Hyperloop
10 Lesern gefällt das

Hyperloop: Tesla-Genie Elon Musk plant umweltfreundliches Transportwunder

 

Hyperloop will unseren Transport revolutionieren: Zukünftig sollen Personen und Güter mit bis zu 1.200 km/h in einer Röhre befördert werden. Bei der Umsetzung des Konzepts von Tesla-Guru Elon Musk liefern sich zwei US-Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 21 Grad stellt euch das Projekt vor.

Baustelle HyperloopAlles ist machbar – das ist das Motto, mit dem Elon Musk die Menschheit voranbringen möchte. Mit Tesla baut der Südafrikaner in Serie Elektrosportwagen, während er mit seiner zweiten Firma SpaceX die Weltraumfahrt revolutionieren möchte. Doch damit nicht genug: 2013 stellte der Unternehmer für jedermann einsehbar sein Konzept Hyperloop vor. Ein Transportmittel, das uns schnell, leise und umweltfreundlich fortbewegen soll. Er begründete die Veröffentlichung mit dem Hinweis darauf, dass er selbst keine Zeit habe, sich darum zu kümmern.

So funktioniert Hyperloop: Schallgeschwindigkeit & Solarenergie

RöhreWie können wir uns Hyperloop vorstellen? Es handelt sich um eine Metallröhre, die auf Pfeilern steht und in der eine magnetisch angetriebene Transportkapsel unterwegs ist. Im Innenraum der Röhre herrscht ein Vakuum, das die hohe Geschwindigkeit ermöglichen soll. Theoretisch kann der Hyperloop ohne den hemmenden Luftwiderstand bis zu 1.200 km/h schnell werden – so ließe sich die Strecke von Hamburg nach München in 45 Minuten zurücklegen. Als Krönung soll der Hyperloop auch noch ein Selbstversorger sein, was die Energie betrifft. Solarenergie, heißt das Zauberwort. Laut Musks Konzept soll die Oberfläche der Röhre mit Solarmodulen gedeckt werden, die sogar mehr Energie produzieren, als für den Betrieb des Hyperlooks benötigt wird. Noch klingt das Projekt eher nach einem alten James Bond Film als nach realisierbarer Technik. Doch weltweit tüfteln Ingenieure bereits daran, aus der Vision des Tesla-Gründers einen Prototyp zu entwickeln.

Hyperloop: Zwei Unternehmen, zwei Strategien

Die beiden vielversprechendsten Firmen kommen aus den USA und verfolgen unterschiedliche Ansätze. Das Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies arbeitet mit einem internationalen Team aus Freiwilligen an einer Strecke in Quay Valley, einer Modellstadt des 21. Jahrhunderts in Kalifornien. Spätestens 2019 sollen dort die ersten Passagiere in eine Hyperloop-Kapsel einsteigen. Allerdings nur mit etwa 300 km/h und ohne vorherige Tests mit dem Güterverkehr.

Hyperloop One will dagegen zunächst nur testen: Das konventionelle Unternehmen, mit einem festen Sitz und angestellten Mitarbeitern, absolvierte Anfang des Jahres eine Teststreckenfahrt – freilich nur für 1,9 Sekunden und einer Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Die Idee ist, das System zuerst im Güterverkehr auf kurzen Strecken von 80 bis 100 Kilometern zu erproben. 2022 sollen dann die ersten Tickets für den Personenverkehr verkauft werden.

Offene technische Fragen bei Hyperloop

Die mögliche KapselDoch bevor Güter und Passagiere durch die Röhre flitzen, gilt es für die beiden Kontrahenten verschiedene Probleme zu beseitigen. Ob die Pfeilerkonstruktionen erdbebensicher sind, ist bisher noch nicht erläutert worden. Ebenfalls offen sind Fragen betreffend der Luftversorgung der Kapseln und der Hitzebelastung in den Röhren. Denn in den isolierten, fensterlosen Röhren einen Brand zu bekämpfen, sei ohne Noteinstiege extrem schwierig, geben Experten der Technischen Universität Berlin zu bedenken. Ein anderes Problem könnte dem neuen Verkehrsmittel ein altbekanntes Phänomen bereiten: Wie lässt sich die Turbo-Röhre in die bestehende Infrastruktur integrieren? Bis das Rohrpost-Reisen tatsächlich möglich ist, bleibt für die beiden US-Konkurrenten also noch einiges zu tun.

Hyperloop auf Youtube:

 

10 Lesern gefällt das

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.