Vaillant Gesellschafter und Mitarbeiter halfen mit 500.000 Euro den Flut-Geschädigten
Bilanz der Soforthilfe nach dem Hochwasser 2002, 24.10.2003
Der Wasserstand der Flüsse in Ostdeutschland, Österreich und Tschechien war im Sommer dieses Jahres so niedrig wie noch nie. Da ist manchem vielleicht nicht mehr bewusst, welchem Leid die Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten noch vor gut einem Jahr ausgesetzt waren. Was ihnen jetzt bleibt, sind noch zahlreiche Probleme aber auch die Erinnerungen an die Hilfsbereitschaft vieler Menschen aus ganz Deutschland, die spendeten oder direkt selbst kamen, um mit anzupacken. So sammelte das Heiztechnikunternehmen Vaillant mit Hauptsitz in Remscheid auf Inititative seiner Gesellschafter rund 500.000 Euro Soforthife für 110 geschädigte Heizungs- und Sanitärfachhandwerker. Was hat diese Hilfe gebracht?
Klosterbuch an der Elbe: Starke Solidarität
Über ein Jahr nach der Flut - alles wieder in Butter? Es sieht so aus, wenn man in das Tal von Klosterbuch hinabschaut. Ein kleiner Ort in der Nähe von Leipzig, inmitten einer idyllischen Hügellandschaft. Vor einem Jahr ragten aus dem Wasser der Mulde nur noch die Dächer der Häuser hervor. Mittendrin damals Installationsmeister Burkhard Richter, der jetzt in seinem Büro im ersten Stock sitzt und mit Kunden telefoniert. Zwischendurch zeigt er an der Schreibtischkante, wie hoch das Wasser damals stand.
So schnell die Flut kam, so schnell war sie wieder weg. Was blieb, waren der Schlamm, der Dreck, die Zerstörung und viele sofort notwendige Installationsarbeiten bei Kunden. Ein Kraftakt, der ohne fremde Hilfe nicht zu bewältigen gewesen wäre: „Das war stark, was da an Solidarität rübergekommen ist“, betont Richter, „Außenstehende, die es eigentlich nichts angeht, sind von überall aus Deutschland hergekommen, um mit anzupacken.“
Auch Vaillant zeigte schnell Hilfsbereitschaft. Allein die Vaillant-Gesellschafter spendeten aus eigener Tasche mehr als 250.000 Euro. Weitere 10.000 Euro sammelten Mitarbeiter und Betriebsrat, auch für einige betroffene Vaillant Mitarbeiter. Und das war noch nicht alles: Drei Containerladungen voll dringend benötigter Haushaltsgegenstände - Bügeleisen, Toaster und andere Elektrogeräte sowie Geschirr, Tischwäsche und Kleinmöbel im Wert von rund 6.000 Euro – trugen die Mitarbeiter binnen weniger Tage in Eigenregie zusammen und transportierten sie in die überfluteten Städte.
So erhielt Burkhard Richter von Vaillant schnelle unbürokratische Hilfe – zunächst 4.000 Euro, später noch Computergeräte. „Natürlich war der Schaden immens“, meint Richter, „aber gerade am Anfang kam diese schnelle Hilfe genau richtig. Mit dem Geld konnten wir erst einmal das Notwendigste kaufen. Wir standen ja da ohne alles, hatten noch nicht mal was Gescheites zum Anziehen.“
Ziel in Pirna: Bis Weihnachten alles repariert
Beim Installationsbetrieb Schröter in Pirna bei Dresden erinnert nur die nackte, unverputzte Außenfassade an das Hochwasser. Seniorchef Heinz-Jürgen Schröter ist zuversichtlich: „Bis Weihnachten wollen wir alle Reparaturen abgeschlossen haben“. Die 5.000 Euro, die er von Vaillant erhielt, hat er dafür genutzt, sein Vaillant-Sortiment zu erneuern. Der Ersatzteile-Schrank im Lager war ebenfalls geflutet worden, jetzt steht er – sicher ist sicher – etwas erhöht auf Backsteinen.
Freital: Die Ereignisse haben zusammengeschweißt
Weihnachten ist auch das Ziel, dass Angela Stöckl vor Augen hat. Ihr Installationsbetrieb in Freital bei Dresden war komplett geflutet worden. Während nun der Alltag die Arbeit wieder bestimmt, müssen nebenher immer noch kleinere Renovierungsarbeiten, zum Beispiel im Lager, erledigt werden. „Wenn wir fertig sind, wollen wir alle Freunde, Nachbarn und Bekannten zu einem großen Fest einladen“.
Besonders gefreut hat sich Angela Stöckl über den neuen PC, der als Spende von der Vaillant-IT-Tochtergesellschaft Vaicon kam. 120 gebrauchte PCs, Drucker und Monitore im Wert von 15.000 Euro wurden an Mittel- und Fachschulen in Grimma, Bennewitz und Leipzig sowie an Fachhandwerker der Sanitär-, Heizungs- und Elektrobranche, Energieversorger und Schornsteinfeger an der Elbe und ihren Nebenflüssen verteilt. „Unsere Anlagen waren alle hinüber“ erinnert sich Stöckl, „mit der Hilfe konnten wir schnell die normale Büroorganisation wieder herstellen.“
Hilfe für Installationsbetriebe in Sachsen und Sachsen-Anhalt
So wie Burkhard Richter, Heinz-Jürgen Schröter und Angela Stöckl ging es vielen Installationsfirmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt: Sie mussten quasi „Totalschaden“ melden, neben dem Firmengebäude und –inventar waren auch die Wohnhäuser der Familien schwer beschädigt. Insgesamt 110 betroffenen Sanitär- und Heizungsbetrieben konnte Vaillant mit Geld- und Sachspenden im Gesamtwert von über 200.000 Euro „Starthilfe“ geben. Eine willkommene Unterstützung waren auch die auf Vaillant-Geräte eingeräumten Rabatte für Privathaushalte. Diese Hilfe wurde in Höhe von mehr als 220.000 Euro in Anspruch genommen, so dass sich die Höhe der gesamten Vaillant-Unterstützung in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Österreich und Tschechien auf 500.000 Euro summierte.
Österreich: Dankbare Gefühle
„Wichtig war für uns das Gefühl, dass wir nicht alleine gelassen worden sind“, berichtet ein Innungsmeister aus Österreich. Über den dortigen Vaillant- Installateur-Sozialfonds, der bereits seit 1999 Unterstützung für in Not geratene Handwerker bietet, wurden 40.000 Euro auf mehrere Betriebe verteilt. Auch hier haben mittlerweile die meisten Betriebe ihre Arbeit wieder voll aufgenommen.
Tschechien: Betriebe laufen wieder auf 100 Prozent
Aufbauhilfe im wahrsten Sinne des Wortes bedeuteten die 10.000 Euro, die Vaillant an Betroffene in Tschechien spendete. Zwei Vaillant-Kundendienstfirmen - Carda aus Lovosice und Pavel Kukaèka aus Veselí nad Lužnicí – nutzten das Geld, um die Versorgung mit Strom und Warmwasser wiederherzustellen und Material für die ersten Aufräumarbeiten zu besorgen. Heute arbeiten beide Firmen wieder wie vor dem Hochwasser.
Als Hauptinitiatoren der Unterstützungsaktion freuten sich die Vaillant-Gesellschafter über die positiven Wirkungen der Hilfe: „In seiner 130-jährigen Firmengeschichte hat Vaillant immer schon ein sehr enges Verhältnis zum Fachhandwerk gepflegt. Deshalb war es für uns selbstverständlich, diese Unterstützung für unsere Partner in den betroffenen Regionen schnell und effektiv auf die Beine zu stellen.“
Kontakt
Vaillant Hepworth Gruppe
Ebrulf Zuber
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Telefon: 02191 -18 2754
Fax: 02191 -18 2895
E-mail:ebrulf.zuber@vaillant.de



