Deubau 2008: Zukunftsfähige Wärmeversorgung durch individuell zugeschnittene Heiztechnikkonzepte mit regenerativen Energien
Messepräsentation von konkreten Projekten mit optimierten Nutzenkonzepten zur nachhaltigen Wärmeversorgung / Spektrum reicht vom Einfamilienhaus bis zum Mietshaus / Projektbeispiel eines energieautarken Hauses mit Erdwärmenutzung / Sanierung einer Wohnanlage mit Nahwärmezentralen und großflächiger Nutzung von Solarenergie
Essen / Remscheid - Mit individuell zugeschnittenen Heiztechnikkonzepten für spezielle Projekte präsentierte Vaillant auf der Deubau 2008 in Essen zukunftsfähige Lösungen für die Wärmeversorgung. Hierfür biete das Heiztechnikunternehmen eine vollständige Produktpalette zur Ausstattung von Einfamilienhäusern bis zu größeren Mietshäusern an. Im Einzelnen umfasst das Angebot hocheffiziente Gas- und Ölbrennwerttechnik sowie Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpen, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und ein Mini-BHKW. Dies ermögliche die Entwicklung der optimalen Heiztechniklösung für unterschiedliche Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse.
Das breite Spektrum an zielgruppenorientierten Nutzenkonzepten bildete der Heiztechnikhersteller auf der Deubau durch die Präsentation konkreter Projekte ab. Ein Beispiel aus dem Bereich der Einfamilienhäuser ist ein energieautarkes Passivhaus. Obwohl der Grundriss des beheizten Volumens bei diesem Haus aus Gründen des geringeren Wärmeverlustes ein schlichtes Rechteck darstellt, erhielt es durch eine interessante Fassadengestaltung und einen unbeheizten Anbau nach Norden eine reizvolle Architektur. Durch die Vorfertigung der Außenwände und des Daches sowie der mit Flächenheizungen versehenen Innenwände konnten erhebliche Baukosten gespart werden. Umfangreiche Dämmmaßnahmen sorgten für einen geringen Heizwärmebedarf deutlich unter 15 kWh/m²a. Den verbliebenen Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser, der durch eine kontrollierte Wohnungslüftung nochmals drastisch reduziert wurde, deckt eine Wärmepumpe ab, die dem Erdreich über eine U-Rohr-Sonde 75% der Heizwärme entzieht. Ein zusätzlicher, elektrischer Durchlauferhitzer deckt Bedarfsspitzen beim Warmwasserbedarf ab. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach erzeugt rein rechnerisch den Strom, der für den Betrieb der Wärmepumpe und der Durchlauferhitzer erforderlich ist, so dass sich insgesamt ein energieneutrales Haus ergibt.
Ein Beispiel aus der Wohnungswirtschaft, bei dem auch soziale Aspekte zu berücksichtigen waren, ist die energetische Sanierung einer Anlage in Bochum aus den 1950er Jahren mit vier Wohnblöcken aus je drei Häusern. Nach Ausführung der Dämmarbeiten an Fassade, Dach und Kellerdecke sowie dem Einbau neuer Fenster wurden in drei der vier Wohnblöcke Nahwärmezentralen mit Gas-Brennwertkesseln installiert. Der Wärmegewinn der großflächigen Solarkollektorfelder dient zur Warmwasserbereitung und der Heizungsunterstützung. Beim vierten Wohnbock hatte eine Befragung der Mieter ergeben, dass diese mit umfangreichen Renovierungen nicht einverstanden waren. Deshalb wurde hier die dezentrale Heizwärme- und Warmwasserversorgung mit Gasetagenheizungen beibehalten. Um dennoch das Konzept der intensiven Nutzung von Solarenergie umzusetzen, entschied sich das Wohnungsunternehmen dort für den Einsatz einer Photovoltaikanlage. Neben der Energieeinsparung erzielt der großflächige Einsatz von Solarkollektoren für das Wohnungsunternehmen auch einen wichtigen Imageeffekt, der mit einem Marktvorteil durch bessere Vermietbarkeit der Wohnungen verbunden ist.
Aus dem Neubaubereich präsentierte das Heiztechnikunternehmen ein Bauträgerprojekt für Reihenhäuser mit Wärmepumpen. Für die Wohnungswirtschaft standen hingegen Sanierungsprojekte im Vordergrund, bei denen auch spezifische Vorteile für zentrale oder dezentrale Lösungen herausgearbeitet wurden.



