Vaillant Group verstärkt Aktivitäten im Bereich Brennstoffzellen
Remscheid, 22. September 2008 Die Vaillant Group verstärkt ihre Entwicklungsaktivitäten im Bereich keramischer Hochtemperatur-Brennstoffzellen auf dem Weg zur Marktreife. Dazu hat der Remscheider Heiz- und Klimatechnikspezialist heute eine mehrjährige exklusive Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden vereinbart. Das Ziel der Kooperation ist die Serienreife der Brennstoffzelle zum Heizen und zur Stromerzeugung in Immobilien. Wir sind davon überzeugt, dass die Brennstoffzellen-Technologie für unser Unternehmen ein großes Zukunftspotential besitzt und einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung leisten kann. Wir freuen uns, mit dem IKTS einen kompetenten Partner zur Stärkung unserer Aktivitäten im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung gefunden zu haben, so Dieter Müller, Geschäftsführer der Vaillant Group.
Ideale Know-how-Ergänzung
Mit der neuen Kooperation ergänzen sich die wissenschaftliche Kompetenz sowie die führende technologische Position des IKTS bei keramischen Technologien mit dem Brennstoffzellen-System-Know-how und der Großserien-Produktionserfahrung der Vaillant Group. Durch die Kooperation mit Vaillant können wir unsere Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Brennstoffzellen-Technologie weiter konsequent in Richtung Kommerzialisierung umsetzen. Dies ist für uns eine einmalige Chance. Hiermit können wir einen wichtigen Beitrag leisten, die führende Position des Standortes Deutschland auf dem Gebiet der innovativen Energietechnologie weiter auszubauen, kommentiert Professor Dr. Alexander Michaelis, Direktor des IKTS.
Die Vaillant Group und das IKTS konzentrieren sich bei ihrer Zusammenarbeit vor allem auf die Entwicklung von SOFC-Brennstoffzellen-Komponenten (Solid Oxide Fuel Cells) im heißen Bereich rund um den sogenannten Stack. Dazu gehören vor allem die Systembereiche Brenn gasaufbereitung, Thermomanagement und Nachverbrennung. Unter einem Stack versteht man die Reihenschaltung von mehreren Brennstoffzellen, da eine einzelne Zelle nur eine sehr geringe Spannung erzeugen kann. Für die Fortentwicklung des Stack baut die Vaillant Group weiterhin auf die bewährte Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Dresden angesiedelten Firma Staxera, einem Joint Venture von Webasto und HC Starck.
Langfristige Entwicklungsstrategie
Die Vaillant Group zählt zu den Pionieren der Brennstoffzellen-Entwicklung für die Hausenergietechnik. In der Vergangenheit hat das Unternehmen unter anderem erfolgreich an der Integration verschiedener Brennstoffzellen-Systeme in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gearbeitet. Seit dem Jahr 2001 testet die Vaillant Group in diversen europäischen Feldtests über 60 dieser innovativen Systeme unter anderem auch als virtuelle Kraftwerke. In Zukunft will das Unternehmen weiterhin einen wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung und Demonstration von Brennstoffzellen im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms der Bundesregierung (NIP) leisten. Unter anderem ist Vaillant am Leuchtturmprojekt Callux der Bundesregierung beteiligt, das morgen in Berlin offiziell an den Start geht.
Über die Vaillant Group
Die Vaillant Group ist ein international tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Remscheid, Deutschland, das in den Bereichen Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik tätig ist. Als einer der weltweiten Markt- und Technologieführer entwickelt und produziert die Vaillant Group maßgeschneiderte Produkte, Systeme und Dienstleistungen für Wohnkomfort. Das Produktportfolio reicht von effizienten Heizgeräten auf Basis herkömmlicher Energieträger bis hin zu Systemlösungen zur Nutzung regenerativer Energien. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen, das sich seit seiner Gründung 1874 in Familienbesitz befindet, mit knapp 12.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 2,4 Mrd Euro.
Über das Fraunhofer-Institut für keramische Technologien und Systeme IKTS
IKTS ist ein Institut der Fraunhofer Gesellschaft, das das Feld der technischen Hochleistungskeramik von der grundlagenorientierten Vorlaufforschung bis zur Anwendung in seiner gesamten Breite abdeckt. Es stehen durchgehende Fertigungslinien vom Werkstoff bis zum Prototypen sowohl im Bereich der Struktur- als auch der Funktionskeramik zur Verfügung. Die Entwicklungen gehen hierbei bis zur Vorserienfertigung von keramischen Komponenten und Systemen.
Kontakt
Dr. Jens Wichtermann
Leiter Unternehmenskommunikation
Vaillant Group
42850 Remscheid
Telefon: +49 2191 - 18 2754
Telefax: +49 2191 - 18 2895
Mobil: +49 175 - 2951810
jens.wichtermann@vaillant.de
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