Obst- & Gemüsesäckchen
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Schick & nützlich: Obst- & Gemüsesäckchen zum Selbernähen

 

Ein paar Pilze hier, ein Pfund Tomaten da und dazu ein halbes Dutzend Äpfel. Schon landen drei Plastiktüten im mitgebrachten Einkaufskorb. Ärgerlich, wenn man versucht, Tütenmüll beim Einkauf zu vermeiden. Die Lösung: selbstgenähte Obst- und Gemüsesäckchen. Kinderleicht und schnell gemacht, selbst für blutige Nähanfänger!

Die klassische Plastiktüte sieht man im deutschen Supermarkt kaum noch. Viele Menschen bringen Körbe und Taschen mit, um ihre Lebensmittel zu verstauen. Leider ist die Obst- und Gemüseabteilung noch keine plastikfreie Zone. Um lose Lebensmittel abzuwiegen, bedienen sich viele Einkäufer doch der hier immer noch angebotenen kostenlosen Tütchen. Größeres Obst wie Bananen, Nektarinen oder Birnen kann man noch recht gut zusammen auf die Waage und dann lose in den Einkaufswagen legen, bei kleineren und empfindlicheren Sorten klappt das nicht so gut. Papiertüten sind eine Alternative, aber auch wenn Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, so produziert man doch wieder Müll.

Am besten ist es, auch für Obst und Gemüse eigene Beutel mitzubringen. Die sind ruckzuck genäht, auch wenn man nicht zu den Profis an der Nähmaschine gehört.

Das richtige Material für Obst- und Gemüsebeutel

Wiederverwendbare Obst- und Gemüsesäckchen müssen möglichst reißfest sein. Schließlich kann je nach Menge und Größe der Lebensmittel ein ordentliches Gewicht zusammenkommen. Gleichzeitig sollten die Säckchen aber möglichst wenig wiegen, damit man sie ohne horrende Zusatzkosten mit auf die Waage legen kann. Alternativ kann man Obst und Gemüse natürlich auch ohne Säckchen abwiegen und dann erst in den mitgebrachten Beutel füllen. Dies ist lediglich ein wenig umständlicher, als sie direkt aus dem Regal im Beutel zur Waage zu bringen.

Ideal ist daher feinmaschiger Tüll. Auch Netzstoffe (Mesh) sind gut geeignet. Wer möchte, kann daraus ein Upcycling Projekt machen und engmaschige, dünne Vorhänge oder alte Spitzendeckchen verwenden.

Wie groß muss ein Obst- und Gemüsebeutel sein?

Welche Größe der Beutel haben soll, ist abhängig vom eigenen Bedarf. Wer eher Ingwer, Nüsse oder Beeren in geringen Mengen kauft, braucht kleine Beutelchen, etwa 15 x 20 cm groß. Äpfel- und Birnenliebhaber setzen besser auf größere Maße, zum Beispiel 25 x 40 cm oder sogar 30 x 50 cm.

Tipp: Am besten näht man sich zu Beginn drei bis vier Beutel in verschiedenen Größen. Dann stellt sich im Alltag schnell heraus, welche Größe am häufigsten zum Einsatz kommt.

Einfache Nähanleitung für Einsteiger

Für unsere Nähanleitung benötigt man ein Stück Mesh-Stoff und zwei Stücke Baumwollstoff:

Schritt 1:
Zuerst schneidet man den Baumwollstoff als Rechteck aus und zwar mit einer Breite von 4 cm und einer Länge von 20 cm.

Schritt 1

Schritt 2:
Nun schneiden wir auch den Mesh-Stoff zu. Dafür schlagen wir den Mesh-Stoff in der Mitte ein. Der Bruch wird auf 20 cm Breite gekürzt, die Seitenlänge beträgt 25 cm. Insgesamt erhält man also ein langes Stück mit den Maßen 50 cm x 20 cm.

Schritt 2

Schritt 3:
Nun geht es an den Baumwollstoff: Die beiden kurzen Seiten zweimal um einen halben Zentimeter einschlagen und mit einem geraden Stich abnähen. Das geschieht mit beiden Stoffstücken. Danach haben sie noch eine Größe von jeweils 4 cm x 18 cm.

Schritt 3

Schritt 4:
Den Baumwollstoff der Länge nach falten, so dass er eine Größe von 2 cm x 18 cm erhält. Den Bruch gut bügeln. Mit dem zweiten Baumwollstoff wiederholen.

Schritt 4

Schritt 5:
Den Mesh-Stoff im Bruch links auf links legen und gradlinig abnähen. Dabei an der Seite jeweils 0,5 cm Nahtzugabe lassen. Der Mesh-Stoff ist danach bereits ein Säckchen mit einer Größe von 25 cm x 19 cm.

Schritt 5

Schritt 6:
Mesh-Säckchen wenden. Hat der Stoff ein Motiv, so liegt dieses nun innen – so ist es genau richtig.

Schritt 7:
Den Mesh-Stoff erneut gradlinig abnähen. Auch hier wieder 0,5 cm Nahtzugabe lassen. Diese zweite Naht macht das Säckchen stabiler, es soll später ja ein paar Kilo aushalten. Das Mesh-Säckchen hat nun eine Größe von 25 cm x 18 cm.

Schritt 7

Tipp: Wer möchte, kann an dieser Stelle noch ein Etikett einnähen: Bevor man die Seitennaht vernäht, einen Rest des Baumwollstoffes zwischen die beiden Stofflagen legen und zwar so, dass es nach innen zeigt.

Schritt 8:
Säckchen wenden. Das Motiv ist nun wieder außen. Das Etikett zeigt nun ebenfalls nach außen, sofern eines eingenäht wurde. Darauf notiert man das Eigengewicht des Beutels, damit es an der Kasse später abgezogen werden kann.

Schritt 9:
Eines der vorbereiteten Baumwollstücke rechts auf rechts auf die vordere Öffnung des Mesh-Beutels legen, das zweite Baumwollstück auf die hintere Öffnung.

Schritt 9

Schritt 10:
Den gesamten Beutel einmal an der oberen Öffnung rundherum gradlinig vernähen, sodass der Baumwollstoff mit dem Mesh-Stoff verbunden ist. Dadurch entsteht ein Tunnelzug. Hier kann mithilfe einer großen Sicherheitsnadel ein Band oder eine Kordel durchgezogen werden. Damit lässt sich der Beutel fest verschließen.

Schritt 10

Die Klebeetiketten von der Waage halten auf den meisten Säckchen übrigens recht gut und lassen sich schnell und einfach wieder ablösen.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Nähen. Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, wie es geklappt hat. Würdet ihr gerne mehr solcher DIY-Anleitungen lesen? Dann schreibt uns auch das in die Kommentare! Wir haben noch einige Ideen für euch in petto.

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