Solare Direktheizung ohne Gas

Scheint die Sonne strahlend, benötigt das Wärmesystem im Einfamilienhaus übrigens gar keine Energie mehr aus der Wärmepumpe. Bei etwas höheren Solartemperaturen laufen Speicherladung und Heizungsunterstützung nämlich erst parallel, ab ca. 30 °C im Kollektor – die schon bei niedrigen Außentemperaturen erreicht werden – ist der Sorptionsprozess dann völlig unnötig: Dann heizen die Solarkollektoren zeitweise sogar das Haus ganz kostenlos.

Bodenplatte als Speichermasse

Wie praxisgerecht die Zeolith-/Solar-Technik ist, wird auch an der Wärmeverteilung deutlich. Im nach dem bisherigen KfW 70-Standard gebauten Blockbohlenhaus mit rund 200 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche genügt dafür eine Fußbodenheizung, die energiesparend mit einer Vorlauf-/Rücklauf-Temperatur von 35/30 °C „gefahren“ wird. Dass diese Flächenheizung in die Betonsohle der Klimabodenplatte integriert ist, ist dabei eine Besonderheit, die von der Bauweise des Hauses abhängt: Die Haus-Konzeption sieht bereits eine sehr starke, direkt temperierte Bodenplatte mit zusätzlicher Dämmung gegen das Erdreich vor. Der daraus resultierende Vorteil ist eine besonders hohe Speichermasse mit dauerhaft gleichmäßiger Wärmeabgabe.

Dicker gedämmt wirkt noch besser

Hausherr Remo Templin-Dahlenburg: „Die Bauweise des Hauses korrespondiert natürlich mit der effizienten Wärmeerzeugung. Denn Wärme, die nicht durch Transmission o. ä. im Haus ungenutzt verloren geht, muss vorher nicht aufwändig erzeugt werden.“ Entsprechend aufgebaut sind beispielsweise auch die Außenwände, die über die werksseitige Dämmung hinaus zusätzlich mit USB- und Gipskartonplatten verkleidet wurden. Wärmegedämmte Fenster sowie die Dämmung der obersten Geschossdecke tun ein Übriges, die wohlige Wärme im Haus zu halten.

Junge Technik mit hoher Versorgungssicherheit

Dass sich Remo Templin-Dahlenburg als „technik-verliebter Mann“ (Zitat!) bei der Festlegung auf die Zeolith-Gas-Wärmepumpe vergleichsweise schnell für die „junge“ Heiztechnik begeistern konnte, war aber nur ein Schritt auf dem langen Weg der Bauherren, die für sie am besten geeignete Anlage zu finden. Denn Ehefrau Susanne teilt diese Begeisterung zwar, wollte aber gleichzeitig auf die Sicherheit eines „etablierten“ Systems mit dem zugehörigen Fachhandwerker-Service ebenso wenig verzichten: „Gerade bei künftig zwei Kleinkindern darf es keine Versorgungsunterbrechungen geben. Deswegen wollten wir beispielsweise auch trotz der damit verbundenen Kosten einen Gas-Hausanschluss, um uns alle Heizungs-Optionen offen zu halten. Dass wir mit der Zeolith-Gas-Wärmepumpe jetzt den sparsamen Energieträger und die kostenlose Solarwärme sogar kombinieren können, ist einfach optimal.“