Zusammenspiel Wärmepumpe und PhotovoltaikSo halbiert Familie Schiedeck ihre Heizkosten langfristig.
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In den ehemaligen Braunkohlerevieren Sachsen-Anhalts zeigt sich die Energiewende nicht nur in großen Infrastrukturprojekten, sondern auch im Kleinen. Ein Beispiel dafür ist das Einfamilienhaus von Familie Teichmann: Hier ersetzt eine zweistufige Wärmepumpenlösung die bisherige Ölheizung.
Im Ortsteil Klobikau, nahe dem Geiseltalsee, setzt Familie Teichmann auf eine neue Wärmeversorgung. Wo früher Kohle die Region prägte, ersetzt heute eine moderne Wärmepumpenkaskade den alten Ölkessel. Zwei Wärmepumpen arbeiten je nach Bedarf einzeln oder gemeinsam und liefern so genau dann mehr Heizleistung, wenn sie benötigt wird – etwa an kalten Tagen oder bei hohem Warmwasserverbrauch. Das sorgt für mehr Effizienz, geringere Kosten und einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Unabhängigkeit
In der Heiztechnik bezeichnet man den Begriff "Kaskade", wenn mehrere Wärmeerzeuger entweder parallel oder hintereinander geschaltet werden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Heiztechniklexikon.
„Wir waren überrascht, wie schnell und problemlos der Heizungstausch funktioniert hat. Die Anlage arbeitet leise und sieht dabei noch gut aus.“Silvana TeichmannHausbesitzerin


Der Hausentwurf
Das Einfamilienhaus der ehemaligen Landwirte wurde 1984 gebaut und 2000 durch einen Anbau auf rund 200 m² Wohnfläche erweitert. Dabei wurden Dach, Fenster und Türen erneuert. Seitdem sorgt eine Fußbodenheizung auf beiden Etagen für gleichmäßige Wärme, ergänzt durch drei erhaltene Guss‑Radiatoren im Obergeschoss.
Zunächst wurde das Haus mit einer Kohle‑Schwerkraftanlage beheizt, später mit Öl. 2011 erfolgte die Erneuerung des Ölkessels. Doch die Anlage war störanfällig. „Als eine weitere Investition anstand, wollten wir eine moderne, zuverlässige und langfristig kostensparende Lösung.
Begleitet wurde der Umstieg von der Prillwitz Haustechnik GmbH aus Merseburg, einem vertrauten Familienbetrieb. Geschäftsführer und Heizungsbaumeister Benjamin Prillwitz erklärt: „Für dieses Haus war eine Luft/Wasser‑Wärmepumpe die effizienteste und wirtschaftlich sinnvollste Lösung – auch im Hinblick auf die geplante Photovoltaik‑Anlage. Ein Gasanschluss war nicht vorhanden.“


Das Energiekonzept
Bei der Planung zeigte sich schnell: Das Haus benötigt eine Lösung, die sowohl den Grundbedarf deckt als auch Spitzenlasten zuverlässig meistert. Daher fiel die Wahl auf eine zweistufige Wärmepumpenkaskade mit zwei Geräten vom Typ aroTHERM plus VWL 75/8.1 A mit jeweils 7kW Leistung. Eine Außeneinheit übernimmt den Heizbetrieb, die zweite zusätzlich die Warmwasserbereitung. So kann das System flexibel arbeiten: „Durch die modulare Steuerung arbeiten beide Geräte jederzeit optimal und effizient zusammen“, erläutert Vaillant Experte Björn Schlemmrich. Das sorgt für lange Laufzeiten, weniger Verschleiß und mehr Sicherheit, falls ein Gerät mal ausfallen sollte.
Die Warmwasserbereitung erfolgt über den 250‑Liter‑Speicher uniSTOR plus VIH RW 250/2 B, überschüssige Wärme wird in dem 200‑Liter‑Pufferspeicher VPS R 200/1 zwischengespeichert. Gesteuert wird die Anlage über den Systemregler sensoCOMFORT 720, der die Leistung automatisch an die Außentemperatur anpasst. Ein elektrischer Zusatzheizer unterstützt nur an sehr kalten Tagen.
Das Internetmodul VR 940f ermöglicht zudem eine einfache Einstellung, das Monitoring und den Servicezugriff über die myVAILLANT App. Auch die Aufstellung war unkompliziert: Die beiden Außengeräte konnten trotz Fensteröffnung nah an der Fassade platziert werden, ohne zusätzliche Erdarbeiten oder Platzverlust im Garten. Möglich macht das der besonders kleine Schutzbereich der aroTHERM plus. Die Installation war nach vier Arbeitstagen abgeschlossen.


Die Kosten-Nutzenbetrachtung
Mit der neuen Wärmepumpenkaskade und der geplanten Photovoltaik‑Anlage erwartet Familie Teichmann eine deutlich Entlastung bei den laufenden Kosten. „Wir rechnen mit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3,6. In dem Bestandshaus ohne Außendämmung können wir die bisherigen Heizkosten von rund 3.500 Euro mit der PV‑Anlage etwa halbieren“, erklärt Fachhandwerker Prillwitz.
Positiv wirkte sich auch die Förderung aus: Für den Heizungstausch gab es 55 % Zuschuss, insgesamt 16.000 Euro. „Das lief erstaunlich schnell und unkompliziert – eine Woche nach Einreichen der Abschlussrechnung war das Geld da“, berichtet Silvana Teichmann.
Auch mit dem Ergebnis sind die Hausbesitzer sehr zufrieden: Die Anlage arbeitet leise, sieht gut aus und der Austausch verlief problemlos. „Als Nächstes folgt die Photovoltaik‑Anlage – dann sind wir zukunftssicher und unabhängiger aufgestellt.“

