Jetzt auf heissere Sommer einstellen
Vorsorge treffen - passiv und aktiv / Mobile oder fest installierte Klimageräte bevorzugen? / Preisunterschiede gerechtfertigt? / Energieeffizienzklasse und Energieverbrauch beachten
Remscheid - Zwar streiten die Experten noch über die Ursachen, doch steht fest, dass das Klima sich unaufhaltsam ändert. Tagestemperaturen um 40 °C gepaart mit heftigen Unwettern werden nach Analysen der maßgeblichen Institute dann zum deutschen Alltag gehören - und der wird sich dadurch erheblich verändern. Insbesondere der Sommer 2003 mit seinen tausenden Hitzetoten in Frankreich hat deutlich gemacht, dass wir uns nicht nur auf schönes Wetter freuen können, sondern gleichzeitig vorsorgen müssen. Das beginnt z.B. mit einer entsprechenden Dämmung unserer Gebäude, so dass Hitze erst gar nicht in die Innenräume gelangen kann. Neben einer effektiven Dämmung zählen auch dichte Fenster mit niedrigem k-Wert und passive Sonnenschutzmaßnahmen wie Außenjalousien oder Blendläden zu einem effizienten Hitzeschutz.
Doch nicht immer lassen sich diese Möglichkeiten umsetzen bzw. sie reichen nicht aus, um erträgliche Temperaturen im Wohn- oder Schlafraum zu haben. Insbesondere die Eigentümer oder Mieter von Dachgeschosswohnungen wissen das: Im Sommer heizen sich die Innenräume bis zur Unerträglichkeit auf. An Erholung nach der Arbeit oder einen ruhigen Schlaf ist nicht mehr zu denken. Einen Ausweg bieten dann nur noch Klimaanlagen, die vorhandene Wärme abführen. Wer sich für eine Klimaanlage interessiert, sollte einiges beachten.
* Sind mobile oder fest installierte Klimageräte besser?
Mobilen Klimageräten sollte nur unter folgenden Bedingungen der Vorzug gegeben werden:
- im klimatisierten Raum darf es lauter sein,
- es wird nur stundenweise Klimatisierung benötigt,
- der Ort der gewünschten Klimatisierung verändert sich häufig.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Mobile Klimageräte haben ähnlich wie ein Wäschetrockner einen Abluftschlauch, der die Wärme und das Kondenswasser nach außen abführt. Dies muss durch ein geöffnetes Fenster geschehen. Insofern dringt hierdurch wieder massiv warme Luft ein - der Klimatisierungsprozess ist unwirtschaftlich, dadurch kostenaufwändig und gleichzeitig dringen Außengeräusche in den, zu klimatisierenden Raum. Zusätzlich enthält das mobile Klimagerät auch die Komponente, die bei Split-Klimageräten wegen der Geräuschemissionen im Außengerät platziert wird - den Kompressor. Dies führt zwangsläufig zu einem höheren Geräuschpegel im Innenraum.
* Bei Split-Klimageräten gibt es erhebliche Preisunterschiede. Sind diese gerechtfertigt?
Wir allen kennen die 199 Euro-Angebote für Split-Klimageräte aus Baumarktprospekten. Doch, obwohl gesetzlich vorgeschrieben klassifiziert keiner dieser Anbieter die Energieeffizienzklasse seiner Produkte - aus gutem Grund. Im Vergleich zum Anschaffungspreis machen die Betriebskosten genau wie bei anderen Elektrogeräten jedoch einen hohen Anteil aus - gerade bei den stark steigenden Energiekosten. Das vermeintlich kostengünstige Angebot von der "Palette" kann so schnell nachträglich teuer zu stehen kommen. Fragen Sie nach: Bedingt durch die Verwendung einfachster Komponenten und nicht mehr gebräuchlicher Kältemittel wird Ihnen der Verkäufer bei kostengünstiger Palettenware oft die Energieeffizienzklasse E oder F nennen. Klimageräte vom Fach-Installateur dagegen tragen in der Regel das Energieeffizienzlabel A. Darüber hinaus sind z.B. climaVAIR-Geräte auch wesentlich komfortabler.
Das heißt: Vertrauen Sie beim Kauf eines Klimagerätes am besten Ihrem Sanitär-, Heizungs- und Klima-Fachhandwerks-betrieb, der ein Klimagerät - wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben - ausschließlich installieren und inbetriebnehmen darf. Er wird Ihnen bekannte Marken empfehlen, auf die langfristig auch in punkto Service gesetzt werden kann, wie z.B. Vaillant. In der Beratung kann er Ihnen die beste Lösung für Ihre individuellen Wünsche bieten. Weitere Informationen gibt Vaillant Deutschland, Berghauser Str. 40, 42859 Remscheid.



