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Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Mehr Geld für „grüne“ Heizungen

Was ist neu an der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)?*

  • Neuer Bonus für Modernisierer: bis zu 50 Prozent Förderung für Wärmepumpen als Einzelmaßnahme in Bestandsgebäuden.
     
  • Zwei neue Boni für Bauherren: Zinsgünstige Förderkredite bis 150.000 € möglich.
     
  • Freie Wahl der Förderung: Kredit mit Tilgungszuschuss oder Investitionszuschuss.
     
  • Vereinheitlichte Förderrichtlinien: Anforderungen für Einzelmaßnahmen, Neubauten und Sanierungen angeglichen.
     

Etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf den Gebäudesektor. Das ist zu hoch, um die wichtigen Klimaziele erreichen zu können. Deshalb hat die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz 2021 noch einmal angepackt . Beschlossen wurde eine ambitioniertere Reduzierung der Treibhausgase, die auch Gebäude betrifft. Außerdem bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Bauherren und Sanierern hohe Anreize für die erforderlichen Maßnahmen. Darin sind die bisherigen Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Heizen vereinheitlicht und neu strukturiert.

Es gibt zum Beispiel weitere Förderboni für besonders nachhaltige Bauweisen oder für Heizungen, die überwiegend erneuerbare Energien nutzen. Belohnt wird auch die Umsetzung eines sogenannten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) für bestehende Gebäude, selbst wenn der sich über mehrere Jahre erstreckt! Und das Schönste: Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude wird zugleich die Antragstellung einfacher.

BEG belohnt Sanierungsfahrplan: bis zu 50 Prozent Zuschuss für Wärmepumpen.

BEG zahlt mehr für erneuerbare Energien: neue Klassen für Effizienzhäuser.

BEG vereinfacht die Antragsstellung: bald nur ein Antrag für alles.

BEG im Detail: Hintergründe und Meilensteine.

BEG im Überblick: Jetzt modernisieren, denn „grüner“ wird’s nicht.

BEG belohnt Sanierungsfahrplan: Bonus für Wärmepumpen und Gas-Hybridheizungen*

Seit dem 1. Januar 2021 gilt die neue Förderrichtlinie für Einzelmaßnahmen (BEG EM). Sie ersetzt die bisherigen Förderprogramme der BAFA. Über die BAFA selbst werden nur noch Einzelmaßnahmen in der Sanierung gefördert, aber nicht mehr im Neubau.

Neu ist außerdem: Die Bundesförderung erhöht die Zuschüsse für Einzelmaßnahmen in der Sanierung, wenn überwiegend erneuerbare Energien genutzt werden. Die einmaligen Zuschüsse gibt es, als prozentualen Anteil der tatsächlichen Kosten, bis 60.000 Euro pro Wohneinheit. Wie viel es im Einzelfall ist, richtet sich nach der CO2-Einsparung durch die neue Heizung. Der Eigenanteil kann bis zur Höchstgrenze der förderfähigen Kosten mit einem zinsverbilligten Förderkredit finanziert werden.

Ölheizungen erhalten deswegen auch keine Förderung mehr. Im Gegenteil: Wenn Sie stattdessen eine Wärmepumpe einbauen, übernimmt der Staat 45 Prozent der Kosten. Beim Tausch gegen eine Gas-Hybridheizung sind es auch satte 40 Prozent (siehe Tabelle).

Neu in der Bundesförderung für effiziente Gebäude ist ein zusätzlicher Bonus von 5 Prozent, wenn der Heizungstausch Teil eines längerfristigen, individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist. Dann gibt es sogar 50 Prozent der Kosten für jeden, der eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Oder 45 Prozent für den Austausch gegen eine Gas-Hybridheizung unter der Voraussetzung, dass sie mit erneuerbaren Energien kombiniert wird, beispielsweise mit Solarthermie.

BEG EM: Förderung von Einzelmaßnahmen in der Sanierung*

So viel Prozent der Kosten übernimmt der Staat für Ihre neuen Heizung.

Modernisierung
Förderung
iSFP*
Bonus
Austauschprämie
Ölheizung
Maximal mögliche Förderung
AnlagentechnikLüftungsanlagen20%+5%-=25%
„Efficiency Smart Home“ /
Energiemanagement
20%+5%-=25%
Klimaanlagen <12 kW
(Nichtwohngebäude)
20%+5%-=25%
Anlagen zur
Wärmeerzeugung
Wärmepumpe35%**+5%+10%=50%
Solaranlage30%**+5%-=35%
Erneuerbare Energien Hybridheizung
(EE Hybride)***
35%**+5%+10%=50%
Gas-Hybridheizung
mit erneuerbarer Wärmeerzeugung
30%**+5%+10%=45%
Gas-Hybridheizung, Renewable Ready (spätere Einbindung erneuerbarer Wärmeerzeugung) 20%+5%-=25%
Der Eigenanteil kann bis zur Höchstgrenze von 60.000 Euro pro Wohneinheit mit einem zinsverbilligten Förderkredit finanziert werden.

*Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Der genannte maximale Förderbetrag vom Staat versteht sich inklusive 5%, wenn eine energetische Sanierungsmaßnahme Bestandteil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist.

**Die BEG des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt diese Förderung bis zu einer Investitionssumme von max. 60.000 Euro je Wohneinheit. Die Fördergrundlage (100 %) setzt sich zusammen aus den Ausgaben für: die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme des Heizsystems, die Installation von Speichern und Regelungen sowie aus den Kosten für strukturelle Arbeiten (z. B. die Deinstallation oder Entsorgung des alten Heizsystems oder die Optimierung des bestehenden Heizungsverteilsystems, etwa durch Flachheizkörper).

***Kombination einer Biomasse-, Wärmepumpen und/oder Solarkollektoranlage

Förderbeispiel Wärmepumpe

Zuschuss Modernisierung: 35%
Bonus iSFP*: 5%
Austauschprämie Ölheizung: 10%

Max. mögliche Förderung: 50%

Förderbeispiel Gas-Hybridheizung

Zuschuss Modernisierung: 30%
Bonus iSFP*: 5%
Austauschprämie Ölheizung: 10%

Max. mögliche Förderung: 45%

BEG zahlt mehr für erneuerbare Energien: Neue Klassen für Effizienzhäuser

Über die Förderrichtlinie für Wohngebäude (BEG WG) gibt es ab sofort mehr Geld für Effizienzhäuser. Die verschiedenen Effizienzhausstufen (EH) entsprechen im Prinzip den bisherigen Standards der KfW-Effizienzhäuser: KfW 55 heißt nun EH 55, KfW 40 entspricht EH 40 und so weiter. Je niedriger die Zahl, umso größer die Energieeffizienz des Gebäudes im Vergleich zu den energetischen Mindestanforderungen, die aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) resultieren. Zwei neue Klassen ergänzen nun die jeweiligen Effizienzhausstufen: „Erneuerbare Energien“ (EE-Klasse) und „Nachhaltigkeit“ (NH-Klasse).

In einem EE-Effizienzhaus müssen beispielsweise mindestens 55 Prozent des Wärme- und Kälteenergiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Mit einer Wärmepumpe ist das problemlos möglich – und der Förderkredit steigt direkt von 120.000 Euro auf 150.000 Euro. Außerdem gibt es noch einen höheren Tilgungszuschuss, prozentual vom Kreditvolumen.

Die Förderrichtline für Wohngebäude (BEG WG) gilt zum einen für den Bau oder Ersterwerb eines Effizienzhauses und zum anderen für Sanierungen auf ein Effizienzhausniveau.

Darüber hinaus gleicht die BEG mit der Förderrichtlinie für Nichtwohngebäude (BEG NWG) die Anforderungen an Wohngebäude an.

BEG WG: Förderung für Effizienzhäuser

So hoch sind die Förderkredite und Zuschüsse für Ihr neues oder modernisiertes Haus

Neubau
 Effizienzhaus StandardEffizienz-Klassen EH EE oder EH NH
Maximale Kredithöhe120.000 €150.000 €
 Tilgungszuschüsse / InvestitionszuschüsseTilgungszuschüsse / Investitionszuschüsse
EH 5515%18.000 €15% + 2,5%26.250 €
EH 4020%24.000 €20% + 2,5%33.750 €
EH 40 Plus 25%37.500 €
Modernisierung
 Wohngebäude (WG)Nichtwohngebäude (NWG)
 Effizienzhaus StandardMit EE / EHEffizienzgebäude StandardMit EE / EH
Maximale Kredithöhe120.000 €150.000 €max. 2000 € / m²max. 2000 € / m²
 Tilgungszuschüsse / InvestitionszuschüsseTilgungszuschüsse / Investitionszuschüsse
Denkmal25%30.000 €30%45.000 €25%500 € /m²30%600 € /m²
EH 10027,5%33.000 €32,5%48.750 €27,5%550 € /m²32,5%650 € /m²
EH 8530%36.000 €35%52.500 € 
EH 7035%42.000 €40%60.000 €35%700 € /m²40%800 € /m²
EH 5540%48.000 €45%67.500 €40%800 € /m²45%900 € /m²
EH 4045%54.000 €50%75.000 €45%900 € /m²50%1.000 € /m²
+5% wenn Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten ist

BEG vereinfacht die Antragsstellung: Bald nur ein Antrag für alles

Die Beantragung der Förderungen nach den BEG-Richtlinien ist nun deutlich einfacher. Bald soll es sogar nur noch einen Förderantrag geben. Und zwar unabhängig davon, ob Sie bauen oder sanieren, einen Kredit oder einen Investitionszuschuss beantragen, oder ob Sie ein Wohngebäude oder ein Nichtwohngebäude gefördert haben möchten.

Derzeit müssen Sie als Privatperson Förderkredite über Ihre Hausbank bei der KfW beantragen. Einen Antrag auf Investitionszuschuss können Sie direkt bei der KfW beziehungsweise dem BAFA stellen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite Antragstellung der Bundesförderung.

Bei den Formalitäten hilft am besten ein zugelassener Energieeffizienz-Experte. Bei vielen Vorhaben ist die Energieberatung sogar Voraussetzung, aber wird dann auch zusätzlich gefördert. Unterstützung erhalten Sie außerdem durch den Vaillant Fördergeldservice. Die Spezialisten von Vaillant ermitteln für Ihr Vorhaben die bestmögliche Förderung.

In puncto Wärmeerzeugung lautet das Prinzip der Bundesförderung für effiziente Gebäude: Je „grüner“ die Heiztechnik, umso mehr Fördergeld gibt es.

BEG im Überblick: Hintergründe und Meilensteine

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude passt nun zu dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) , das im November 2020 in Kraft trat. Es regelt die technischen Mindeststandards für Gebäude neu. Förderung gibt es jetzt nur noch, wenn ein Haus energetisch besser gebaut oder saniert wird als gefordert. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen. Der Hintergrund: Das GEG und die BEG basieren auf dem sogenannten Klimapaket, um für Deutschland die international vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Darin sind über das Klimaschutzgesetz (KSG) Obergrenzen für den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor festgelegt. Mit der Überarbeitung des KSG 2021 wurden die Grenzen weiter herabgesetzt. Deshalb: Mit Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen, tragen Sie zur Zielerreichung bei und sind wirtschaftlich und ökologisch auf der sicheren Seite.

Ein nächster Meilenstein der neuen Bundesförderung ist übrigens das Jahr 2023. Dann werden die Erfolge der BEG im Hinblick auf die Klimaziele überprüft – und eventuell sogar die energetischen Mindestanforderungen an Gebäude nochmals verschärft. Das würde auch die bestehenden Stufen der Effizienzhäuser beziehungsweise Effizienzgebäude betreffen – und damit in der Folge die Förderbedingungen.

Einführung der BEG in 2021 / Zeitplanung

Start Zuschussförderung nach BEG EM

Kreditförderung gemäß aktuellen KfW Richtlinien endet

Start Kreditförderung nach BEG WG und BEG NWG

Zwischenbilanz der BEG, ggf. Anpassung der Förderrichtlinien

BEG im Überblick: Jetzt handeln, denn „grüner“ wird’s nicht

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude macht es einfach: Wer den CO2-Ausstoß seines Gebäudes stark reduziert, wird stärker gefördert:

  • Über die neue EE-Klasse für Gebäude gibt es für Neubauten 2,5 Prozent und für energetische Sanierungen 5 Prozent höhere Zuschüsse, wenn für Wärme- und Kälteerzeugung mindesten 55 Prozent erneuerbare Energien eingesetzt werden. Der Wert ist mit einer Vaillant Wärmepumpe im Neubau auf jeden Fall zu erreichen, aber meist auch in Bestandshäusern.
  • Wer eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe oder Gas-Hybridheizung tauscht, bekommt zusätzlich eine Prämie von 10 Prozent.
  • Kein Geld gibt es für Ölheizungen. Dabei spielt auch keine Rolle, welche Effizienzstufe das Haus hat.
  • Neu ist die Förderung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Digitalisierungsmaßnahmen, um den Energieverbrauch zu senken.
  • Die Installation einer Photovoltaik-Anlage darf künftig ebenfalls bei der BEG WG und NWG in die förderfähigen Kosten eingerechnet werden. Dann gibt es aber keine Einspeisevergütung.
  • Bei Einzelmaßnahmen, Neubauten und umfangreichen Sanierungen besteht die freie Wahl zwischen Investitionszuschuss oder Förderkredit mit Tilgungszuschuss.
  • Die Bundesförderung ist weniger bürokratisch und übersichtlicher: Für alle Vorhaben und Förderungen braucht es nur einen Online-Antrag..

Warum warten? Fangen Sie schon mal mit Ihrer Planung an! Der Heizungstausch ist jetzt auch finanziell spielend einfach. „Grüner“ wird’s nicht.

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Die Antragsstellung von Fördergeldern ist komplex und mit viel Papierkram verbunden. Unsere Spezialisten von Vaillant Fördergeld Service unterstützen Sie gern bei der Antragsstellung und ermitteln für Ihr Vorhaben die bestmögliche Förderung.

*Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Der genannte maximale Förderbetrag vom Staat versteht sich inklusive 5%, wenn eine energetische Sanierungsmaßnahme Bestandteil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist.