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Tag der Komplimente: Gut, dass es Euch gibt!

 

Heute und auch in Zukunft werden wir uns ökologischen und sozialen Problemen stellen müssen. Umso wichtiger, dass es Menschen und Organisationen gibt, die sich schon heute diesen großen Herausforderungen annehmen. Zum heutigen Tag der Komplimente stellen wir als 21 grad Redaktion Personen, Initiativen und Projekte vor, die uns aufgrund ihres außergewöhnlichen Engagements oder ihrer cleveren Herangehensweise, besonders beeindruckt haben.

Das grüne soziale Netzwerk, das jeden belohnt – Dominik

Quelle: greenapes.com

Belohne andere Menschen für Ihr nachhaltiges Engagement und erhalte von ihnen Anerkennung für Deine eigenen Umweltbemühungen. Das ist die Idee der greenApes. Und so funktioniert’s: Lade Dir die greenApes App herunter und poste, was Du im Alltag für das Thema Umweltschutz tust. Du nimmst zum Beispiel das Rad statt dem Auto oder kaufst verpackungsfrei ein? Du verzichtest auf Einmalbecher oder achtest auf Fair Trade? Prima! Dann zeig es der greenApes Community. Statt mit „Likes“ belohnt Dich die Community mit sogenannten „BankoNUTS“. Je mehr Menschen Du mit Deinen Ideen inspirierst, desto mehr BankoNUTS landen auf Deinem Konto. Gleichzeitig kannst Du BankoNUTS an andere Menschen für ihre Bemühungen verteilen. Gesammelte BankoNUTS können bei nachhaltigen Partnerunternehmen eingelöst werden. Die clevere Idee, andere Menschen für ihren Umweltschutz belohnen zu können und gleichzeitig Anerkennung für eigenes Engagement zu erhalten, hat mein Kompliment verdient.

Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder in Uganda – Marcus

OCAOF Weiterbildungszentrum in Kitamba inkl. der High School vorne rechts und div. Gebäuden des Berufsbildungsinstituts.

Schon lange wollte ich meinen Töchtern eine Kinderpatenschaft zu Weihnachten schenken. Durchaus mit dem Ziel, eine Brieffreundschaft aufzubauen und das Kind später zu besuchen. Mir ist dabei wichtig, etwas für Kinder aus einem Entwicklungsland tun zu können. Denn trotz aller wichtigen Diskussionen um die Schere zwischen arm und reich sollten wir nicht vergessen, dass wir sehr privilegiert leben. Dieses Glück haben leider nicht alle Menschen auf dieser Welt. Das möchte ich meinen Kindern vermitteln.

Gäste der Einweihungsfeier verlassen das Weiterbildungszentrum in Kitamba. Hinten rechts die Lehrwerkstätten / Schulungsräume für Elektriker und Mechaniker.

Im Herbst half mir ein guter Bekannter bezüglich der Patenschaft endlich auf die Sprünge: Andrew unterstützt den Verein Our children and our future e.V. (OCAOF) schon seit langem und war mehrfach bei Projekten in Uganda vor Ort. Er erzählte mir mit leuchtenden Augen von den Fortschritten, die dort seit Gründung des Vereins vor fast 15 Jahren erzielt wurden: Mit dem Geld aus den Patenschaften können Waisenkinder zur Schule gehen, werden ausgebildet und lernen, sich selbst und die Gemeinschaft zu versorgen. Die notwendige Infrastruktur – z.B. Energie- und Wasserversorgung – wird von den Menschen eigenhändig geschaffen und kontinuierlich weiterentwickelt.

Hilfe zur Selbsthilfe, eine tolle Geschichte – finden meine beiden Töchter auch. Ihre Augen haben bei dem Geschenk mit dem Weihnachtsbaum um die Wette gestrahlt. Und der erste Brief ist bereits unterwegs.

Biokisten: Einfach, praktisch und sooo lecker – Daniela

Mein Kompliment geht an alle Landwirte dieser Nation, die sich an der Idee „Biokiste“ beteiligen. Je nach Region kennt ihr sie vielleicht auch unter der Bezeichnung Öko- oder grüne Kiste.

Denn was gibt es Praktischeres, Nachhaltigeres und vor allem Leckereres, als eine Kiste voll mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse direkt vor die eigene Tür geliefert zu bekommen? Bei vielen Anbietern kann man sich die gewünschten Lebensmittel selber zusammenstellen oder man greift auf „fertige“ Kisten zurück. Hier gibt es oft spezielle Angebote, zum Beispiel für Veganer, Schwangere oder direkt für die ganze Bürogemeinschaft. Auf diese Weise landen manchmal auch die eher unbekannteren Gemüsearten in der Küche – und sorgen für so manche Überraschung auf dem Teller. Ein weiteres Plus: Das gelieferte Obst und Gemüse ist nicht wie im Supermarkt zusätzlich in Folie oder kleine Tüten verpackt. Und die Biokiste des Landwirts meines Vertrauens wird tatsächlich mit dem Elektroauto geliefert. Gutes kann so einfach sein, Danke!

Wie Ihr Eure Lieblingskiste findet? Entweder direkt beim bekannten Biohof um die Ecke vorbeischauen und nachfragen oder bei einer der folgenden Seiten prüfen, welcher Biohof in Eurer Nähe Biokisten liefert:

oekokiste.de http://www.oekokiste.de/

biokisten.org https://biokisten.org/biokisten-lieferservice/

bringmirbio.de https://bringmirbio.de/startseite

biodirekt.de http://www.biodirekt.de/

Ein Promi, der nicht nur über High Society spricht – Vanessa

“Titanic”, „Django Unchained“, „The Wolf of Wall Street“ – die Filme mit Leonardo DiCaprio sind meiner Meinung nach echte Meisterwerke. Aber nicht nur als Schauspieler ist er fabelhaft. Privat engagiert sich DiCaprio für den Klima- und Artenschutz. Seit 2008 hat Leonardo DiCaprio mit seiner Stiftung mehrere Zehnmillionen Dollar an verschiedene Projekte gespendet. Bei der Dankesrede für seinen ersten Oscar nutze er sogar die Gelegenheit und sprach von der Wichtigkeit, den Klimawandel ernst zu nehmen – mit dem Appell an die Zuschauer: „Wir müssen weltweit Anführer stärken, die nicht für die großen Weltverschmutzer sprechen, sondern für die gesamte Menschheit, für indigene Völker, für die Milliarden und Abermilliarden unterprivilegierter Menschen, die der Klimawandel am schlimmsten trifft.“ Ein großes Kompliment also an Leodardo DiCaprio – ein echtes Vorbild, von dessen Einsatz für seine Herzensangelegenheit man sich eine Scheibe abschneiden kann.

Upcycling in Perfektion – Corinna

Klar, Upcycling ist nichts Neues. Die Idee gibt es schon so lange wie es arme Menschen gibt, die aus der Not eine Tugend machen und den Müll von anderen weiterverwerten. Und trotzdem möchte ich Annekathrin Metzler und ihrem Mann Frank aus Düsseldorf-Flingern für ihr Upcycling-Atelier PLUP ein Kompliment machen. Alte Feuerwehrschläuche, abgehalfterte Fallschirmseide, ausrangierte Herrenhemden, leere Getränkedosen – es gibt nichts, was die beiden nicht in todschicke Kleidungsstücke und Accessoires umgewandelt bekämen. Als leidenschaftliche Mülltrennerin, passionierte DIY-Mutti und Taschen-Junkie sprechen sie mir mit ihrer Idee aus dem Herzen. Mich stört es ungemein, dass in der heutigen Welt Konsum und Wegwerfen so dicht beieinander liegen. Das passiert bei den Metzlers nicht: „Nicht wegwerfen und jedem Trend hinterher jagen“, lautet ihre Devise. Vielmehr ermutigen sie zum eigenen Stil, der die Jahre überdauert. Binnen fünf Jahren haben sie sich sogar ein dichtes Netzwerk an lokalen Lieferanten aufgebaut. Man muss sich keine Gedanken machen, welche Umweltsünden bei der Herstellung des Kleidungsstücks begangen würde. Das Schönste finde ich: Die Metzlers stecken offenbar an. Was im Jahr 2012 als kleine Idee begann, hat sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell entwickelt. Der nächste große Plan steht bereits: ein ganzes Upcycling-Kaufhaus. Ich drücke ihnen fest die Daumen, dass es klappt. Denn scheinbar bin ich nicht die einzige, die findet: „Kompliment! Weiter so, liebe Metzlers.

Die umweltbewusste Produktion von Textilien – Gastautor Jacqueline

Als ich neulich beim Friseur saß und in einer der ausliegenden Zeitung blätterte, sprang mir die Überschrift „Aus 27 PET-Flaschen“ in die Augen. Die Rede war hierbei von einer Jacke. Eine Jacke in weiß, die es auch nur in dieser Farbe zu kaufen gibt. Der Grund dafür ist einfach. Die Jacke wird nicht gefärbt und leistet so einen großen Beitrag für unsere Umwelt. Aufwendige Färbeverfahren verbrauchen ca. 51 Liter Wasser, die sich durch das nicht färben einsparen lassen. Zudem ist die Jacke aus 100% recycelten Materialien hergestellt und wird aus ca. 27 PET-Flaschen gefertigt. Auch Elemente wie Ösen, Reißverschlusse und Schlaufen sind aus recyceltem Material. Zu kaufen gibt es die Jacke hier: https://www.columbiasportswear.de/DE/outdry-ex-eco-jacke-fur-damen-1717391.html?dwvar_1717391_variationColor=100

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2 Kommentare

Dominik

Hallo Elmar,

wir haben uns das Projekt gerade mal angesehen. Die EinDollarBrille ist wirklich eine tolle Initiative, die definitiv auch ein Kompliment verdient hat.

Vielen Dank für die Ergänzung und liebe Grüße
Dominik vom 21 grad Team

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