eBUS: Neues Bussystem für höchste Flexibilität
Erweiterte Möglichkeiten zum Anschluss externer Regler / Hohe Flexibilität für Anlagenerweiterungen / Zweiadrige, verpolungssichere Leitung / eBUS erfüllt auch künftige, weiter wachsende Komfortansprüche / Busprotokoll speziell für die Heiztechnik
Frankfurt / Remscheid - Den eBUS setzt Vaillant Deutschland ab der ISH 2007 sukzessive in allen Reglern des Unternehmens ein. Bereits seit 2003 ist der eBUS in den Systemreglern auroMATIC 620 und calorMATIC 630 im Einsatz. Der eBUS bietet erweiterte Möglichkeiten zum Anschluss externer Regler und der Anbindung z.B. an das Internet-Kommunikationssystem vrnetDIALOG. Gerade die durch den eBUS gewonnene hohe Flexibilität in punkto Anlagenerweiterungen z.B. die Einbindung regenerativer Energien wie solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung oder Biomasse-Wärmeerzeuger eröffne sowohl dem Fachhandwerk als auch dem Endgebraucher weit reichendes Potenzial und nachhaltigen Nutzen.
"Mit dem Einsatz des eBUS können wir ab sofort deutlich flexibler und ohne Aufwand gerade bei Nachrüstungen und Erweiterungen neue Anlagenbestandteile in eine Heizanlage einbinden", so Peter Hilger, Leiter Geschäftsfeld Heizsysteme bei Vaillant Deutschland. "Auch die Einbindung in Systeme der Gebäudeleittechnik lässt sich über Buskoppler nun schnell und sicher umsetzen." Der eBUS benötige lediglich eine zweiadrige Leitung und ermögliche Leitungslängen bis 300 m. Der Anschluss der Kabel sei darüber hinaus noch verpolungssicher. Im Gegensatz dazu würden Bussysteme, die ein vieradriges Kabel benötigen und die ebenfalls in der Branche verwendet werden, eine exakte Aufschaltung für eine störungsfreie Funktion voraussetzen. "Auch deswegen haben wir uns zusammen mit unseren Fachhandwerkern zugunsten des eBUS entschieden", so Hilger weiter. Der eBUS wurde bereits in den 90er Jahren als Kommunikationsprotokoll speziell für die Anforderungen in der Heiztechnik aufgestellt. Aufgrund seiner Flexibilität, Effizienz und Sicherheit hat er sich heute in vielen Anwendungen der Branche durchgesetzt. "Die technischen Eigenschaften des eBUS sind dabei so flexibel gestaltet worden, dass sie nicht nur den aktuellen, sondern auch den künftigen Anforderungen von Heizanlagen und den wachsenden Komfortansprüchen genügen", erläutert Hilger weiter. "Dazu zählen nicht nur mehrere Heizkreise und Regler, sondern auch der komplexe Zusammenschluss mehrerer Anlagenbestandteile, Wärmeerzeuger-Kaskaden und vor allen Dingen auch die Möglichkeiten der Fernwartung und -diagnose." In Verbindung mit dem Internet-Kommunikationssystem vrnetDIALOG können pro Kommunikationseinheit bis zu 16 voneinander unabhängige Heizgeräte mit z.B. Raumthermostat vollständig überwacht und ferneingestellt werden. Selbst komplexe Heizanlagen ließen sich mit Hilfe des eBUS einfach planen und installieren.
Die früher eventuell notwendige aufwändige Verdrahtung zwischen den Bestandteilen einer umfassenden Heizungsanlage entfällt durch die Kommunikationsleitung des eBUS. Gleichzeitig können weitere Informationen über das Busprotokoll fließen, die indirekt, nämlich durch eine einfache und schnelle Abstimmung aller Komponenten, zu einer höheren Gesamteffizienz führen. Als wichtigstes Argument zähle jedoch die Zeitersparnis in der Installation und vor allen Dingen auch Erweiterung bzw. Nachrüstung einer Heizanlage durch das Fachhandwerk. Dadurch, dass der eBUS speziell für die Belange der Heiztechnik entstanden sei, wären alle Anforderungen und Definitionen für Parameter bzw. Kommunikationselemente bereits definiert.
Auch konventionell ausgebildete Fachhandwerker könnten daher die Vorzüge dieser Technik sofort einsetzen und den nachhaltig wirksamen Nutzen an ihre Kunden weitergeben. Jedwede Notwendigkeit zur Programmierung von Komponenten entfalle dadurch. Unternehmensneutraler Eigentümer des Protokolls ist der User Club eBUS e.V., in dem Vaillant Mitglied ist. Die Einhaltung aller eBUS-Spezifikationen werde durch Konformitätstests bei allen Anwendungen durch neutrale Spezialisten geprüft. So sei sichergestellt, dass auch die Produkte unterschiedlicher Hersteller untereinander kompatibel wären und miteinander kommunizieren könnten.



