3-D-Druck
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Dreidimensional denken lernen

 

Handyteile, Turnschuhe, Raketenturbinen, komplette Häuser: Das alles kommt mittlerweile aus dem 3-D-Drucker. Das Verfahren ist nicht neu. Aber die Möglichkeiten, welche die Technik bietet, steigen täglich. Auch beim Bau von Prototypen im neuen 3-D-Druckcenter der Vaillant Group.

Thomas Brinkbäumer und Arnd Beitzer sind Kollegen bei Vaillant. Der eine arbeitet im Prototypenbau. Der andere ist Entwickler. Beide verbindet eine Begeisterung für den 3-D-Druck. Nicht nur die technische Seite daran, die Zeit- und Geldersparnis. Sondern vor allem die neue Freiheit, das Denken außerhalb von Grenzen.

„Mit dem 3-D-Druck lassen sich Gegenstände und Geometrien erzeugen, die mit gewöhnlichen Werkzeugen nicht herstellbar sind“, erläutert Brinkbäumer. Das sind zum Beispiel Kurven in festen Körpern oder Strukturen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Bauteile können auch ineinander konstruiert werden. Die Einschränkungen klassischer industrieller Fertigungsverfahren fallen beim 3-D-Druck weg.

Anfangs waren die Konstrukteure zurückhaltend in der Nutzung. Auch weil der 3-D-Druck teuer war; die Materialauswahl eingeschränkt. Das hat sich inzwischen geändert. Die Hardware-Ausstattung des Vaillant 3-D-Druckcenters ist umfangreich. Es kommen unterschiedliche Druckverfahren zur Anwendung. Es kann mehr gedruckt werden und schneller. Außer Kunststoff verarbeiten die Drucker auch Kunstharze, Keramik und sogar Metalle. Das Ergebnis: Voll funktionsfähige Wärmetauscher, Türen von Brennerkammern, Ventile – all das kommt bereits aus den 3-D-Druckern.

„Alles lässt sich herstellen“, erklärt Beitzer. Die Konstrukteure sind frei. Sie müssen nicht mehr überlegen, ob man das Bauteil herstellen kann. Die entscheidende Frage ist vielmehr: Was setzt die Funktion am besten um? Die Ingenieure dürfen das Optimum ausgehen. „Damit ändert sich der Prozess, das Denken.“

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