Jährliche Meldungen

Sie sind zufriedener Betreiber eines ecoPOWER! Nun bleibt nicht mehr viel zu tun: von günstiger Wärme und günstigem Strom zu profitieren – und den jährlichen Antrag auf Steuerentlastung zu stellen

Antrag auf Steuerentlastung (Hauptzollamt)

Nach § 53 a des Energiesteuergesetzes kann ein Antrag auf volle Steuerentlastung für in der KWK-Anlage eingesetzte Energieträger (Erdgas oder Mineralöl) gestellt werden. Diese beträgt bei Erdgas 0,55 ct/kWh. Nur wenn keine Abschreibungen vorgenommen wird, beschränkt sich die Energiesteuerentlastung auf maximal 10 Jahre. Danach jedoch greift § 53b, nachdem auch über den Abschreibungszeitraum hinaus eine Teilentlastung möglich ist.

Weil Brennstoffzellen im Energiesteuergesetz noch keine Erwähnung finden, werden diese auf der Grundlage des Energiesteuergesetzes § 47 Abs. 1, Nummer 3 in Verbindung mit § 25 (1) befreit, wie dieses am 20. Januar 2014 in der DV Energieerzeugung bestätigt wurde.

Reichen Sie bei Ihrem Hauptzollamt bis zum 31. Dezember für das Jahr zuvor die Anträge ein. Für die einfache und sichere Verwendung bieten wir Ihnen hierfür das Energiesteuererstattungs-Tool (7452 kB) an, in welchem die Anträge integriert sind.

Das Energiesteuererstattung-Tool kann für folgende KWK Module genutzt werden:

  • ecoPOWER 3.0 (VNC 88+3)
  • ecoPOWER 4.7 (VNC 138+5)
  • ecoPOWER 20.0 (VNC 438+20 / bis 2015)

Ablesung der Stromzähler

Die Vereinbarungen zur Ablesung der Stromzähler sowie die Meldung über die Netto-Stromerzeugung, die Vollbenutzungsstunden und die eingespeisten Strommengen fallen von Stromnetzbetreiber zu Stromnetzbetreiber unterschiedlich aus. Dieses kann quartalsweise, halbjährlich oder auch jährlich erfolgen. Entsprechendes wird im Netzanschlussvertrag vereinbart. Die Jahresmenge des erzeugten Stroms ist spätestens Anfang Januar des Folgejahres an den Netzbetreiber zu übermitteln.

Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt

Haben Sie sich für die Regelbesteuerung entschieden, müssen Sie in Ihrer Steuerklärung Angaben über alle Vergütungen aus der Stromeinspeisung, über Zuschläge gemäß KWK-Gesetz, Förderungen, Zuschüsse und die Selbstnutzung von Wärme und Strom machen. Da es hierzu mehrere Optionen gibt, sollten Sie sich mit Ihrem Steuerberater beraten. Ggf. erforderliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen müssen Sie im laufenden und folgenden Jahr monatlich abgeben, später kann auch vierteljährliche Anmeldung ausreichen. Über das abgelaufene Jahr ist zusätzlich eine Jahres-Umsatzsteuererklärung anzufertigen (§ 18 UStG Abs. 1 und 2).

Es besteht jedoch auch die etwas einfachere Regelung des umsatzsteuerlichen Kleinunternehmer.

Tipp: Prüfen Sie Ihre Stromrechnung

Stimmt die Jahresabrechnung Ihres Stromversorgers? Ist der Wert des eingespeisten und des selbstgenutzten Stroms korrekt nach EEX Leipzig und gesetzlicher KWK-Nettostromvergütung eingeflossen? Prima!