KfW-Förderung für Privatpersonen

Die KfW fördert Privatpersonen sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung von Wohnungen und Wohngebäuden

Förderprogramm 153 – Kredite und Zuschüsse

Möchten Sie eine energieeffiziente Immobilie kaufen oder bauen?

Egal, ob Bau oder Ersterwerb: KfW-Effizienzhäuser 55, 40 und 40 Plus oder Passivhäuser, welche die Effizienzhauskriterien erfüllen, werden durch das KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ mit zinsgünstigen Krediten (ab 0,75 Prozent effektivem Jahreszins) unterstützt. Ab 1. April 2016 werden 100 Prozent der Gebäudebaukosten übernommen bzw. bis zu 100.000 EUR pro Wohneinheit bereitgestellt. Der Zinssatz wird wahlweise in den ersten zehn oder 20 Jahren der Kreditlaufzeit aus Bundesmitteln als Förderanreiz verbilligt.

Bei der Umsetzung eines KfW-Effizienzhauses müssen Sie Vorgaben bei der energetischen Fachplanung und Baubegleitung erfüllen. Die Kosten für Beratung, Planung und Baubegleitung können unter bestimmten Voraussetzungen mit bis zu 4.000 EUR bezuschusst werden.

Bis zum 31. März 2016 ist auch ein KfW-Effizienzhaus 70 noch förderfähig – jedoch nur mit einem zinsverbilligtem Darlehen von bis zu 50.000 EUR pro Wohneinheit. Am 1. April 2016 wird dieser Standard aus dem Programm genommen, da er die Vorgaben der EnEV nur noch gering unterschreitet.

Nach Baufertigstellung erstellt Ihnen Ihr baubegleitender Energieeffizienz-Experte eine „Bestätigung nach Durchführung“. Auf Grundlage dieser kann Ihnen zudem ein Tilgungszuschuss gewährt wird. Beim KfW-Effizienzhaus 40 Plus beträgt dieser Zuschuss 15 Prozent Ihrer Darlehenssumme, bei einem KfW-Effizienzhaus 40 zehn Prozent und fünf Prozent bei einem KfW-Effizienzhaus 55.

Dieses KfW-Förderprogramm eignet sich sowohl für Wohnungen und Einfamilienhäuser als auch für große, privat genutzte Wohnanlagen und kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Für Ferien-Immobilien oder Nachfinanzierungen kann der Kredit allerdings nicht genutzt werden.

Förderprogramme 124 und 134 – Kredite

Möchten Sie Ihren energieeffizienten Neubau/-kauf selbst beziehen?

Sie können das KfW-Förderprogramm 153 „Energieeffizient Bauen“ mit dem Programm 124 „KfW-Wohnungseigentumsprogramm“ kombinieren. Es fördert den Kauf oder den Bau Ihres Wohneigentums mit einem langfristigen zinsgünstigen Kredit (ab 1,11 Prozent effektivem Jahreszins) mit bis zu 50.000 EUR pro Vorhaben. Das Programm 134 „KfW-Wohnungseigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile“ fördert den Kauf von Genossenschaftsanteilen.

Beim Bau gehören die Kosten für Baugrundstück und Außenanlagen ebenso dazu wie Bau- und Baunebenkosten. Beim Kauf werden der Kaufpreis samt Nebenkosten sowie die Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung gefördert. Bei Schenkung oder Erbe werden die Sanierungs- und Umbaukosten, Neubaukosten, die Auszahlung der Miterben sowie Nebenkosten bezuschusst.

Dieses KfW-Förderdarlehen können Sie grundsätzlich beanspruchen, sobald Sie in Ihren selbstgenutzten Wohnraum investieren. Dies gilt auch, auch wenn Ihre Immobilie keine besonderen Energieeffizienzstandards erfüllt.

Förderprogramm 151 – Kredit

Möchten Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung auf KfW-Effizienzhaus-Standard sanieren?

Das KfW-Förderprogramm 151 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ fördert alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen, mit einem langfristigen und zinsgünstigen Kredit von bis zu 100.000 EUR pro Wohneinheit und einem Tilgungszuschuss von 12,5 bis 27,5 Prozent je nach erreichtem KfW-Effizienzhausstandard.

Zu diesen Maßnahmen gehören u. a. die Optimierung oder Erneuerung der Heizungsanlage, der Einbau einer Lüftungsanlage sowie sämtliche Wärmedämmmaßnahme, die für zur Erreichung des angestrebten Effizienzhaus-Standards erforderlich sind.

Baunebenkosten sowie die grundsätzlich erforderlichen Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsmaßnahmen sind ebenfalls über das Darlehen förderfähig und können über das Programm 431 zusätzlich mit bis zu 4.000 EUR bezuschusst werden.

Möchten Sie Wohnraum kaufen, der bereits saniert ist, dann können Sie für die Kosten der energetischen Sanierung eine Förderung beantragen, sofern diese gesondert ausgewiesen sind – zum Beispiel im Kaufvertrag.

Alternativ zu diesem Förderprogramm kann auch das Programm 430 gewählt werden.

Die Summe aller Zuwendungen darf die tatsächlichen Baukosten nicht übersteigen. Voraussetzung für die Nutzung dieser Förderungen ist, dass der Bauantrag des Gebäudes bzw. die Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde.

Förderprogramm 152 – Kredit

Möchten Sie nur einzelne energetische Sanierungen an Ihrem Gebäude vornehmen?

Das KfW-Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ fördert einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen: Sie können damit beispielsweise eine Wärmedämmung oder die Erneuerung oder Optimierung Ihrer Heizungs- und Lüftungsanlage mit bis zu 50.000 EUR zinsgünstig finanzieren, sofern auch technische Mindestanforderungen bei diesen Einzelmaßnahmen eingehalten werden. Planungen, Beratungen und Baubegleitung sowie notwendige Nebenarbeiten sind ebenfalls förderfähig und können über das Programm 431 bezuschusst werden.

Am 1. Januar 2016 ist das Programm „Energieeffizient Sanieren“ erweitert worden: Jetzt sind auch effiziente Kombinationen förderfähig. Darunter fallen das so genannte Lüftungspaket und das Heizungspaket. Beim Lüftungspaket muss der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung mit einer Dämmung der Gebäudehülle kombiniert werden. Dadurch kann das Risiko von Bauschäden und Schimmelbildung reduziert werden. Das Heizungspaket fördert den Einbau besonders effizienter Heizungsanlagen und die Optimierung des gesamten Heizungssystems. Als Kreditnehmer profitieren Sie von einem Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent. Dies entspricht 6.250 EUR bei Ausschöpfung des Förderhöchstbetrags von 50.000 EUR je Wohneinheit.

Die Paketlösungen stellen einen Übergang zwischen Einzelmaßnahmen und den KfW-Effizienzhausstandards dar. Neben dem Förderprogramm 152 bezieht sich diese Erweiterung auch auf das Programm 430.

Beim Austausch eines Wärmeerzeugers kann das KfW-Förderprogramm 152 allerdings nur für Brennwerttechnik, Blockheizkraftwerke (BHKW) und den Anschluss an Nah- oder Fernwärme genutzt werden. Möchten Sie Ihre Heizung auf erneuerbare Energien umstellen, dann wählen Sie für diese Einzelmaßnahme den Ergänzungskredit 167.

Voraussetzung für die Nutzung dieser Förderungen ist, dass der Bauantrag des Gebäudes bzw. die Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde.

Förderprogramm 430 – Zuschuss

Möchten Sie Ihr Ein- oder Zweifamilienhaus energetisch modernisieren, aber keinen Kredit nutzen?

Über das KfW-Förderprogramm 430 können Sie einen Investitionszuschuss beantragen – bis zu 30.000 EUR pro Wohneinheit. Das Programm unterstützt sowohl die Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Standard, als auch Einzelmaßnahmen, sofern sie bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen.

Beim Kauf von saniertem Wohnraum können die Kosten der energetischen Sanierung gefördert werden, sofern diese getrennt ausgewiesen sind – zum Beispiel im Kaufvertrag. Möchten Sie das Lüftungs- oder Heizungspaket nutzen, erhalten sie einen Investitionszuschuss von 15 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Dies sind maximal 7.500 EUR, sofern Sie mit Ihrer Investition die Höchstgrenze von 50.000 EUR erreichen oder überschreiten.

Voraussetzung für diesen Zuschuss ist, dass Sie eine Privatperson sind und das zu sanierende Gebäude ein Ein- oder Zweifamilienhaus mit maximal zwei Wohneinheiten, dessen Bauantrag oder Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde. Bei Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten kann eine Förderung über das Programm 430 gewährt werden, wenn es sich bei den Antragstellern um eine Wohnungseigentümergemeinschaft aus Privatpersonen handelt.

Förderprogramm 431 – Zuschuss

Möchten Sie sich bei Ihrer Modernisierung fachmännisch betreuen lassen?

Mit dem KfW-Förderprogramm 431 „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ können Sie sich die bei den wohnwirtschaftlichen KfW-Programmen grundsätzlich erforderlichen Mindestleistungen der energetischen Fachplanung und der professionellen Baubegleitung bezuschussen lassen. Dazu gehören u. a. Leistungen zur Detailplanung, die Auslegung des Heizsystems oder die Kontrolle der Bauausführung. Übernommen werden 50 Prozent der Kosten bzw. bis zu 4.000 EUR pro Vorhaben. Förderfähig sind allerdings nur Leistungen, die von einem unabhängigen Energieeffizienz-Experten erbracht worden sind.

Um diese Fördermaßnahme beanspruchen zu können, müssen Sie das Programm 431 grundsätzlich mit einem der Förderprogramme 151, 152, 430 kombinieren – oder mit einem von der KfW refinanzierten Programm des Landesförderinstituts. Ab 1. April 2106 können auch die Planungs- und Baubegleitungsmaßnahmen bei einem Neubauvorhaben aus dem Programm 153 „Energieeffizient Bauen“ bezuschusst werden. Auch hier ist die Kombination der beiden Programme erforderlich. Außerdem ist ab 1. April 2016 darauf zu achten, dass die Beantragung des Zuschusses vor Beginn des Vorhabens erfolgen muss. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt dann nach Abschluss des Vorhabens.

Förderprogramm 274 – Kredit

Möchten Sie Solarstrom erzeugen?

Für jeden, der Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen und in eine Photovoltaikanlage investieren will, ist das KfW-Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“ geeignet, um einen zinsgünstigen Kredit (ab 1,21 Prozent effektivem Jahreszins) zu bekommen. Dies gilt für Privatpersonen, Unternehmen oder Organisationen.

Voraussetzung ist, dass mindestens ein Teil des Stroms in das öffentliche Stromnetz fließt. Gebrauchte Anlagen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Für solarthermische Anlagen zur privaten Nutzung greifen die KfW-Förderprogramme 151 und 153. Auch das BAFA unterstützt solarthermische Anlagen sowie zudem Wärmepumpen.

Förderprogramm 275 – Kredit

Möchten Sie Ihren selbst produzierten Strom auch speichern?

Privateigentümer, Landwirte und Unternehmer mit einer Photovoltaikanlage, die nach dem 31.12.2012 eingebaut wurde, können das KfW-Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Speicher“ beanspruchen. Das Programm fördert die Neuinstallation von stationären Batteriespeichersystemen in Kombination mit Photovoltaikanlagen mit zinsgünstigen Krediten (ab 1,21 Prozent effektivem Jahreszins) und Tilgungszuschüssen. Die Laufzeit und Tilgung des Kredites ist über einen Zeitraum von 20 Jahren möglich.

Der erzeugte Strom muss allerdings teilweise in das öffentliche Netz eingespeist werden und die Leistung der Photovoltaikanlage darf 30 Kilowatt Peak nicht übersteigen.

Der Kredit kann für die kombinierte Anlage beantragt werden. Der Tilgungszuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten gilt allerdings nur für das Batteriespeichersystem.

Das Programm ist zum 31.12.2015 ausgelaufen und kann nicht mehr beantragt werden. Bauherren, die ihre Anträge noch im Jahr 2015 gestellt haben, können die Tilgungszuschüsse aber noch bis zum 31.12.2016 in Anspruch nehmen.

Seit dem 1. Januar 2016 können Batteriespeicher in den Programmen „Erneuerbare Energien Speicher (270, 274)“ und „Energieeffizient Bauen (153)“ mitfinanziert werden.

Im Verlauf des Jahres wird das Programm Erneuerbare Energien „Speicher“ dann in modifizierter Form fortgesetzt. Die genaue Gestaltung des Programms befindet sich momentan noch in der Entwicklung.

Förderprogramm 167 – Kredit

Möchten Sie die Heizungsanlage Ihres Wohnhauses auf erneuerbare Energien umstellen?

Das KfW-Förderprogramm 167 „Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit“ unterstützt den Einbau einer neuen Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien mit zinsgünstigen Krediten (1,46 Prozent effektivem Jahreszins) von bis zu 50.000 EUR für jede Wohneinheit. Die Laufzeit des Kredits kann bis zu zehn Jahren betragen – bei festen Zinssätzen.

Förderfähig sind thermische Solaranlagen bis 40 m2 Bruttokollektorfläche (inklusive Anlage zur ausschließlichen Trinkwasserbereitung), Biomasseanlagen wie Pellet-Heizungen mit einer Nennwärmeleistung von 5 bis 100 kW, Wärmepumpten mit einer Nennwärmeleistung bis 100 kW sowie kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und fossiler Energieträger.

Das Programm fördert sowohl einzelne Sanierungen als auch den Erwerb von saniertem Wohnraum, sofern die Kosten der neuen Heizungsanlage – beispielsweise im Kaufvertrag – gesondert ausgewiesen sind.

Voraussetzung ist allerdings, dass die aktuelle Heizungsanlage vor dem 1. Januar 2009 installiert wurde.