Werksführung Besuchergruppe
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Trau deinen Augen – erweiterte Realität in der Werksführung (Artikel 2/3)

 

Der virtuell erweiterte Werksbesuch ist auch bei Vaillant in der Produktion möglich. Was wie eine optische Täuschung anmutet, ist in Wahrheit Augmented Reality, die die Remscheider Werksführung ergänzt. In so einem Umfeld kann einem auch schon mal der Vaillant Hase in der Werkshalle über die Füße hüpfen.

Das isser – ein kleiner Hase hoppelt durch die neue Produktionslinie für Wärmepumpen im Remscheider Vaillant Werk. Auf der Gabelstapler-Straße wachsen sattgrüne Bäume bis unters Hallendach. Und schwebende Zahlen ergänzen die Informationen über Fertigungsstationen. Zahlen, Daten, Fakten – alles nur Luft?

Werksführung Besuchergruppe

Nichts da! Was wie eine optische Täuschung klingt ist Realität – erweiterte Realität, die Einzug in die Remscheider Werksführung erhalten hat. Die Tablets, die bei den Werksführungen in Remscheid zum Einsatz kommen, zeigen auf dem Display das Bild, das die Kamera auf der Rückseite des Geräts aufnimmt. Man kann quasi durch das Tablet hindurchschauen. Die AR-Anwendung ergänzt das Bild um zusätzliche Inhalte wie Animationen und Illustrationen von Produkten sowie interessante Fakten. Mit der AR-Anwendung können die Werksführer noch tiefere Einblicke in die Produktionslinien und die dort gefertigten Produkte geben. So erscheinen neben der Fertigungslinie für Wärmepumpen etwa Installations- und Anwendungsbeispiele. Eine Außeneinheit der Vaillant Wärmepumpe flexoTHERM erscheint in einem virtuellen Garten, der in der Werkshalle wächst. Der Werksführer kann die Außeneinheit darin verschieben, um einen ganz plastischen Eindruck davon zu vermitteln, in welcher Distanz sie maximal installiert werden kann. Wenig später baut sich beim Blick durch das Tablet auf die Fertigungslinie eine ganze Wand aus Wärmepumpen auf – so lässt sich verdeutlichen, wie viele Geräte hier jährlich produziert werden. Und in der Kältekreisfertigung können die Besucher virtuell direkt an einzelne Fertigungsstationen herantreten und den Mitarbeitern dort über die Schulter schauen – kurze Videosequenzen geben Einblicke in Bereiche, die für Besucher aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich sind. „Durch die AR-Anwendung wird die Werksführung noch interessanter und abwechslungsreicher. Denn man kann wie bislang dem Werksführer zuhören, den Kollegen in der Fertigung zuschauen und mit der AR-Anwendung nun auch selbst auf Entdeckungstour gehen“, sagt Uwe Marx, Association & Standardisation Manager, der nach der Einführung der AR-Anwendung an einer Werksführung für Mitarbeiter teilgenommen hat.

Eine grundlegende Einführung in die Geheimnisse der Virtual und der Augmented Reality gab es in Teil 1 unserer Serie. Konkrete Beispiele zum Einsatz von Augmented und Virtual Reality im Handwerk gibt’s in Teil 3.

Augmented Reality (kurz: AR, deutsch: „erweiterte Realität“) bedeutet, die wahrgenommene Realität durch Bilder und Animationen aus dem Computer zu ergänzen. So wird die reale Umgebung mit zusätzlichen Informationen und virtuellen Objekten angereichert. Erzeugt wird Augmented Reality in der Regel mit Apps auf dem Smartphone, auf dem Tablet oder durch spezielle Datenbrillen mit integrierten Displays. Die virtuellen Ergänzungen verhalten sich, als wären sie physisch vorhanden: Bewegt man Smartphone, Tablet oder Datenbrille, bewegen sich mit dem Bild der realen Umgebung auch die darin eingefügten virtuellen Objekte.

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