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Heizung kaufen

Hausbesitzer Thomas Münster: "Wir müssen etwas für die Umwelt tun. Deswegen wollten wir auch eine nachhaltige Heiztechnik. Umso schöner ist es, dass wir mit unserem Konzept jetzt auch noch energetisch unabhängig geworden sind."

Im ostwestfälischen Kreis Höxter hat sich Familie Münster gerade energetisch weitestgehend unabhängig gemacht – und das in einem fast 30 Jahre alten Zweifamilienhaus. Es gelang mit einer Kaskade aus zwei Wärmepumpen und großen PV-Anlage. Diese ausgefeilte Anlagenkombination nutzt jede Kilowattstunde Umweltenergie optimal aus.

Die innovations- und investitionsfreudige Familie Münster wollte beim Heizungstausch mehr als nur den Ersatz der alten Gasheizung. Ziel war vielmehr weitestgehende energetische Unabhängigkeit. Und die hat Familie Münster auch erreicht, mit einem bemerkenswert umfassenden Gesamtkonzept, bei dem eine Kaskade von zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen vom Typ aroTHERM plus (VWL 125/6A) im Mittelpunkt stehen. Entwickelt hat das Konzept Anlagenmechaniker-Meister Axel Schröder (Schuckmann & Schröder / regenerative Energien, Vlotho-Exter).

Im Ergebnis erreichen die Wärmepumpen Jahresarbeitszahlen zwischen 3.7 und 4.5, schätzt Axel Schröder: „Damit bestätigt sich einmal mehr, wie wichtig gerade beim Heizungstausch in Bestandsobjekten ein ganzheitlicher Planungsansatz durch uns Fachhandwerker ist, wenn wir zu einer nachhaltigen Wärmewende kommen wollen. Denn die Heiztechnikhersteller können nur für die effiziente Anlagentechnik sorgen; die Adaption auf das jeweilige Gebäude und seine spezifischen Eigenheiten müssen immer wir als Fachhandwerker schaffen!“

Allgemeine Informationen zum Haus und zur Heizungsanlage

Fakten zum Haus

Installierte Heiztechnik

Fakten zum Haus

  • Gebäudetyp: Zweifamilienhaus
  • Wohnfläche: 350 m²
  • Primärenergiebedarf: 134 kWh/m²a
  • Gebäudeheizlast: ~20 kW

Installierte Heiztechnik

  • Kaskade aus zwei Wärmepumpen vom Typ aroTHERM plus
  • Pufferpeicher allSTOR mit 800 Liter
  • Trinkwasserspeicher uniSTOR plus mit 400 Liter
  • PV-Anlage mit 28,5 kWp Leistung
  • 24 kWh-Batteriespeicher
  • Elektroheizgerät eloBLOCK

Der Hausentwurf

Hoher Strombedarf wird regenerativ gedeckt

Das 1995 gebaute Haus der Familie Münster hat eine Wohnfläche von 350 m² und beherbergt einen Vierpersonenhaushalt. Bei einer ersten Bestandsaufnahme fand Axel Schröder recht gute Voraussetzungen für eine Lösung mit Wärmepumpen: Der U-Wert der Gebäudehülle entsprach dem Baujahr, die Fenster mit Doppelverglasung ebenso, und das Dach war im Zusammenhang mit dem Ausbau des Spitzbodens ebenfalls recht gut gedämmt worden. Der jährliche Bedarf an Heizwärme liegt dennoch bei etwa 110 kWh/m²a, der jährliche Strombedarf bei 8.000 kWh inklusive rund 3.000 kWh für das Elektroauto. Dazu kamen noch 38.000 kWh Gas-Verbrauch – alles in allem eine echte Herausforderung für das ambitionierte Ziel „energetische Unabhängigkeit“, wie Eigentümer Thomas Münster einräumt: „Als Elektromeister war mir vor allem der hohe Strombedarf schon immer ein Dorn im Auge. Entsprechend stand die Befürchtung im Raum, dass wir mit der Umstellung von Gas auf eine elektrische Luft/Wasser-Wärmepumpe zwar vom fossilen Brennstoff wegkommen, uns dafür aber einen ökologisch und ökonomisch unvertretbar hohen Stromverbrauch einhandeln.“

Das Energiekonzept

Wärmepumpen versorgen Radiatoren mit Heizenergie

Die Lösung sah Thomas Münster darin, den kostenlosen Strom der Sonne komplett im eigenen Haus zu halten und gar nichts mehr aus dem öffentlichen Netz einzuspeisen. Deswegen entschieden sich Anlagenmechaniker-Meister Axel Schröder und Hausherr Thomas Münster für folgende Anlagenkombi: Eine Kaskade aus zwei Wärmepumpen vom Typ aroTHERM plus (VWL125/6A), je ein Puffer- und Trinkwasserspeicher mit insgesamt 1.200 Liter Inhalt als Speichersystem, eine PV-Anlage mit 28,5 kWp Leistung (!) sowie die elektrische Direktbeheizung der Speicher auf bis zu 90 °C mit einem eloBLOCK Elektro-Heizgerät. Dieses Gerät wird ausschließlich mit überschüssigem PV-Strom betrieben und zur thermischen Speicherung der Energie genutzt. Dazu kommt noch ein 24 kWh-Batteriespeicher.

Eine der beiden Wärmepumpen bedient vorrangig den Trinkwasserspeicher Typ uniSTOR plus mit 400 Liter Inhalt. Das sichert die komfortable Warmwasserversorgung. Ist dieser Speicher gefüllt, schaltet die Wärmepumpe auf den 800 Liter allSTOR Pufferspeicher um. Der wird ansonsten von der zweiten Wärmepumpe versorgt. Zusammen mit dem eloBLOCK Elektroheizgerät können so sehr hohe Speichertemperaturen erreicht werden. „Der Pufferspeicher wird also durch Nutzung des ,überschüssigen‘ PV-Stroms im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Energiespeicher, über den der Tagesbedarf an Wärmeleistung selbst im Winter problemlos abgedeckt ist“, so Axel Schröder.

Dafür hat der SHK-Fachmann im gesamten Haus die Wärmeverteilung verbessert. So wurden die 18 zweilagigen Radiatoren ausgetauscht gegen deutlich größere mit viel mehr Übertragungsfläche. Damit kann die Vorlauftemperatur von 70 °C auf jetzt 45 °C abgesenkt werden – bei minus 12 °C Normauslegungstemperatur!

Die Kosten-/Nutzenbetrachtung

Mit guter Planung rechnen sich Wärmepumpen auch im Bestand

Recht deutlich spricht sich Anlagenmechaniker-Meister Axel Schröder für den Einsatz von Wärmepumpen auch im Bestand aus: „45 °C Vorlauftemperatur sind zweifellos ambitioniert. Daran wird aber deutlich, wie viel Reserve in einem Wärmeverteilsystem steckt, wenn es optimal auf eine Wärmepumpenanlage als Energiequelle abgestimmt wird.“ Wichtig sei eben der ganzheitliche Planungsansatz durch den Fachhandwerker. Zudem stimmten die Rahmenbedingungen bei diesem ambitionierten Projekt auch durch die Investition des Hausbesitzerpaares mit einem hohen fünfstelligen Betrag. „Aber selbst diese Investition rechnet sich gerade in Anbetracht der momentanen Lage auf dem Energiemarkt in einem angemessenen Zeitraum“, kann Axel Schröder anhand konkreter Zahlen belegen.

Familie Münster wiederum freut sich über die Unabhängigkeit von Energieversorgern: „Über die jetzt getätigte Investition haben wir aus unserer Sicht unglaublich viel Kalkulationssicherheit für die Zukunft gewonnen. Zusätzlich leisten wir so jeden Tag einen kleinen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen. Es passt halt einfach ins Gesamtkonzept, wenn es so durchdacht und mit Reserven aufgesetzt ist“, so Thomas Münster zufrieden.

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