Aspekten aus allen Bereichen zu bieten. Dementsprechend standen zunächst Konzeptionen wie die nachhaltige Immobilienbewirtschaftung im Mittelpunkt.

Oliver Janßen von Oecovision referierte hierzu über die kommenden, marktverändernden Trends in der Wohnungswirtschaft. In einer ökologischen Dimension seien dies z.B. EU-Gebäudericht-linie, Energiewende und Stoffstrom-Management. Dazu würde die soziale Dimension mit einem stark steigenden Anteil älterer Mieter und die soziökonomische Polarisierung zu den kommenden Problemfeldern zählen. Schwindende Gestaltungsmöglichkeiten wären schließlich das Ergebnis. Ein Konzept der Nachhaltigkeit für die Wohnungswirtschaft erfordere daher neue Ansätze, die aber die Komplexität von Entscheidungen steigern würden.

Maximilian Wegemann von Bihler und Oberneder erläuterte optimierte Modernisierungsprozesse im Geschosswohnungsbau. Rahmenvereinbarungen und gewerkeübergreifende, funktionale Ausschreibungen könnten ein adäquates Mittel der Kostenreduzierung bilden. Wegemann empfahl darüber hinaus eine individuell nach Objekten ausformulierte, modulare Modernisierung mit festgelegten Inhalten.

Die Energieeinsparverordnung und ihre Auswirkungen für die Wohnungswirtsschaft standen im Mittelpunkt des Vortrages von Horst Eisenbeis, VdZ. Anders als bei früheren Verordnungen wäre jetzt die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden entscheidend, deren Mindestanforderungen sowohl im Neubau als auch im Bestand erhebliche Auswirkungen zeigen werde. Nur ein Aspekt darin sei die kommende Erstellung des Energieausweises.

Uwe Asbach, Vaillant Deutschland verdeutlichte beispielhaft Möglichkeiten der strategischen Heizsystemwahl im Wohnungsbau. Das Unternehmen stellt hierzu eine Software als Strategietool zur Verfügung, in die eine Fülle von Fakten eingebunden werden, um so die beste Alternative sowohl für den Vermieter als auch den Mieter zu generieren. "Neben einem Bestandsportfolio z.B. nach den Kriterien Veräußerung und Sollmietenverbesserung steht ein Investionsplan an, der auch Basel II-Kriterien einfließen lässt. Die Bedeutung der Umfeldbedingungen aus Politik, Wirtschaft und Region bilden abschließend die Grundlage der methodischen Ableitung einer Unternehmensstrategie zur Heizungssystemwahl. Aus technischen Alternativen lässt sich so ein optimales, individuelles Heizungssystem zur Stützung der Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren rational auswählen", so Asbach.

Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer mit den Referenten über Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung (Falk Antony, Solarpraxis AG), Fakten zur Trinkwasserverordnung und dem Legionellenschutz (Claus Sperber, Judo Wasseraufbereitung), der Sanierung von Gasleitungen (Frank Pohlmann, GaSiTec), den Perspektiven und Rahmenbedingungen für den Einsatz von Blockheizkraftwerken zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme in der Wohnungswirtschaft (Hartmut Meißner, PowerPlus Technologies) und die Vermeidung von Feuchteschäden in Wohngebäuden (Oliver Frey, KBE Fenstersysteme).

Nach dem Abschluss der Veranstaltung bewerteten die Teilnehmer insbesondere die interdisziplinäre Darstellung von praxisrelevanten Sachverhalten für die Wohnungswirtschaft aus mehreren Perspektiven als positiv. "Im Gegensatz zu einer reinen Produktvorstellung haben die Vortragsthemen und die anschließenden Diskussionen echten Nutzen für unser Tagesgeschäft gezeigt", so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Die Vorträge der Referenten sind per E-Mail erhältlich (uwe.asbach@vaillant.de).

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