Tag gegen den Lärm
Am Donnerstag, den 27. November 2003 organisiert Vaillant einen „Tag gegen den Lärm". Allen Mitarbeitern im Stammwerk Remscheid wird in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr im Vorraum der Kantine „Vaillanteria" am die Möglichkeit gegeben, sich über die schleichenden Gefahren des Dauerlärms zu informieren. Ziel ist es, Aufmerksamkeit auf die Belastungen durch Schalleinwirkungen und das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören zu stärken.
Der Aktionstag initiiert von der Abteilung Arbeitssicherheit wird unterstützt durch die Metall Berufsgenossenschaft Fachstelle Lärm, dem Betriebsarzt und der Vaillant BKK. Vaillant hat ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das von einem Multimediavortrag über die Grundlagen des Hörens und der Gefährdung durch Lärm über verschiedene anschauliche Experimente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Auswirkungen von Lärm reicht. Kurzvorträge und ein kostenloser Hörtest runden das Angebot ab.
Technische Lärmminderungsmaßnahmen werden bei Vaillant seit langer Zeit großgeschrieben. So wurden laute Pressen voll gekapselt, um die Lärm-Emissionen unter den gesundheitsschädlichen Wert von 85 Dezibel zu senken. In anderen Bereichen wurde durch Decken-Schallabsorber die Raumakustik verbessert. Dort, wo technische Lärmminderungsmaßnahmen nicht eingesetzt werden können, werden die Mitarbeiter mit optimalem Gehörschutz wie individuell angepassten Otoplastiken ausgerüstet. Der beste Schutz gegen Lärm ist jedoch, wenn er gar nicht erst entsteht. Deshalb wird schon bei der Planung neuer Arbeitsplätze darauf geachtet, dass Lärm vermieden wird.
Belästigung durch Lärm gehört zu einem der größten negativen Umwelteinflüsse der modernen Gesellschaft, in denen Ruhezonen inzwischen rar geworden sind: Über 80 Prozent der Bevölkerung fühlen sich laut Umfragen durch Lärm belästigt, wobei die Gefahren für die Gesundheit häufig unterschätzt werden. Die Beeinträchtigung durch Lärm wirkt sich längerfristig nicht nur auf die Ohren, sondern auf den gesamten Organismus aus. Was als gelegentliche Befindlichkeitsstörung beginnt, kann nach und nach zu dauerhaften, chronischen Beschwerden führen. Bedingt durch eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen durch Lärm kann es zur Erhöhung des Blutdrucks- und der Blutfettwerte kommen.
In Deutschland sind rund fünf Millionen Arbeitnehmer während ihrer Arbeit gehörschädigendem Lärm von über 85 Dezibel ausgesetzt. Die Folge sind jährlich ca. 3.000 anerkannte Fälle der Berufskrankheit "lärmbedingte Schwerhörigkeit".
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