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Neuerungen

Weniger Umweltbelastung, weniger Energieimporte, mehr technologischer Fortschritt

Grund für die EnEV-Novellen 2014 und 2016 ist die Umsetzung der europäischen Richtlinie für energieeffiziente Gebäude 2010/31/EU: Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, Gebäude energieeffizienter zu machen, stärker mit erneuerbaren Energien zu beheizen und zu klimatisieren. Damit will sie die Umwelt entlasten, die Gemeinschaft unabhängiger von Energieimporten machen und den technologischen Fortschritt fördern. Um dies zu erreichen, hat bereits die EnEV 2014 Vorgaben sowie Methoden zur Berechnung der Energieeffizienz von Gebäuden bzw. Gebäudeteilen formuliert. Die EnEV 2016 setzt ab 1. Januar zwei verschärfte Energie-Standards in Kraft, die für alle Bauten gelten, deren Bauantrag oder Bauanzeige nach dem 1. Januar 2016 gestellt wird.

Diese Neuerungen gelten ab dem 1. Januar 2016

  • Der Primärenergiebedarf von Neubauten wird um 25 Prozent reduziert: Ein ab 2016 errichtetes Haus muss also 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als eines, das noch nach 2015 geltenden Mindeststandards gebaut wurde.
  • Die Anforderungen an die Mindestqualität der Gebäudehülle steigen: Der Wärmebedarf muss über die Dämmung um durchschnittlich 20 Prozent reduziert werden.

Diese Regelungen gelten bereits seit dem 1. Mai 2014

  • Hausbesitzer müssen Öl- und Gasheizungen, die vor dem Stichtag, dem 1. Januar 1985, eingebaut wurden, gegen moderne Heizsysteme austauschen. Für viele Altanlagen gibt es Ausnahmen.
  • Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, dürfen seit 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmeregeln betreffen Wohnhäuser, die von ihren Eigentümern seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt werden.
  • Verpflichtung der Bundesländer zu Stichprobenkontrollen der Energieausweise, der Einhaltung der EnEV-Neubauanforderungen und der Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen.
  • Modellgebäudeverfahren. Zusätzliches vereinfachtes Nachweisverfahren für Wohngebäude. Auch EnEV-easy genannt.
  • Die wichtigsten Änderungen zum Energieausweis sind: Neuskalierung mit Angabe von Energieeffizienzklassen im Bandtacho. Vorlagepflicht bei Vermietung und Verkauf bis hin zu Pflichtangaben zur Energieeffizienz bei Immobilienanzeigen.

Rat vom Experten

Die beiden neuesten EnEV-Novellen präzisieren, vereinfachen und verschärfen die Anforderungen an Neubau, Baubestand und Energieausweis. Die wichtigsten Änderungen haben wir auf den folgenden Seiten für Sie zusammengestellt und erläutert. Unabhängig davon sollten Sie sich bei der Planung und Durchführung Ihres Bauvorhabens von einem unabhängigen Energieberater oder einem Vaillant Fachpartner vor Ort beraten lassen. Nicht zuletzt auch, weil die Umsetzung der EnEV verstärkt mittels Stichproben kontrolliert wird.