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Welches Engagement passt zu mir?

 

Den Wunsch sich zu engagieren dürfte ein jeder von uns schon einmal verspürt haben. Nur: Wo anfangen? Dem Bewohner im Altenheim ein offenes Ohr schenken? Einem Asylbewerber Deutsch beibringen? Oder Bedürftigen eine gedeckte Tafel bereiten? Mit unserem Leitfaden helfen wir Euch bei der Entscheidung.

Ihr möchtet Zeit investieren ­– wisst aber noch nicht wofür

Einen geschärften Blick für das Dickicht der Alternativen verschafft sich, wer zunächst in sich hineinhorcht. Klar: Worauf habe ich Lust? Aber auch: Was kann ich? Und vor allem: Wie viel Zeit habe ich wirklich? Hilfestellung bieten die Aktion Mensch und die Caritas mit Tests, anhand derer Ihr Euren Engagement-Typ bestimmen könnt.

Wenn Ihr wisst, wo Eure Interessen liegen, könnt Ihr nach konkreten Projekten in Eurer Nähe suchen: in den Datenbanken der Freiwilligenagenturen im Netz oder vor Ort, der Aktion Mensch (auch als App verfügbar) oder in den Engagementportalen der Bundesländer.

Zu den Klassikern des Engagements vor Ort zählt eine Mithilfe bei den Tafeln. Sie sammeln übriggebliebene, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel und geben sie an Bedürftige weiter. Ihr könnt in Form einer Spende helfen: einer Geld-, Lebensmittel- oder Sachspende. Oder eben, indem Ihr bei der Tafel in Eurer Nähe mit anpackt. Auch im Bereich Bildung warten spannende Projekte auf Euch. Als Lesepate beispielsweise geht Ihr regelmäßig in Grundschulen, Kitas oder andere öffentliche Einrichtungen und lest Euren Gastgebern etwas vor. Die Idee dahinter: Kinder fürs Lesen zu begeistern und ihre Phantasie anzuregen.

Wer überlegt, sich angesichts der jüngeren Entwicklungen für Flüchtlinge zu engagieren: Die  Internetpräsenz des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge bietet einen guten Überblick über aktuelle Flüchtlingsprojekte. Integrationsvorhaben aller Art widmet sich die „Aktion zusammen wachsen„des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ihr möchtet Euch politisch engagieren – wollt aber keiner Partei beitreten

Politisches Engagement geht auch ohne Parteibuch. Konkreten Themenfeldern wie Umwelt (zum Beispiel Greenpeace, WWF oder Naturschutzbund oder Menschenrechten (bpsw. Amnesty International und terre des hommes könnt Ihr Euch auch in Nichtregierungsorganisationen widmen. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, in Eurer Kommune Bürgerrechtsorganisationen beizutreten oder für Eure Belange zu demonstrieren.

Beliebt und erfolgreich sind derzeit Online-Petitionen, die Ihr unterstützen oder selbst ins Leben rufen könnt. Zum Beispiel auf chance.org, avaaz.org oder campact.de. Bleibt Ihr über die bloße Stimmabgabe hinaus aktiv und sorgt für entsprechende Aufmerksamkeit, sind sie ein toller Weg, Euren Mitmenschen ein bestimmtes Thema näherzubringen.

Ihr möchtet spenden – aber fordert maximale Transparenz

Spenden ist die zeitsparendste Art sich zu engagieren. Häufig besteht aber auch die Sorge, Geld-, Sach- oder auch Lebensmittelspenden könnten in die Hände von jemandem geraten, der es weniger gut meint. Etwas Zeit solltet Ihr also auch hier investieren, um herauszufinden, welcher Empfänger vertrauenswürdig ist.

Als guter Filter gilt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Rund 230 Organisationen belegen damit, wie sie Spenden verwenden, wie sie sparsam wirtschaften und sachlich werben. Allerdings: Das Siegel gibt es nur auf Initiative der Organisation hin, und die Prüfung kostet. Heißt: Wer in dieser Liste fehlt, kann die gute Gabe trotzdem wert sein.

Weitere Anhaltspunkte bietet das DZI selbst, das auch über rund 350 Institutionen ohne Siegel aufklärt und Euch sagt, wem Ihr Eure Spende nicht anvertrauen solltet. Orientierung bieten auch die Kriterienkataloge des Deutschen Spendenrats und der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

Sicher ist Eure Spende aufgehoben auf Deutschlands größter Spendenplattform betterplace.org, wo Ihr konkret bestimmen könnt, in welches Projekt das Geld fließt.

Abschließend könnt ihr einige Indikatoren auch selbst prüfen über einen Besuch auf der Homepage der Organisation: Nennt das Impressum einen Ansprechpartner und eine ordentliche Adresse? Welche Rechtsform hat der Empfänger? Achtet darauf, dass es sich um eine gemeinnützige Organisation handelt.

Und jetzt: Keine Ausreden mehr – auf geht’s!

Wie wir uns engagieren

Besonders am Herzen liegen uns die SOS-Kinderdörfer, die wir bereits seit mehreren Jahren unterstützen. SOS steht für „Societas Socialis“ beziehungsweise frei übersetzt: „soziale Gemeinschaft“. Denn dort erhalten hilfsbedürftige Kinder in einer Dorf-Gemeinschaft eine Ersatzfamilie und somit die Möglichkeit in einem stabilen Umfeld aufzuwachsen. In Schwellen- und Entwicklungsländern leben in den SOS-Kinderdörfern vorwiegend Waisenkinder, in Industriestaaten in der Regel „Sozialwaisen“, sprich Heranwachsende, deren leibliche Eltern ihre Erziehung nicht wahrnehmen können.

Auch bei der Glückstour des Schornsteinfegerhandwerks sitzen wir seit Langem im Sattel. Schornsteinfeger legen mit dem Rad in einer guten Woche über 1000 Kilometer quer durch die Republik zurück, um Spenden für Initiativen, Elternvereine, Kliniken und Forschungsprojekte zu sammeln, die sich für krebskranke Kinder einsetzen. Insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro an Spenden hat die Glückstour bereits zusammengetragen – und zählt damit zu den größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland.

Erfahrt mehr zu unserem Engagement für die SOS-Kinderdörfer und die Glückstour.

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