ISH Energy 2011 - ecoPOWER 3.0 / 4.7: Primärenergiefaktoren 15 Prozent besser als KWK-Standard
- Produktspezifisch ermittelte Primärenergiefaktoren sorgen für bessere energetische Bewertung
- Zertifizierung durch Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V.
- Mini-BHKW schneiden um nahezu 50 Prozent besser ab als herkömmliche Heizgeräte
Frankfurt a. M. / Remscheid, 15. März 2011 – Bei der energetischen Bewertung von Gebäuden können für die Vaillant Mini-BHKW ecoPOWER 3.0 und 4.7 ab sofort eigens ermittelte, deutlich bessere Primärenergiefaktoren eingesetzt werden. Die leistungsmodulierenden Anlagen des Remscheider Herstellers kommen aufgrund ihres hohen Gesamtwirkungsgrades von ca. 90 % auf Werte von 0,5688 beim Modell 3.0 und 0,5887 beim Modell 4.7. Dies entspricht einer Verbesserung von rund 15 % gegenüber dem KWK-Standardwert von 0,7, den die Energieeinsparverordnung (EnEV) bislang zugrunde legt. Ermittelt und zertifiziert wurden die spezifischen Primärenergiefaktoren von der Forschungsstelle der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW).
Die niedrigeren Primärenergiefaktoren der ecoPOWER 3.0 und 4.7 fließen direkt in die energetische Bewertung des Gebäudes ein und verringern so den im Energieausweis angegebenen Primärenergiebedarf. Insbesondere im Hinblick auf die steigenden Anforderungen der EnEV und der Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entstehen durch die produktspezifischen Werte zusätzliche Spielräume, mit denen beispielsweise Effizienzstandards einfacher erreicht werden können oder der Sprung in eine bessere Förderkategorie möglich wird.
Im Vergleich zu herkömmlichen Heizgeräten auf der Basis von Heizöl oder Erdgas, für die ein Primärenergiefaktor von 1,1 angesetzt wird, schneiden die ecoPOWER Mini-BHKW um nahezu 50 % besser ab. Dies liegt daran, dass die kleinen Kraftwerke gleichzeitig Strom und Wärme produzieren und so einen wesentlich höheren Gesamtwirkungsgrad erreichen, als dies bei der konventionellen, getrennten Erzeugung der Fall ist. Der vom Mini-BHKW erzeugte Strom ersetzt Kraftwerksstrom, bei dessen Produktion die entstehende Wärme ungenutzt bleibt und es zu Übertragungsverlusten kommt. Die resultierenden Primärenergieeinsparungen werden dem Mini-BHKW gutgeschrieben. Bei der Berechnung durch die DVGW-Forschungsstelle wurde hierbei ein Primärenergiefaktor von 2,6 für den vermiedenen Kraftwerksstrom angesetzt, was dem aktuellen deutschen Strommix entspricht.



