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Sparen erwünscht: fünf Fragen zur Öl-Brennwerttechnik

Oft nur dem Namen nach Brennwertgeräte / Kaminsanierung überflüssig? / Altbau-Modernisierung: Großer Wasserinhalt des Wärmetauschers bietet Vorteile / Kombination mit Solarthermie: Systeme bevorzugen / Heizöl EL standard oder schwefelarm?

Remscheid - Gas-Brennwertgeräte haben sich aufgrund ihrer hohen Effizienz und ihres um bis zu 30 % geringeren Energieverbrauchs gegenüber alten Heizungsanlagen bei den Haus- und Wohnungseigentümern durchgesetzt. Doch wie sieht es mit Öl-Brennwertgeräten aus? Anders als bei Gas-Brennwertgeräten setzen die Hersteller hier auf völlig unterschiedliche technische Konzepte.

* Auf welche Unterschiede sollte man bei Öl-Brennwertgeräten achten?
Bei Öl-Brennwertgeräten existieren auf dem Markt viele Produkte, die nur dem Namen nach Brennwertgeräte sind. Die möglichst vollständige Kondensation des Abgases im integrierten Wärmetauscher des Heizkessels ist der entscheidende Punkt, der für eine effiziente Energieausnutzung sorgt. Die teilkondensierenden Geräte versuchen den Brennwerteffekt durch preiswertere, nachgeschaltete Wärmetauscherkonzepte zu erzielen, erreichen aber nicht die hohen Nutzungsgrade von rund 105 % der vollkondensierenden Systeme. Fragen Sie Ihren Fachhandwerker deswegen gezielt nach effizienten, vollkondensierenden Öl-Brennwertgeräten.

* Ist beim Austausch eines Öl-Heizwert-Kessels gegen ein Öl-Brennwertgerät die Kaminsanierung überflüssig?
Moderne Niedertemperatur-Heizwertkessel haben heute geringere Abgastemperaturen und Abgasmassenströme, dadurch sinkt die Strömungsgeschwindigkeit der Abgase und der Taupunktspiegel verlagert sich in den Kamin - es besteht die Gefahr der Versottung, die nur durch eine kostenintensive Grundsanierung zu verhindern ist. Bei der Installation eines Öl-Brennwertgerätes wird in den bestehenden Kamin lediglich ein, mit dem Öl-Brennwertgerät gemeinsam zugelassenes, Luft-/Abgassystem aus Kunststoff eingezogen. Das ist mit wesentlich geringerem

Aufwand und Kosten verbunden. Hier berät auch der verantwortliche Schornsteinfegermeister.

* Im Gebäude wurden im Laufe der Zeit Heizkörper ergänzt bzw. entfernt. Ist das für ein Öl-Brennwertgerät relevant?
Ja, denn durch Veränderungen an der Heizanlage, wie z.B. entfernte oder zusätzliche Heizkörper wurde die Hydraulik des Gesamtsystems entscheidend verändert. Die hydraulische Einbindung von modernen Öl-Brennwertgeräten in alte Heizungsanlagen wird durch Wärmetauscherkonzepte mit grossem Wasserinhalt vorteilhaft unterstützt. Nur wenige Hersteller wie z.B. Vaillant bieten sowohl Wärmetauscherkonzepte mit großem als auch geringem Wasserinhalt, passend für jedes Heizungsanlagenprofil an. Das System icoVIT exclusiv z.B. ist mit 85 Litern Wasserinhalt genau auf die Modernisierung von Öl-Heizungsanlagen in Altbauten mit effizienten Öl-Brennwertgeräten ausgerichtet worden.

* Lassen sich alle Öl-Brennwertgeräte mit moderner
Solarthermie kombinieren?
Generell sollte dies bei allen modernen Öl-Heizungsanlagen der Fall sein. Um ein gleichermaßen umweltfreundliches wie kostensenkendes Zusammenspiel zu ermöglichen sollten Sie aber darauf achten, dass das Öl-Brennwertgerät, der Solar-Warmwasserspeicher, die Solarkollektoren und die gemeinsame Regelung aus der Hand eines einzigen Herstellers kommen. Obwohl bereits jeglicher Einsatz der Solarenergie kostensparend ist: Eine optimale Energieausnutzung wird i.d.R. nur mit aufeinander abgestimmten Komplettsystemen erzielt.

* Müssen Öl-Brennwertgeräte mit schwefelarmen Heizöl
betrieben werden?
Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede unter den Geräten am Markt. Während manche Hersteller ausschließlich schwefelarmes Heizöl zulassen setzen andere auf die Wahlfreiheit des Verbrauchers und haben ihre Geräte sowohl auf Heizöl EL standard als auch schwefelarmes Heizöl ausgelegt. Generell ist bei Öl-Brenn-wertgeräten die Verwendung von schwefelarmem Heizöl zu em-pfehlen. Hierdurch kann für die Einleitung des Kondensates in das Abwassersystem auf eine Neutralisation verzichtet werden.

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