Wärmepumpentechnik / Sorptionstechnik
Wärme kann nicht von selbst von einem kälteren auf einen wärmeren Körper übergehen (R. Clausius, 2. Hauptsatz der Thermodynamik). Will man "kalte" Energie aus der Umwelt zu Heizzwecken nutzen, so muss das Temperaturniveau dieser Energie angehoben werden.
Nach den Regeln der Thermodynamik ist hierzu ein drittes, höheres Temperatur- oder Energieniveau erforderlich.
Für diese Maschinen zum Transport von Wärme hat G. Flügel 1920 den Begriff "Wärmepumpen" geprägt. Die gebräuchlichsten Wärmepumpen besitzen elektrisch angetriebene Verdichter. Das Kältemittel ist meist ein HFKW, seltener Propan oder Ammoniak. Größte Verbreitung haben diese Anlagen in der Schweiz, Österreich und Skandinavien gefunden.
Eine viel geringere Verbreitung besitzen die Absorptionsmaschinen. Hier hat sich nur das Stoffsystem Ammoniak / Wasser durchsetzen können. Sie dienen meist zur Beheizung und Klimatisierung großer Gebäude. Inzwischen wird aber auch mit Blick auf kleinere Varianten entwickelt. Eine weitere Anwendung dieser Technik ist der stromlose Kühlschrank. Die Adsorptionsmaschinen arbeiten zumeist mit dem Stoffsystem Silicagel / Wasser. Sie werden vereinzelt zur Klimatisierung eingesetzt. Im Projekt "Zeolith-Gas-Wärmepumpe" wurden Adsorptionswärmepumpen zur Wohnraumheizung und Brauchwassererwärmung entwickelt.
Das Sorptionsmittel ist Zeolith, das Kältemittel ist Wasser.



