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Zukunftsintegriert bauen und gesund wohnen

Technik abgestimmt geplant

Bis allerdings das Kellerfundament dafür am sonnenverwöhnten Hanggrundstück in Mühlacker betoniert werden konnte, bedurfte es einer mehrmonatigen Planungszeit durch den Bauherren und viel Abstimmungsarbeit mit den einzelnen Partnern, erinnert sich Norbert Weimper: „SchwörerHaus als Hersteller von individuellen, energiesparenden Fertighäusern war zwar sehr bald gesetzt, denn `Wohngesundheit´ ist dort schon seit langem ein Thema. Alle eingesetzten Baustoffe werden auf wohngesundheitliche Aspekte geprüft, bevor sie im Haus verbaut werden.“

Doch wie so oft steckte die meiste Arbeit dann im Detail: Welche regenerative Wärmequelle ist am besten geeignet? Welches Hausautomationssystem wird zur digitalen Unterstützung des komfortablen und gesunden Wohnens genutzt? Und letztlich: Wie vertragen sich die Systeme untereinander? Wie lassen sie sich so vernetzen, dass Aufwand und Nutzen in einem möglichst günstigen Verhältnis zueinander stehen?

Intelligent gesteuerte Eigenversorgung

Mit der Holzfertigbauweise von SchwörerHaus auf KfW Effizienzhaus 55-Niveau gab es zwar bereits die besten Voraussetzungen für energiesparendes und von Anfang an trockenes Wohnen. Doch Weimpers war das nicht genug: Über ein neuartiges Multifunktionsdach mit integrierten Dachflächenfenstern und Photovoltaikanlage wird heute so viel Strom erzeugt, dass etwa 75 Prozent davon direkt im Haus (und künftig auch für das Elektroauto) genutzt werden können.

Möglich ist das zum einen durch die abgestimmte Haustechnik. Zu der gehört als Herzstück eine elektrisch betriebene Luft/Wasser-Wärmepumpe (Typ flexoTHERM exclusive plus aroCOLLECT Luftkollektor; Hersteller: Vaillant) mit 6 kW Nennleistung als zentrale Wärmequelle, eine von SchwörerHaus entwickelte KWL-Anlage mit über 80 Prozent Wärmerückgewinnung sowie ein 4,0 kWh-Photovoltaikstromspeicher (Typ eloPACK; Hersteller Vaillant), über den der saubere Sonnenstrom bevorratet wird. Hinzu kommt ein 800-Liter-Multifunktionsspeicher für die wassergeführte Fußbodenheizung, die für eine besonders effiziente Form der Wärmeverteilung mit lediglich 32/27 °C Vorlauf-/Rücktemperatur steht.

Zum anderen zahlt sich in dem Neubau in Mühlacker die intelligente Vernetzung der Verbraucher aus: Erst wenn alle Stromverbraucher im Haus mit Eigenstrom versorgt sind, der Photovoltaikstromspeicher gefüllt und sogar die Waschmaschine im geeigneten Augenblick per Funksteckdose zugeschaltet ist, wird überschüssiger Strom gegen Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Unterstützt wird das System dabei ganz wesentlich durch das vorausschauend arbeitende Energiemanagement im Batteriespeicher. Es analysiert nicht nur die aktuellen PV-Stromeinträge und das Verbraucherverhalten, sondern bezieht internetbasiert auch die Wettervorhersage mit ein. Der Strom- und der Multifunktionsspeicher werden bevorzugt gefüllt, wenn aktuell keine hausinternen Verbräuche anliegen, aber am Folgetag aufgrund einer Verschlechterung des Wetters geringere Solareinträge drohen.

Mit einer vergleichbaren Intelligenz unterstützt ein Funkbus-System („Tahoma“ von Somfy) im Wohnbereich die Optimierung der eher komfortbezogenen Verbrauchswerte. In erster Linie gehören dazu Verschattung und Beleuchtung. Im großzügigen Obergeschoss gibt es zudem eine elektrochrome Verglasung der Dachfenster. Sie filtert bis zu 94 Prozent der Wärmeeinstrahlung aus, ohne dass die Helligkeit in den Räumen dadurch entscheidend verringert wird.

Lebensqualität gewonnen

Dass die ebenso energieeffiziente wie komfortsteigernde technische Ausstattung des Neubaus die Baukosten um etwa 15 bis 20 Prozent in die Höhe treibt, haben Christine und Norbert Weimper gerne in Kauf genommen: „Neben dem Zugewinn an nachweislich gesundem Wohnen zeigt schon die Energiebilanz der ersten Monate im neuen Haus, dass sich die Investition innerhalb weniger Jahre amortisieren wird. Wie schnell genau, hängt dabei natürlich von der Entwicklung der Energiepreise sowie des Nutzerverhaltens ab. Fakt ist aber, dass wir vom ersten Tag an etwas zur Schonung der Ressourcen beitragen – und dafür gleichzeitig sogar noch durch ein deutliches Plus an Lebensqualität belohnt werden.“

Weitere Informationen unter

www.bau-blogger.de

www.schwoererhaus.de

Das „Healthy Homes“-Barometer

Das „Healthy Homes“-Barometer ist eine von Velux initiierte, europaweite Studie zu den Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensweisen von 14.000 europäischen Bürgern hinsichtlich Gesundheitswahrnehmung, Wohnzufriedenheit und Energieverbrauch.

Die Grundthese des Barometers entstammt der Philosophie zum Active House der Active House Alliance: Danach hat ein gesundes Zuhause möglichst wenig schädliche Umweltauswirkungen, ist so energieeffizient wie möglich und bietet zugleich seinen Bewohnern ein gesundes und komfortables Wohnumfeld.

Die Erstellung und Auswertung der Studie erfolgten in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. h. c. Bernd Wegener, Humboldt-Universität zu Berlin, und Moritz Fedkenheuer, M.A. Sozialwissenschaften, Technische Universität Darmstadt, sowie den unabhängigen Beratungsunternehmen Operate A/S und Wilke.

Weitere Informationen unter

www.velux.de

www.activehouse.info

Das „Healthy Home“ – technisch
GebäudetypEinfamilienhaus (KfW Effizienzhaus 55)
GebäudeartNeubau
Baujahr2017
Bewohner2
Nutzfläche (AN) m² 236
beh. Gebäudevolumen Ve m³ 740
Primärenergiebedarf kWh/m²a 18
Endenergiebedarf kWh/m²a 10
Transmissionswärmeverlust HT W/m²K 0,28
wesentlicher Energieträger Strom
PV-Anlage kWp 5,61
Jahresleistung PV-Anlage kWh/a 4714
Beheizung durch Vaillant Wärmepumpe flexoTHERM VWF 57
Stromspeicherung Vaillant eloPACK 4kW
Multifunktionsspeicher Vaillant allSTOR 800 l
Warmwasserbereitung Vaillant aquaFLOW