Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen ein optimal auf Ihre Interessen zugeschnittenes Besuchserlebnis bieten zu können. Durch Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit Verwendung unserer Cookies einverstanden. Detailliertere Informationen zur Verwendung der Cookies und wie Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ok

Exklusiver Neubau für kauferfahrene „Best Ager“

Im Geschosswohnungsbau entwickelt sich aktuell bevorzugt am Rande der Innenstädte ein Gebäudetypus, der wie kaum ein anderer das Lebensgefühl einer ganzen Generation trifft: hochwertig ausgestattete Mehrspänner für sogenannte „Best Ager“. Diese Zielgruppe ist in der Regel kauferfahren und anspruchsvoll, will aber gleichzeitig ihren 3. Lebensabschnitt möglichst ungebunden und risikofrei erleben. Dazu zählt ganz oben auf der Prioritätenliste neben der generellen Wohnqualität das Thema Wohnnebenkosten.

Fast schon prototypisch dafür steht ein Projekt, das von der „beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH“ in Holzwickede bei Dortmund, am Rande des Ruhrgebietes realisiert wurde. Im Zuge der Nachverdichtung errichtete der Projektentwickler dort in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn und nur wenige Fußminuten von der City entfernt einen Dreispänner mit Staffelgeschoss.

Prototypisch ist dieses Objekt dabei nicht nur aufgrund der beschriebenen Lage oder der auch hier kauferfahrenen Klientel jenseits der 60, die durchweg zuvor im nicht minder großzügigen Eigenheim gelebt hat. Prototypisch ist es vielmehr vor allem aufgrund seiner baulichen Ausführung und seiner technischen Ausstattung:

  • Die kubistische Architektur überzeugt durch eine klare Geometrie mit einer signifikanten Fassadenunterteilung. In Verbindung mit den großen Glasflächen und der unterstreichenden Farbgebung gibt sie dem Objekt dadurch trotz seiner Größe in dem von Zweifamilienhäusern dominierten Umfeld eine bemerkenswerte Leichtigkeit.
  • Als eines der ersten Häuser ist das 8-Familienhaus nicht mehr in gewohnter Bauweise mit vorgehängter WDVS-Dämmung errichtet worden, sondern rein monolithisch mit Außenwänden aus 36,5er Porenbeton. In Verbindung mit der noch zu beschreibenden Haustechnik reicht das problemlos für die energetische Einstufung als KfW-Effizienzhaus 70. „Real kommen wir in der Gesamtbilanzierung hier aber schon fast beim KfW-Effizienzhaus 55 an“, sagt Bauleiter Gerd Scherf.

„Plastikdämmung“ unerwünscht

Für das Ehepaar Wilhelmi spielten die mit der guten Energiebilanz einhergehenden Verbrauchskosten von nur etwa 28,00 Euro pro Monat bereits beim Kauf ihres fast 100 Quadratmeter großen Penthouses eine wesentliche Rolle: „Die durch die energiesparende Bauweise etwas höhere Erstinvestition in die Wohnung war als feste Größe von Anfang an kalkulierbar. Die von den Schwankungen der Energiepreise abhängenden Nebenkosten sind es nicht. Deswegen wollten wir hier eine möglichst geringe monatliche Belastung.“

Hinzu kam für sie „das negative Image, das Gebäudedämmung aus Polystyrol mittlerweile hat“, sagt Georg Wilhelmi: „Statt in einer plastikummantelten ‚Thermoskanne‘ leben wir jetzt in einem Haus mit natürlichen Baustoffen, bis hin zum Innenputz oder dem Fußboden aus Echtholz-Parkett. Das spürt man unseres Erachtens nach sogar ganz deutlich beim Raumklima.“

Wärme und Lüftung im Paket

Dazu trägt zweifellos allerdings zu einem ganz erheblichen Teil auch das von der „beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH“ in enger Zusammenarbeit mit Vaillant (Remscheid) sowie dem Heizungs- und Klimatechnikbetrieb Pedotherm (Geseke) entwickelte Wärme- und Lüftungskonzept bei.

Durch den vergleichsweise geringen Primärenergiebedarf kann der Neubau in Holzwickede mit rund 681 m² Wohnfläche komplett über ein wandhängendes Gas-Brennwertgerät (Typ „ecoTEC exclusive“) mit 46 kW Heizleistung sowie einer thermischen Solaranlage mit zehn Flachkollektoren „auroTHERM“ versorgt werden. Sie erbringen einen solaren Deckungsanteil von knapp 30 Prozent. Die erzeugte Wärme wird in zwei bivalenten Solarspeichern à 800 Liter Inhalt gepuffert.

Die Verteilung der Heizwärme erfolgt über Fußbodenheizungen mit Einzelraumregelung; die Temperaturspreizung liegt bei 35 / 28 °C. Die Warmwasserbereitung in dem Objekt ist trinkwasserhygienisch optimal: über zwei Trinkwasserstationen Typ „aquaFLOW“ im Durchflussprinzip. So wird die umlaufende Wassermenge (PWH) möglichst gering gehalten.

Bauleiter Gerd Scherf sieht dieses gerade im Geschosswohnungsbau aktuell brennende Thema dabei aber noch nicht als ausgereizt an: „Die passende Temperaturhaltung im gesamten Rohrleitungsnetz und der regelmäßige Wasseraustausch gemäß bestimmungsgemäßem Betrieb kosten auch immer Hilfsenergien. Perspektivisch prüfen wir also aus hygienischen und energetischen Gründen, inwieweit beispielsweise die dezentrale PWH-Bereitung, vielleicht über elektrische Durchlauferhitzer, eine Alternative ist.“

In der Lüftung setzen die Haustechnik-Planer statt auf eine zentrale Lösung bereits auf dezentrale, wohnungsweise arbeitende Anlagen (hier: Typ „recoVAIR“), die lediglich an einen gemeinsamen, über Dach geführten Zu- und Abluftschacht angebunden wurden.

Der Projektentwickler kann auf diese Weise den für Haustechnik beanspruchten Anteil am umbauten Raum reduzieren, und die Wohnungseigentümer „haben das für uns ausgesprochen wichtige Gefühl, die Kontrollierte Wohnungslüftung in unserem Penthouse tatsächlich selber kontrollieren zu können“, so Georg Wilhelmi. Prinzipiell wäre das natürlich auch bei einer zentralen Lösung kaum anders, weiß der Fachmann. „Aber der direkte Zugriff auf die technische Ausstattung zur Grundversorgung mit Wärme und Frischluft ist nach wie vor ein wichtiges psychologisches Moment“, schildert Pedotherm Verkaufsleiter Achim Zachan seine Erfahrungen aus den Gesprächen mit vielen anderen Bauherrn.

Warum das so ist, wird im Gespräch mit Familie Wilhelmi an vielen kleinen Details deutlich. Trotz der blower-door-getesteten dichten Bauweise mit Dreifachverglasung wollen sie beispielsweise auch weiterhin Fenster und Terrassentüren öffnen und schließen, wie es ihnen gefällt – und regulieren dazu passend die KWL-Anlage. Oder sie bestimmen die Luftwechselrate in den einzelnen Zimmern neu – je nach Gefühl und Empfinden, wie viel Frischluft dort gerade gebraucht wird. Vor allem aber geht es ihnen, wie vielen anderen, um Sauberkeit. Um saubere, pollenfreie Innenluft, die dank im Gerät integriertem F7-Filter besonders fein von allen Fremd- und Reizstoffen befreit wurde: „Mit der KWL-Anlage im eigenen Vorratsraum können wir regelmäßig prüfen, wie verschmutzt die Filter möglicherweise sind, und sie dann bei Bedarf reinigen. Das geht mit wenigen Handgriffen und gibt uns einfach die Gewissheit, alles für eine möglichst saubere Luft zum Atmen in unserer Wohnung getan zu haben“, unterstreicht Georg Wilhelmi.

Platzsparende Luftverteilung

Verteilt wird die über Dach angesaugte und dann gefilterte Frischluft über ein flaches Kunststoff-Kanalsystem im Estrich. Die nahezu unsichtbaren Auslässe sind dann unter anderem vor den bodenhohen Fenstern im Wohnzimmer, im Schlafzimmer und im Gästezimmer positioniert. Pro Auslass steht insgesamt eine Luftleistung von 45 m³/h zur Verfügung – mehr als ausreichend, um in der Penthouse-Wohnung die mehrstufig regelbare KWL-Anlage mit geringster Leistung und damit nahezu unspürbar laufen zu lassen.

Die Abluft aus Küche, Bad und Abstellkammer kann dank der flachen Lüftungskanäle unter anderem in einer schmalen Trennwand geführt werden, die als Sichtschutz zwischen Essbereich und Küche steht.

Über die im KWL-Gerät integrierte Wärmerückgewinnung gelingt es, die gesamtenergetische Bilanz des Hauses weiter zu steigern: Der Wärmerückgewinnungsgrad liegt in dem Neubau in Holzwickede bei annähernd 90 Prozent, was einer durchschnittlichen Heizlast-Reduktion von etwa 18 Prozent entspricht. Um das im Sommer exponiert der Sonne ausgesetzte Penthouse passiv zu kühlen, kann der dafür serienmäßig in der KWL-Anlage integrierte Bypass bei Bedarf aber auch abgeschaltet werden.

Weitere Informationen unter

Bautafel:
Bauherr: beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsgesellschaft mbH; Bergkamen
Architekt:Dipl.-Ing. Arndt Oberdorf; Hamm
Lüftungstechnik:Pedotherm GmbH; Geseke
Heizungsbau:Sendes Sanitär- und Heizung GmbH, Olfen
Technische Eckdaten:
Wohn-/Nutzfläche: umbauter Raum: 3.000 m³
Primärenergiebedarf QP: 44,5 kWh/m²a
Transmissionswärmeverlust HT: 0,303 W/(m²K)
Lüftungsgerät recoVAIR:
Volumenstrom: je nach Geräteausführung bis 260 bzw. 360 m³/h; entsprechend bis zu 190 bzw. 290 m² Wohnfläche
Wärmerückgewinnungsgrad: bis 98 Prozent
Systemschnittstelle: eBUS
Menüführung: Systemregler multiMATIC 700 oder mobil über die multiMATIC-App