Zwei Speicher unterstützen das System

Damit die regenerativ gewonnene Wärme ideal zur Verfügung steht, wurde die Wärmepumpe auf einen 800 Liter fassenden Pufferspeicher für die Versorgung der Fußbodenheizung aufgeschaltet. Die thermische Solaranlage wiederum bedient, wie die bestehende Heizanlage, einen weiteren 1.250 Liter-Speicher für die gesamte Warmwasserversorgung.

Installation der Wärmepumpe unter Treppenabsatz

Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Installation des Systems dar, denn erstens gab es trotz Neubau mangels Keller keinen rechten Platz für die Erdwärmepumpe geoTHERM. In enger Anlehnung an den Pufferspeicher arbeitet sie daher heute gewissermaßen unter einem Treppenabsatz; die notwendige Hydraulik musste an der gegenüberliegenden Wand platziert werden. Zweitens galt es, die Umschaltung der bestehenden Teile des Spa-Bereichs unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb vorzunehmen. Dazu gehörte beispielsweise die Anbindung an bereits vorhandene Flächenheizungen, die erst jetzt – im nächsten „Bauabschnitt“ – ausgewechselt werden.

Umschaltung von Flächenheizungen ohne „Netz und doppelten Boden“

Volker Belz ist von dem Wärme-Konzept auf jeden Fall so überzeugt, dass er in dem Wellness-Hotel „ohne Netz und doppelten Boden“ arbeitete: Während andernorts zur Absicherung der Wärmeversorgung beispielsweise noch ein Brennwertkessel in „Stand by“-Schaltung für den Notfall bereitsteht, wurde im „EidenSpa“ sogar der sonst zur Nachheizung obligatorische Elektro-Heizstab aus dem Pufferspeicher ausgebaut! Belz: „Durch unsere langjährige Erfahrung in der Installation von Vaillant Erdwärmepumpen sind wir sicher – und selbstbewusst – genug, dass die Anlage garantiert dauerhaft zuverlässig funktioniert. Das können wir gegenüber unserem Kunden durch den Ausbau des Heizstabes optimal dokumentieren, denn so ist definitiv sichergestellt, dass auch nicht unbemerkt mit Strom nachgeheizt wird.“

Ganzheitliche Betrachtung von Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung

Eine wesentlich größere Herausforderung stellt demgegenüber die Wärmeverteilung dar. Durch die gute Gebäudedämmung und die großzügigen Fensterflächen kommt es nämlich gerade im Sommer trotz der niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen teilweise zur Überwärmung bestimmter Räume. Gerd zur Brügge wird aber zweifellos auch dieses Problem lösen, wahrscheinlich mit entsprechenden Beschattungen, die automatisch ausgefahren werden. Zugleich ist das für ihn aber ein typisches Beispiel, wie ganzheitlich das Thema Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung in einem solchen Haus gesehen werden muss: „Durch die steten Erweiterungen und Ausbauten sind in der Haustechnik diverse ‚Insellösungen’ entstanden. So gibt es allein vier kleine Heizzentralen, die aber aus baulichen Gründen nicht zu einer – beispielsweise mit einem Mini-BHKW – zusammengelegt werden können. Also ist bei jedem Ausbau- oder Modernisierungsschritt im Detail zu prüfen, wo energetische Optimierungen möglich sind und wie die idealerweise noch verknüpft werden können.“