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Solarenergie: saubere und kostenlose Energie

Wer Sonnenenergie nutzt, heizt mit einer schier unerschöpflichen Energiequelle. Zusätzlich kann die Sonne aber auch zur Stromerzeugung genutzt werden.

Wärme und Strom – mit Sonnenenergie ohne Rechnung

Hätten Sie es gewusst? Pro Jahr kommen 1,5 Trillionen Kilowattstunden in Form von Wärme auf der Oberfläche der Erde an – eine Zahl mit 18 Nullen und gleichzeitig eine gewaltige Energiemenge, die ausreichen würde, den jährlichen Weltenergiebedarf mehr als tausendfach zu decken. Und nicht nur das: Die Sonne ist umweltschonender als jeder andere Energieträger, da sie völlig unabhängig von den Ressourcen unserer Erde strahlt! Profitieren auch Sie von kostenloser Sonnenenergie und entdecken Sie, wie sich Ihr Haus kostenfrei damit versorgen lässt:

Inhaltsverzeichnis

Solaranlagen: Prinzip und Funktionsweise

Als Haus- oder Wohnungseigentümer können Sie Sonnenenergie mithilfe einer Solaranlage auf zwei verschiedene Arten nutzen: Mit Solarthermie bereiten Sie Warmwasser und erhalten Wohnwärme für behaglichen Wohnkomfort, mit Photovoltaik erzeugen Sie Strom, der Ihre elektrischen Geräte im Haus und Garten versorgt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Die Vorteile von Solaranlagen liegen auf der Hand:

  • Unerschöpfliche Energiequelle: die Sonne
  • Kostenfrei
  • Kein CO₂-Ausstoß
  • Integration in bestehende Anlagen möglich
  • Größere Unabhängigkeit bei Preisschwankungen von Strom und fossilen Brennstoffen

Solarthermie: Warmwasser und Heizung

Das Prinzip der Nutzbarmachung von Solarenergie ist einfach: Die täglich vorhandene Strahlungswärme der Sonne wird im ersten Fall dafür genutzt, in Kollektoren auf dem Dach oder an sonnigen Stellen eine spezielle Solarflüssigkeit zu erhitzen, die wiederum die aufgenommene Wärme an das Heizwasser abgibt. Man spricht hier von Solarthermie, da über die Sonnenenergie die Temperatur des Heizwassers auf das gewünschte Niveau angehoben wird.

Photovoltaik: Strom für Haus und öffentliches Netz

Im zweiten Fall trifft die Sonnenstrahlung auf photoelektrische Elemente, die wiederum Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom umwandeln können. Diese Art der Nutzung der Sonne wird Photovoltaik genannt, weil beim Auftreffen der Sonnenstrahlen auf die Elemente eine photoelektrische Reaktion stattfindet und eine Spannung anliegt bzw. Strom fließt. Dieser Strom kann im Haus oder in der Wohnung von Verbrauchern genutzt, aber auch ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Erfahren Sie hier mehr zu Solarthermie und Photovoltaik:

Solarthermie

Mit Solarthermie wird Sonnenenergie für Heizung und Warmwasser gewonnen. Das schont die Umwelt und senkt den Energieverbrauch.

Photovoltaik

Sonnenenergie wird zu Strom – mit Photovoltaik. Hier erfahren Sie alles über die nachhaltige Technik, Funktion und Förderung von Photovoltaikanlagen.

Lohnt sich eine Solaranlage für mich?

Haus- und Wohnungsbesitzer stellen sich oft die Frage, ob sich eine Solaranlage überhaupt rechnet. Schließlich ist moderne Heiztechnik inzwischen technologisch so fortgeschritten, dass Energieträger optimal genutzt werden können und durch den geringeren Verbrauch beim Sparen helfen. Man sollte sich auch bewusst sein, dass eine Solaranlage eine sinnvolle Ergänzung zu Wärmepumpe oder Brennwert-Geräten sein kann, in aller Regel aber nicht als alleinige Heizlösung ausreichend ist. Eine Ausnahme bilden Niedrigenergiehäuser, die bei idealer Bauweise so wenig Heiztechnik benötigen, dass Solarthermie und/oder Photovoltaik bereits ausreichen können.

Wir haben deshalb für Sie wichtige Vorteile zusammengefasst, um Ihnen die Entscheidung über die Anschaffung einer Solaranlage zu erleichtern:

Vorteile Solarthermie

  • Einsparung von bis zu 40% der Heizkosten pro Jahr
  • Transport und Lagerung von Brennstoff entfallen
  • Langlebige und ausgereifte Technologie
  • Ausreichend Sonnenstunden in Deutschland für wirtschaftlichen Betrieb
  • Keine CO₂-Emissionen
  • Staatliche Förderung

Vorteile Photovoltaik

  • Sicherheit durch 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung (EEG)
  • Stromkosten senken durch Eigenverbrauch
  • Größere Unabhängigkeit von der Strompreisentwicklung
  • Sichere, saubere und ausgereifte Technologie
  • Klimaneutral Energie produzieren und durch Netzeinspeisung Geld verdienen

Technologie kommt meist nicht ohne Nachteile. Im Fall von Solarthermie und Photovoltaik sind diese aber überschaubar: Neben der Investition für die Anlagen, die in aller Regel nicht günstig sind, hängt die Wirtschaftlichkeit stark von den Sonnenstunden im Jahr ab. In Deutschland scheint die Sonne im Durchschnitt mehr als ausreichend, um Solaranlagen wirtschaftlich betreiben zu können. Kommt aber ein verregneter Sommer oder sind die Sonnenstunden aufgrund klimatischer Gegebenheiten reduziert, können die Anlagen auch nicht in dem vorgesehenen Maße Wärme und Strom produzieren. Weiterhin gilt es zu beachten, dass besonders Photovoltaikanlagen große Flächen benötigen, sodass unter Umständen eine komplette Dachseite mit Modulen bestückt werden muss.

Ihr Fachpartner berät Sie gerne, welche Art der Solaranlage für Ihre Situation geeignet ist. Er berechnet auch die Förderung und prüft, ob sich die Anlage problemlos in Ihr Heizsystem integrieren lässt.

Steuerliche Aspekte einer Solaranlage

Solaranlagen werden über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bzw. über die KfW gefördert: Während das BAFA ausschließlich Solarthermie fördert, ist bei der KfW die Förderung beider Arten von Solaranlagen – also auch der Photovoltaik – möglich. Dabei gilt es, die steuerlichen Aspekte schon vorher zu kennen, damit die Investition für eine Solaranlage Ihr zu versteuerndes Einkommen senkt. Wir zeigen Ihnen anhand von Tipps, wie Sie Kosten in Zusammenhang mit Solarthermie und Photovoltaik beim Finanzamt angeben und sich so bares Geld zurückholen können.

Tipp 1: Steuervorteile frühzeitig erkennen

Kosten, die bei der Anschaffung einer Solaranlage neben den Materialkosten entstehen (beispielsweise Fahrtkosten, Reinigungs- und Sicherungsmaterial oder Dachrenovierungen), können Sie als sogenannte Betriebsausgaben bei der Steuererklärung geltend machen. Zusätzlich wird die Umsatzsteuer vom Finanzamt sofort zurückerstattet.

Achtung: Wenn Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage einen Teil der gewonnenen Energie ins öffentliche Netz einspeisen und sich umsatzsteuerpflichtig melden, sind Sie aus Sicht des Finanzamtes verpflichtet, in den ersten zwei Jahren nach Anmeldung auch nach niedrigsten Umsätzen eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einzureichen. Diese kann mittlerweile jedoch bequem online erledigt werden. Nach zwei Jahren können Sie den Antrag auf eine Jahreserklärung stellen. Das Finanzamt erstattet Ihnen die Umsatzsteuer für die Anschaffung der Solaranlage. Auch bei Wartungen und Instandhaltungsarbeiten wird zukünftig dann nur noch der Nettobetrag fällig.

Tipp 2: Betriebskosten geltend machen

Auch die Kosten, die durch den Betrieb der Solaranlage anfallen, sind steuerlich absetzbar. In der Regel betragen die laufenden Kosten 1 bis 1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr. Zu den Betriebskosten zählen:

  • Wartungsgebühren
  • Versicherungsgebühren für die Anlage
  • Reparaturkosten
  • Zählergebühren des Netzbetreibers
  • Kosten für Wechselrichter
  • Instandhaltungskosten

Es können jedoch nur Kosten geltend gemacht werden, die für die Produktion des tatsächlich eingespeisten Stroms anfallen. Der Betreiber muss also für den Anteil des gewonnenen Stroms, den er selbst nutzt, auch die Betriebskosten anteilig selbst tragen und kann diese steuerlich nicht absetzen.

Tipp 3: Abschreibungs-Varianten clever kombinieren

Unter einer Abschreibung versteht man die Wertminderung eines Vermögensgegenstands (in diesem Fall Ihre Solaranlage) für die Abnutzung. Die Steuerschuld sinkt damit um den jährlichen Abschreibungsbetrag. Üblich ist oft eine lineare Abschreibung, die aber mit weiteren Varianten kombiniert oder parallel genutzt werden kann. Mit einer cleveren und individuell abgestimmten Kombination aus mehreren Abschreibungsvarianten erzielen Sie optimale steuerliche Vorteile. Dafür stehen Ihnen die folgenden Abschreibe-Möglichkeiten zur Verfügung:

Lineare Abschreibung

Seit dem 1. Januar 2011 können Solaranlagen nur noch linear abgeschrieben werden. Dies bedeutet, dass die Anschaffungskosten gleichmäßig auf die Jahre der Nutzungsdauer aufgeteilt werden. Die Dauer der linearen Abschreibung ist für Solar- und Photovoltaikanlagen von der Finanzverwaltung auf 20 Jahre festgelegt und richtet sich nach der vorgegebenen Nutzungsdauer von Wirtschaftsgütern.

Ein Rechenbeispiel:
Netto-Anschaffungskosten der Solaranlage:25.000 € x 5 % = 1.250€ pro Jahr
Laufzeit der linearen Abschreibung:20 Jahre je 12 Monate
Monatliche Abschreibung= 1.250/12 = ca. 104 €

Investitionsabzug

Als zusätzliche Variante kann ergänzend zur linearen Abschreibung ein Investitionsabzug gewählt werden. Der Investitionsabzug ist eine den Gewinn mindernde Rücklage, die der Steuerzahler bildet, um zukünftig die Solaranlage selbst oder zugehöriges Material anzuschaffen. Dieser muss vor der Anschaffung der Anlage beantragt werden und kann bis zu 40 Prozent der voraussichtlich anfallenden Beschaffungskosten Ihrer Solaranlage betragen. Die Anschaffung selbst muss innerhalb von drei Jahren erfolgen.

Voraussichtliche Kosten für die Solaranlage:25.000 € x 40 % = 10.000 € Investitionsabzug

Wenn Sie also beispielsweise im kommenden Jahr die Anschaffung einer Solaranlage im Wert von 25.000 Euro planen, können Sie bei einem Steuersatz von 30 Prozent bereits im laufenden Jahr vor der Investition Ihre Steuer um 3.000 Euro senken. Für die Erstattung sollten Sie im Rahmen der Antragstellung beim Finanzamt bereits eine verbindliche Auftragserteilung einreichen können.

FAQ zu Solaranlagen

Kunden haben oft Fragen zu Solaranlagen, die wir und unsere Fachpartner beantworten. Eine Auswahl der häufigsten Fragen mit Antworten lesen Sie hier.

Solarthermie

Mit Solarthermie wird Sonnenenergie für Heizung und Warmwasser gewonnen. Das schont die Umwelt und senkt den Energieverbrauch.

Photovoltaik

Sonnenenergie wird zu Strom – mit Photovoltaik. Hier erfahren Sie alles über die nachhaltige Technik, Funktion und Förderung von Photovoltaikanlagen.