Änderungen im Förderprogramm ab 2016

Seit Januar ist eine Erweiterung des Förderprogramms „Energieeffizientes Sanieren“ in Kraft. Wegen der novellierten Energieeinsparverordnung ab 2016 passt die KfW ab April zudem ihr Förderangebot im Programm „Energieeffizientes Bauen“ an.

Mit der Erweiterung des KfW-Programms „Energieeffizientes Sanieren“ steht erstmals eine Förderung von effizienten Kombinationslösungen im Vordergrund: Mit dem „Lüftungspaket““ soll die Gefahr von Bauschäden verringert und mit dem „Heizungspaket“ soll das Gesamtheizsystem optimiert werden. Die zusätzliche Förderung richtet sich an Bauherren, die eine Lüftungsanlage einbauen oder ihre Heizung austauschen möchten. Diese Programmneuerung schließt die Lücke zwischen bewährten Einzelmaßnahmen und den Effizienzhausstandards. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt für diese Maßnahmen insgesamt 165 Millionen EUR pro Jahr für Zinsverbilligungen und Zuschüsse zur Verfügung. Diese Mittel kommen aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Außerdem ist zu beachten, dass einige Förderangebote der KfW zum 1. April 2016 auslaufen. Seit Januar 2016 gilt eine novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2016), die höhere energetische Anforderungen an Wohngebäude vorsieht. Dementsprechend passt auch die KfW das Förderangebot im Programm „Energieeffizientes Bauen“ an.

KfW-Energieeffizienzhaus 70 ist jetzt Mindeststandard

Das bekannte KfW-Effizienzhaus 70 entspricht seit 1. Januar 2016 fast dem gesetzlichen Neubaustandard. Daher wird die KfW-Förderung dieser Effizienzklasse nur noch bis einschließlich 31. März 2016 gewährt. Fortgeführt werden die Förderprogramme für die Energieeffizienzhäuser 55 und 40. Hinzu kommt ab 1. April 2016 ein Förderprogramm für das Effizienzhaus 40 Plus.

Vereinfachter Nachweis für KfW-Effizienzhausstandard 55 nach Referenzwerten

Ebenfalls ab 1. April kann ein vereinfachtes Nachweisverfahren für das Effizienzhaus 55 anhand von Referenzwerten genutzt werden: Die Anforderungen sind dann erfüllt, wenn festgelegte bauliche und anlagentechnische Anforderungen umgesetzt sind. So ist es nicht mehr notwendig, für das KfW-Effizienzhaus 55 einen rechnerischen Nachweis via Energiebedarfsberechnung zum Zeitpunkt der Antragstellung zu erbringen. Wer von den fest vorgegebenen baulichen und anlagentechnischen Standards abweichen möchte, muss für sein Bauvorhaben wie bisher auch, einen Primärenergiebedarfsnachweis von einem Energieeffizienzexperten erstellen lassen. Dieser Nachweis ist übrigens auch bei allen anderen Effizienz-Standards erforderlich.

Außerdem wird der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit von bisher 50.000 EUR auf 100.000 EUR angehoben. Zudem wird eine 20-jährige Zinsbindungsvariante für die 20- und 30-jährigen Kreditlaufzeiten eingeführt.