Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz)

Bei Kraft-Wärme-Kopplung wird nur einmal Energie aufgewendet, um sowohl Strom als auch Wärme und Warmwasser zu erzeugen. Das macht die Anlagen so sparsam. Mit dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz fördert die Bundesregierung die Modernisierung und den Neubau von KWK-Anlagen.

Über ein Drittel Energieeinsparung möglich

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz. Wird beispielsweise Erdgas als Primärenergiequelle genutzt, kann mit der Kraft-Wärme-Kopplung Strom erzeugt und die dabei anfallende Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Daraus resultieren Brennstoffenergieeinsparungen von bis zu 32 Prozent im Vergleich zu der Stromerzeugung durch ein Kohlekraftwerk. Gleichzeitig können die CO₂-Emissionen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Um unter die Förderung zu fallen, muss die KWK-Anlage hocheffiziert sein. Das heißt sie muss Primärenergieeinsparungen von mehr als 10 Prozent im Vergleich zur getrennten Strom- und Wärmeerzeugung erbringen. Darüber hinaus darf die Dauerinbetriebnahme der KWK-Anlage erst nach dem 1. Januar 2009 erfolgt sein.

Arten der Förderung

Mit dem KWK-Gesetz sind Netzbetreiber verpflichtet, förderfähige KWK-Anlagen an ihr Netz anzuschließen und den erzeugten KWK-Strom unabhängig von der elektrischen Leistung abzunehmen und zu vergüten. Zu den geförderten Energiequellen gehören Biomasse, Steinkohle, Braunkohle, Abfall, Abwärme und gasförmige oder flüssige Brennstoffe. Der Besitzer der KWK-Anlage erhält vom Netzbetreiber sogar eine Zuschlagszahlung für den KWK-Strom, wenn er den KWK-Strom nicht in das Netz des Netzbetreibers einspeist, sondern selbst verbraucht. Die Förderung beträgt aktuell 4,0 Cent pro Kilowattstunde erzeugter elektrischer Arbeit.

Neben dieser Förderung erhält der Betreiber der Anlage noch die Einspeisevergütung für den Strom, den er nicht selber nutzt, sondern ins öffentliche Netz einspeist. Die Höhe der Einspeisevergütung berträgt 8,0 Cent/kWh.

Darüber hinaus fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das für die Ausführung des Gesetzes zuständig ist, KWK-Anlagen mit einem einmaligen Investitionszuschuss. So wird zum Beispiel das Vaillant mikro-KWK-System ecoPOWER 1.0 mit 1.900 EUR gefördert, sofern es mit einem mindestens 300 Liter großen Pufferspeicher betrieben wird. Die Vaillant mini-Blockheizkraftwerke ecoPOWER 3.0 und 4.7 bezuschusst das BAFA jeweils mit 2.500 EUR und 2.870 EUR. Dabei muss die Mindestgröße des Pufferspeichers 560 Liter beziehungsweise 861 Liter betragen. Das mini-Blockheizkraftwerk ecoPOWER 20.0 wird mit 3.500 EUR bezuschusst. Wichtig ist, dass der Antragsvorgang vor der Auftragsvergabe bei der BAFA bestätigt sein muss.

Zusätzlich beinhaltet das Gesetz Zuschläge für den Neu- und Ausbau von Wärme- und Kältenetzen sowie Wärme- und Kältespeichern. Die Voraussetzung für die Förderung von Wärme- und Kältespeichern ist eine Einrichtung der Speicher nach dem 19. Juli 2012, eine Kapazität von einem Kubikmeter Wasseräquivalenz oder mindestens 0,3 Kubikmeter pro Kilowatt der elektrischen Leistung der KWK-Anlage. Für Zuschläge und Stromvergütung müssen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gesonderte Anträge gestellt werden.