Wärmeerzeuger mit integrierter Pumpe verlieren bei Pumpentausch Zulassung
Wärmeerzeuger mit integrierter Pumpe verlieren bei Pumpentausch Zulassung
SHK-Fachhandwerker trifft ggf. Haftung bei Störfällen / Auch bei externen Umwälzpumpen Kennlinien vergleichen / Pumpentausch bei signifikanter Energiekostenreduzierung sinnvoll / Neue exclusiv Heizgeräte beinhalten serienmäßig förderungsfähige Hoch-Effizienzpumpen
Remscheid - Werden in Systemen bestehend aus Wärmeerzeuger mit integrierter Heizungsumwälzpumpe alte, ungeregelte Pumpen gegen neue Hoch-Effizienzpumpen getauscht verlieren die Wärmeerzeuger ihre Gerätezulassung. Darauf weist aktuell der Heiztechnik-Hersteller Vaillant hin. "Problematisch wird dies für den SHK-Fachhandwerker insbesondere beim Störfall, z.B. eines Gas-Heizgerätes, weil ihn durch den nicht erlaubten Geräteeingriff dann die komplette Haftung trifft", so Andreas Christmann, Leiter Produktvermarktung bei Vaillant Deutschland. Derzeit würden jedoch vermehrt aus Gründen der Energieersparnis Wünsche an das Fachhandwerk herangetragen alte, ungeregelte Pumpen durch elektronisch geregelte Pumpen zu ersetzen - unter anderem auch, um in den Genuss der staatlichen Förderung für Hoch-Effizienzpumpen zu kommen. Gerätezulassungen für moderne Wärmerzeuger mit integrierter Umwälzpumpe werden durch die Behörden jedoch ausschließlich für das Gesamtsystem erteilt. Werden hierin wesentliche Komponenten wie die Pumpe verändert verliert auch das gesamte Gerät seine Betriebszulassung.
Unkritisch sei der Pumpentausch bei Heizkesseln mit einer externen Umwälzpumpe. Doch auch hier müssten die Kennlinien der alten und neuen Pumpe verglichen werden, um die einwandfreie Funktion der Heizanlage zu gewährleisten. "Ein Pumpentausch macht grundsätzlich Sinn, wenn dadurch signifikant Energiekosten reduziert werden können", so Christmann weiter.
"Dabei dürfen jedoch keinesfalls sicherheitsrelevante Aspekte oder Haftungsfragen außer Acht gelassen werden, denn im Zweifelsfall fällt die Haftung immer auf den ausführenden SHK-Fachhandwerker zurück."
Kritisch zu bewerten sei der Pumpentausch auch in älteren Zwangsumlauf-Wasserheizern, bei denen eine bestimmte Wasserumlaufmenge im Gerät sichergestellt sein müsse. Hier können die Heizgeräte, bzw. der Brenner nicht starten, wenn dies nicht garantiert sei. Dies wurde früher z.B. durch einen Überströmventil und einen differenzdruckgesteuerten Strömungsschalter sichergestellt. Nur, wenn die neue hoch effiziente Pumpe auf eine feste Druckdifferenz eingestellt würde könne der Brenner überhaupt in Betrieb gehen.
"Hier stellt sich jedoch - genau wie bei Systemen mit ungeregelten Pumpen - aber die grundsätzliche Frage, ob ein kompletter Heizsystemwechsel nicht eine erheblich größere Ersparnis einbringt", erläutert Christmann. "In unseren neuen exclusiv- Geräten, z.B. der Baureihen ecoTEC, atmoTEC und turboTEC sind direkt hoch effiziente, förderungsfähige Hoch-Effizienzpumpen eingesetzt. Dadurch, dass die staatlichen Zuschüsse bei Modernisierungen von Heizanlagen und die Preise für Gas und Öl so hoch wie nie zuvor sind, amortisiert sich eine neue Heizanlage immer schneller. Die hoch effiziente Pumpentechnik ist dann quasi kostenfrei mit dabei."



