Nachweispflicht

Das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) fordert den Nachweis, dass der Mindestanteil am Wärmeenergiebedarf durch die gewählte oder die gewählten kombinierten Energiequellen auch tatsächlich erreicht wird und die technischen Anforderungen an die Wärmeerzeuger erfüllt werden. Die Kontrolle über die Nachweise übernehmen die zuständigen Behörden des jeweiligen Bundeslandes.

Die Nachweispflicht gilt für alle Eigentümer von Häusern, die unter das Wärmegesetz fallen. Die Nachweise der Erfüllung der technischen Anforderungen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Für Eigentümer, die flüssige oder gasförmige Biomasse nutzen, gilt sogar eine gesonderte Regelung: Sie müssen 15 Jahre lang nachweisen, dass der gelieferte Brennstoff im gesetzlich vorgeschriebenem Maße verbraucht wird.

Die Ausstellung eines Nachweises sollte von Sachkundigen erfolgen. Das sind solche Personen, die nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) Energieausweise ausstellen können. Eine dazu befähigende Ausbildung haben häufig Architekten, Bauingenieure, Elektrotechniker oder auch Schornsteinfeger. Bei bestimmten Energieformen ist auch der Anlagenhersteller dazu berechtigt.

Der Nachweis des Hauseigentümers sollte innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme der Heizungsanlage bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Danach ist er auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzuzeigen. Da das EEWärmeG als Bundesgesetz von den Ländern vollzogen wird, steht den Ländern frei, die Zuständigkeiten zu regeln. Wer sicher gehen will, wendet sich an das zuständige Umwelt- bzw. Bauressort des jeweiligen Bundeslandes. Zusätzlich zu den Nachweisen werden auch Stichprobenkontrollen durchgeführt.