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Nachhaltige Weihnachtsbäume: Grüner in die Feiertage

 

Gekauft, geschmückt, entsorgt – jedes Jahr landet der Weihnachtsbaum, unter dem kurz zuvor noch die Geschenke liebevoll drapiert waren, auf der Straße. Ob Öko-Weihnachtsbaum oder Miet-Service: Wir zeigen euch, wie ihr die Tannenbaum-Tradition nachhaltiger gestalten könnt.

Wie nachhaltig ist ein Weihnachtsbaum?

O Tannenbaum! So schön sie zum Fest auch in unseren Wohnzimmern strahlen – der Anbau von konventionellen Weihnachtsbäumen ist alles andere als nachhaltig. Auf Tannenbaum-Plantagen werden die Christbäume als Monokulturen angebaut; jede Menge Pestizide und Herbizide kommen zum Einsatz, damit weder Unkraut noch Schädlinge den Tannen zu Leibe rücken. Auch die weiten Transportwege zwischen Anbaugebiet, Markt und Käufer belastet die Umwelt. Zu guter Letzt landen die meisten Weihnachtsbäume nach wenigen Wochen auf dem Müll.

Trotzdem gehört für viele Menschen die leuchtende Nordmanntanne einfach zum Fest dazu. Zum Glück gibt es mittlerweile Ansätze, die nachhaltige Weihnachten  mit geschmücktem Baum ohne schlechtes Gewissen möglich machen.

Weihnachtsbäume mieten

Wer sein Bäumchen nicht entsorgen möchte, kann sich für Tannenbaum-Leasing entscheiden. Der Paderbäumchen-Miet-Service beispielsweise liefert pünktlich zum 24. Dezember Weihnachtsbäume und holt sie nach dem Fest wieder ab. Und so funktioniert’s: Die Bäume werden in Töpfen gezüchtet, sodass sich die Wurzeln entsprechend entwickeln können und über das Jahr in der Kultur schonend wachsen. Allerdings: Lebende Weihnachtsbäume sind pflegebedürftig und benötigen ausreichend Wasser.

Die Preise und Bestelldeadlines des Paderbäumchen-Miet-Services richten sich nach Baumgröße und Lieferregion. Die CO2-Belastung, die mit einem (weiten) Transportweg verbunden ist, wirkt sich in puncto Nachhaltigkeit leider negativ aus. Wer sich also auch in Flensburg, Schwerin oder Brandenburg einen nachhaltigen Tannenbaum wünscht, sollte ähnliche, lokale Angebote recherchieren – oder die folgenden Tipps beachten.

Nachhaltige Bio-Weihnachtsbäume: Fair und regional

Auch für Weihnachtsbäume gibt es inzwischen verschiedene Zertifizierungen, die bei der Wahl einer nachhaltigen Tanne helfen können. Öko-Weihnachtsbäume beispielsweise wurden in Mischkulturen ohne Herbizide großgezogen. Beim Kauf eines fairen Weihnachtsbaums werden nicht nur ein umweltschonender und schadstoffarmer Anbau, sondern auch faire Arbeitsbedingungen und Unterstützung der örtlichen Gemeinden zugesichert.

Ein weiterer Nachhaltigkeits-Tipp: eine regionale Baumart wie Fichte, Kiefer oder Tanne auswählen. Häufig gibt es auch Angebote von Weihnachtsbaumverkäufern, die Bäume selbst zu schlagen. Wer lieber nicht das Abenteuer im Wald sucht, kann sein Bäumchen im Topf selbst ziehen. Oder einfach einen Weihnachtsbaum aus nachhaltigen Materialien basteln – der darf dann nach den Feiertagen bis zu seinem nächsten Einsatz warten. Erste Inspirationen und Bastelideen findet ihr hier.

Weihnachtsbaum aus Plastik – ist das nachhaltig?

In Asien sind sie weit verbreitet, und auch hier erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit: Weihnachtsbäume aus Plastik. Das klingt erst einmal wenig umweltfreundlich. Zudem reicht die Optik von täuschend echt bis enttäuschend künstlich. Der Gedanke dahinter: Man unterstützt nicht den konventionellen Weihnachtsbaum-Anbau, das Bäumchen landet nach den Feiertagen nicht auf dem Müll sondern im Schrank, und man kann es jedes Jahr aufs Neue benutzen. Soweit, so gut. Um sich in der Ökobilanz positiv bemerkbar zu machen, muss ein Plastikweihnachtsbaum allerdings viele Jahre wiederverwendet werden. Und selbst dann bleibt von dem recycelten Bäumchen Plastikmüll übrig.

Nachhaltiger Weihnachtsbaum-Schmuck

Will man seine Weihnachten nachhaltiger gestalten, so sollte nicht nur der Baum selbst, sondern auch der Schmuck bedacht werden. Weihnachtskugeln aus Plastik sind nicht empfehlenswert, Lametta aus Aluminium ebenfalls problematisch. Die gute Nachricht: Nachhaltigen Weihnachtsbaumschmuck könnt ihr ganz leicht selbst machen. Vom Strohstern über Plätzchen zum Aufhängen bis zu selbstgebastelten Kugeln – der Kreativität sind beim Schmücken keine Grenzen gesetzt.

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