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Heizgerät vor Beginn der Heizsaison warten lassen!

5,5 Millionen Heizgeräte in Deutschland nicht oder nur unregelmäßig gewartet / Ein Millimeter Rußbelag: 5 % höherer Verbrauch / Kosten für Wartung machen sich sofort bezahlt / Was kann selber gewartet werden?


Remscheid - Verschenken Sie gerne Geld? Die Eigentümer von 5,5 Millionen Heizgeräten in Deutschland tun das, denn sie lassen laut einer repräsentativen Untersuchung des ZVSHK - Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima - ihre Heizanlage nicht regelmäßig warten. Bei den aktuellen Preisen für fossile Energieträger ist dies ein teures Vergnügen, denn schlecht gewartete Heizgeräte kommen teuer zu stehen: Jeder Millimeter Rußbelag auf den Wärmetauscherflächen im Heizgerät verursacht einen um 5 % höheren Brennstoffverbrauch. Die Kosten für die Wartung machen sich so schnell bezahlt.

Doch durch die regelmäßige Wartung steigt natürlich auch die Betriebssicherheit Ihres Heizgerätes. Wer will gerade dann, wenn es draußen richtig kalt ist auf die gewohnte Wohnwärme und warmes Wasser verzichten? "Der Vergleich mit dem eigenen PKW macht deutlich, wie wenig Wartung ein modernes Heizgerät - im Hinblick auf seine Betriebsstunden - benötigt", so der Heiztechnik-Experte Peter Hilger von Vaillant Deutschland. "In einem Jahr hat das Heizgerät Betriebsstunden, die einer PKW-Laufleistung von 100.000 km entsprechen. Dennoch ist nur eine einzige, schnell durchführbare Wartung und Reinigung erforderlich. Wenn Heizanlagenbetreiber aus falsch verstandener Sparsamkeit darauf verzichten hat dies nahezu automatisch einen höheren Brennstoffverbrauch zur Folge. Zusätzlich können schleichende Probleme wie z.B. langsamer Wasserverlust durch Undichtigkeiten festgestellt und dadurch teure Folgeschäden vermieden werden. Außerdem erfolgt auch eine Funktionsprüfung aller Sicherheitseinrichtungen."

Jede Wartung und Störungsbeseitigung gehört grundsätzlich in die Hände eines Profis der örtlichen SHK-Betriebe. Dennoch können auch Eigentümer und Betreiber vor Beginn der Heizsaison viel unternehmen, damit ihre Heizanlage wirtschaftlich und zuverlässig für Wärme sorgt:


* Kontrollieren Sie zuerst alle Heizkörper. Sind diese dicht? Sind sie im Sommer durch Möbel etc. zugestellt worden, vermindert sich die Heizleistung drastisch. Übrigens: Auch Staubansammlungen zwischen den Heizkörperrippen oder in den Konvektorblechen verringert die Wärmeabstrahlung und erhöht damit den Verbrauch.

* Anschließend entlüften Sie alle Heizkörper mit einem, in allen Heimwerkermärkten erhältlichen Spezialschlüssel, denn Luft im System vermindert nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern kann auch zu Korrosion führen.

* Kontrollieren Sie dann alle Thermostatventile ob diese leichtgängig und nicht durch Staub zugesetzt sind.

* Danach prüfen Sie den Wasserdruck in der Heizanlage. Spätestens durch das Entlüften wird der Wasserdruck unterhalb der empfohlenen Markierung stehen. Füllen Sie deswegen entsprechend Wasser nach. Wichtig dabei zu wissen: Hierbei darf die Umwälzpumpe nicht in Betrieb sein, damit nicht automatisch wieder neue Luft in die Heizanlage gesaugt wird.

* Abschließend stellen Sie an der zentralen Nachtabsenkung ggf. neue Ein- und Ausschaltzeiten sowie Temperaturen ein. Hinweis: 1°C Raumtemperatur weniger bedeutet ca. 6 % geringeren Heizenergieverbrauch.

Letztendlich bleibt dann nur noch, die Heizanlage in Betrieb zu nehmen und sich auf einen mollig warmen Winter ohne schlechtes Gewissen zu freuen.

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