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Workation bei Vaillant: Bye Remscheid, hallo neue Nähe

 

Was passiert, wenn Kollegen ihr Tagesgeschäft für ein paar Tage an den Gardasee, den Thunersee oder die belgische Küste verlegen? Sechs Mitarbeiterinnen aus dem Vaillant Marketing haben es ausprobiert. Ihre Erfahrungen zeigen: Workation ist mehr als ein inspirierender Tapetenwechsel. Sie kann den fachlichen Austausch erleichtern, enger zusammenschweißen und sogar neue persönliche Verbindungen über Standorte hinweg schaffen.

Ein großer Esstisch, zwei Laptops, zwei zusätzliche Bildschirme und vor der Tür Berge und der Gardasee: Für Sabrina und Alina wurde ihre Ferienwohnung mit Aussicht für einige Tage zum gemeinsamen Büro. Fast zur gleichen Zeit arbeiteten Michelle, Jacky und Sibel rund 1.100 Kilometer weiter nordwestlich in Oostende unter Hochdruck am Relaunch von vaillant.de. Lorena nahm ihren Laptop vergangenen Sommer für eine Woche mit an den Thunersee, wo sie bei einer Freundin zu Gast war. Einen Ausflug nach Zürich nutzte sie, um erstmals persönlich eine Kollegin aus dem Schweizer Vaillant Marketingteam zu treffen.

Im Arbeitsalltag treffen sich die sechs Marketing-Expertinnen in der Regel dienstags und donnerstags im Büro in Remscheid. . Workation führt dieses hybride Modell weiter: Wer ortsunabhängig arbeiten kann, verlegt seinen Arbeitsplatz für eine begrenzte Zeit ins Ausland – und genießt in seiner Freizeit die Vorzüge des Ortes, den er sich dafür ausgesucht hat. Ein Angebot, das gerade für jüngere Arbeitnehmende zu einer echten Green Flag bei der Jobsuche geworden ist.

Zeitgemäße Arbeitskultur im Remscheider Familienunternehmen mit Tradition

Vaillant ist ein Familienunternehmen mit mehr als 150-jähriger Geschichte. Seit Johann Vaillant es 1874 in Remscheid gründete, hat es sich kontinuierlich weiterentwickelt – vom lokalen Unternehmen mit Erfindergeist zum weltweit vertretenen Marktführer im Bereich Heizung. Diese Innovationskraft zeigt sich heute nicht nur in moderner Heiztechnik und digitalen Services, sondern auch darin, wie die Teams zusammenarbeiten: vertrauensvoll, räumlich flexibel und zugleich persönlich verbunden.

Dass Vaillant damit einen Nerv trifft, zeigt die PwC-Studie „Workation zwischen Wunsch und Wirklichkeit 2024“. Unter den Befragten, deren Tätigkeit grundsätzlich mobiles Arbeiten zulässt, bezeichneten 57 Prozent ein Workation-Angebot als wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. 30 Prozent würden ein Stellenangebot sogar ablehnen, wenn der Arbeitgeber keine Workation ermöglicht; bei den 18- bis 29-Jährigen steigt dieser Wert auf 45 Prozent.

Die Erfahrungen derjenigen, die Workation bereits genutzt haben, fallen häufig positiv aus: In der Untersuchung „Workation: Trend oder die Zukunft unserer Arbeitswelt?“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO berichteten 65 Prozent von höherer Motivation und 71 Prozent von höherer Arbeitszufriedenheit.

Ergebnisse, von denen mittelbar auch Vaillant profitieren kann. Hier können Mitarbeitende mit homeofficefähiger Tätigkeit grundsätzlich bis zu 30 Tage im Jahr aus dem europäischen Ausland arbeiten. Neben den EU-Staaten sind die Schweiz und unter bestimmten Voraussetzungen auch das Vereinigte Königreich möglich. Wie Sabrina, Alina, Michelle, Jacky, Sibel und Lorena diese Möglichkeit genutzt und erlebt haben, erzählen sie selbst.

Gardasee: Gemeinsam arbeiten und einander anders kennenlernen

Sabrina und Alina arbeiten im Tagesgeschäft eng zusammen und teilen sich sogar ein Büro. Weil sie sich auch persönlich gut verstehen, wollten sie die Workation-Möglichkeit gemeinsam ausprobieren. Ende April 2025 verbrachten sie sieben Tage am Gardasee. Da sie mit dem Auto anreisten, konnten sie neben ihren Laptops auch zusätzliche Bildschirme und ihre gewohnte Arbeitsausstattung mitnehmen.

„Bei der Technik sind wir schon ein bisschen picky“, erzählt Alina augenzwinkernd. „Wir wollten auch vor Ort so arbeiten können, wie wir es gewohnt sind.“ Gerade während der laufenden Produktmarkteinführung zahlte sich das aus: Die beiden arbeiteten intensiv zusammen und klärten Fragen direkt über den Tisch hinweg. Meist starteten sie gegen sieben Uhr. „Alina hat mich nachmittags immer wieder motiviert, wirklich Feierabend zu machen“, sagt Sabrina. „Deshalb haben wir gefühlt jeden Tag noch etwas richtig Cooles unternommen.“

Dabei half auch die schöne Unterkunft mit Terrasse und tollem Blick auf Berge und Gardasee. „Die Aussicht hat uns immer wieder daran erinnert, dass wir gerade an einem besonderen Ort sind“, sagt Sabrina. „Abgesehen davon hat uns die gemeinsame Zeit noch enger zusammengebracht. Wir haben einander noch einmal anders kennengelernt – mit unseren Macken und auch positiven Eigenschaften, die im normalen Arbeitsalltag weniger sichtbar werden.“

 

Gleichzeitig wollten beide beweisen, dass sie in Italien genauso engagiert arbeiteten wie in Remscheid. „Wir wollten auf keinen Fall, dass jemand denkt, wir würden die Möglichkeit ausnutzen“, erzählt Sabrina. Umso willkommener war die Reaktion ihres Vorgesetzten: In einem Anruf ermunterte er die beiden, nach getaner Arbeit die Umgebung zu genießen und zu entspannen. „Das hat uns gezeigt, dass Workation bei Vaillant nicht nur auf dem Papier möglich ist, sondern wirklich gelebt wird“, resümiert Alina.

Belgien: Kurze Wege beim Relaunch von vaillant.de

Michelle, Jacky und Sibel reisten im Mai 2025 für eine Woche nach Oostende. „Wir verstanden uns schon vorher gut – persönlich und bei der Arbeit“, sagt Michelle. „Also haben wir gesagt: Komm, wir fahren eine Woche nach Belgien und arbeiten von dort.“ So entstand in der gemeinsam gemieteten Ferienwohnung am Strand eine kleine Workation-WG.

Tagsüber arbeiteten die drei intensiv am Relaunch von vaillant.de. „Wir konnten Fragen direkt klären, statt erst einen Termin einzustellen oder Nachrichten hin- und herzuschicken“, berichtet Michelle. „Gerade weil wir viel am gleichen Projekt gearbeitet haben, hat das richtig gut gepasst.“

 

Die Woche zeigte allerdings auch, was eine gemeinsame Workation braucht. Wenn alle drei zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Videokonferenzen teilnahmen, fehlten trotz Headsets Rückzugsmöglichkeiten. Zudem fiel die Reise in eine besonders arbeitsintensive Phase, sodass die drei teilweise von sieben Uhr morgens bis 16 oder 17 Uhr am Rechner saßen. „Wir haben in Belgien sehr viel gearbeitet, sodass der Freizeitteil etwas zu kurz kam“, sagt Michelle. Die Erfahrung war dennoch so positiv, dass Michelle und Jacky gut ein Jahr später erneut gemeinsam auf Workation gingen – diesmal nach Spanien, mit mehr Sonne und weniger kurzfristigen Deadlines im Kalender.

Schweiz: Aus digitalem Austausch wird eine persönliche Begegnung

Anlass für Lorenas Workation war eine Freundin, die sie im Stadion von Borussia Dortmund kennengelernt hatte und die inzwischen in der Schweiz lebt. Nach mehreren Einladungen packte Lorena im Juli 2025 ihren Koffer und nahm ihren Laptop für eine Woche mit nach Leissigen am Thunersee.

„Für mich funktioniert Workation vor allem dann, wenn ich bei Freunden unterkommen kann oder mit mehreren unterwegs bin“, sagt sie offen. „Wenn ich eine Ferienwohnung komplett selbst finanzieren müsste, würde ich meine Zeit im Ausland ganz frei gestalten. Aber so konnte ich meine Freundin länger besuchen, ohne dafür eine ganze Woche Urlaub nehmen zu müssen.“

Tagsüber arbeitete Lorena am Esstisch, nach Feierabend ging sie wandern oder im Thunersee schwimmen. Und auch der Fußball spielte eine Rolle: In der Schweiz fand gerade die Frauenfußball-Europameisterschaft statt. Gemeinsam mit ihrer Freundin besuchte Lorena Spiele der niederländischen Nationalmannschaft in Zürich und Luzern sowie einige Trainingseinheiten. Die Niederländerinnen waren zufällig in dem Hotel untergebracht, in dem ihre Freundin arbeitet.

 

Außerdem ergab sich in Zürich ein besonderer Vaillant Moment: Am Stadion traf Lorena erstmals persönlich eine Kollegin aus dem Schweizer Marketing, die sie bis dahin nur aus dem monatlichen DACH-Austausch kannte. Dort sprechen Mitarbeitende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über aktuelle Marketingprojekte und Erfahrungen aus ihren Märkten. „Als ich wusste, dass ich in Zürich sein würde, habe ich ihr einfach geschrieben“, erzählt Lorena. „Wir sehen uns regelmäßig digital. Sich dann einmal persönlich zu treffen, war einfach schön.“ So wurde aus einem vertrauten Gesicht eine persönliche Verbindung über Länder- und Marktgrenzen hinweg.

Was eine gute Workation braucht

Workation ist mehr als Urlaub mit gelegentlichem Blick ins E-Mail-Postfach: Die regulären Aufgaben reisen mit und werden innerhalb der bei Vaillant geltenden flexiblen Arbeitszeiten erledigt. Damit das auch im Ausland zuverlässig und rechtssicher funktioniert, gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Tätigkeit muss grundsätzlich mobil ausführbar und die Probezeit abgeschlossen sein
  • Der Antrag „Mobiles Arbeiten im Ausland“ muss mindestens zwei Wochen vor Beginn an HR und die Führungskraft geschickt und genehmigt werden
  • Erforderlich sind eine A1-Bescheinigung als Nachweis über die weiter geltende deutsche Sozialversicherung und der Nachweis einer privaten Auslandskrankenversicherung
  • Eine stabile Internetverbindung und eine geeignete technische Ausstattung sind Pflicht
  • Datenschutzrechtliche und sicherheitsrelevante Vorgaben müssen auch am ausländischen Arbeitsort eingehalten werden

Reise, Unterkunft und Aufenthalt organisieren und bezahlen die Mitarbeitenden selbst, denn eine Workation ist keine Dienstreise. Sie kann mit regulärem Urlaub verknüpft werden. Bei den maximal 30 Tagen pro Jahr zählen Wochenenden mit, sobald sich der Auslandsaufenthalt über Samstage und Sonntage erstreckt.

Die Erfahrungen der Kolleginnen ergänzen diese formalen Regeln um praktische Learnings: Der Reisezeitpunkt sollte zur aktuellen Arbeitsbelastung passen. Die Unterkunft braucht ausreichend Platz – bei mehreren Reisenden möglichst auch Rückzugsmöglichkeiten für parallele Meetings. Und der Feierabend sollte idealerweise nicht nur im Kalender stehen, sondern tatsächlich stattfinden.

Anderer Ort, stärkeres Miteinander

Was bleibt, sind nicht nur schöne Bilder vom Gardasee, von der belgischen Küste oder vom Thunersee. Die Kolleginnen kehrten auch mit einem besseren Verständnis füreinander und neuen gemeinsamen Erfahrungen zurück. Vaillant schafft dafür einen klaren Rahmen – und vertraut den Mitarbeitenden, ihn eigenverantwortlich zu nutzen. So zeigt sich moderne Arbeitskultur in einem Familienunternehmen mit mehr als 150 Jahren Geschichte: flexibel beim Arbeitsort, verlässlich in der Zusammenarbeit und persönlich im Miteinander.

Habt Ihr schon einmal eine Workation gemacht?

Würdet Ihr lieber gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen verreisen, Freunde im Ausland besuchen oder allein den Arbeitsplatz wechseln? Und was müsste gegeben sein, damit die Workation für Euch funktioniert? Teilt Eure Erfahrungen und Gedanken gerne in den Kommentaren!

Die Zahl zeigt Größe und zahlt auf die Arbeitgebermarke ein. Da wir ja ausdrücklich sagen, dass „die Tätigkeit Homeoffice zulassen“ muss, sind wir inhaltlich auf der sicheren Seite. Daher würde ich empfehlen, die Zahl drin zu lassen. Aber du entscheidest! 🤗

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