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Photovoltaik: elektrische Energie von der Sonne

Photovoltaikmodule wandeln die täglich verfügbare Sonnenenergie in elektrischen Strom um. Somit ist Photovoltaik nicht nur die perfekte Ergänzung zur Stromerzeugung aus Kohle und Gas, sondern macht auch unabhängiger von den Preisen der fossilen Energieträger. Photovoltaik kann in Deutschland bundesweit effizient eingesetzt werden: Die Module liefern selbst bei bewölktem Himmel Strom.

Photovoltaik: Wie funktioniert das?

Die Photovoltaikzelle ist ein Halbleiter (Feststoff, dessen elektrische Leitfähigkeit zwischen der von Leitern wie Metallen und Nichtleitern wie Keramik und Glas liegt), der aus zwei unterschiedlich dotierten (mit Fremdatomen versehenen) Siliziumschichten besteht. Diese sind durch eine Grenzschicht getrennt. Bei der oberen, der Sonne zugewandten und negativ dotierten Schicht herrscht ein Elektronenüberschuss, während die untere, positiv dotierte Schicht zu wenige Elektronen und damit Löcher aufweist. Fällt nun Sonnenlicht auf die Photovoltaikzelle, werden Ladungen aus den beiden Schichten freigesetzt: Die Elektronen aus der negativ dotierten Schicht wandern durch die Grenzschicht und füllen die Löcher in der positiv dotierten Schicht auf. Durch die Trennung an der Grenzschicht entsteht eine elektrische Spannung. Wird jetzt der Kreis zwischen den beiden oberen und unteren Polen geschlossen, fließt Strom.

Wie erzeugen Photovoltaik-Module Strom?

Zur Stromerzeugung werden die Photovoltaikmodule (1) in Richtung Sonne ausgerichtet: Am vorteilhaftesten ist eine Südlage mit einem Neigungswinkel um 30°. Es sind aber auch Winkel zwischen 10° und 50° möglich, ohne dass die Leistung nennenswert abfällt. Die Photovoltaik-Module sind das Herzstück der Anlage, denn hier wird die Sonnenenergie in Strom umgewandelt. Um den erzeugten Gleichstrom nutzen zu können, wandelt ihn ein Wechselrichter (2) in Wechselstrom um. Sie können diesen Strom, der direkt von Ihren Photovoltaik-Modulen produziert wurde, nun mit Verbrauchern in Ihrem Haus nutzen. Steht mehr Strom zur Verfügung als Sie brauchen, erfolgt eine Speicherung oder die Einspeisung ins Netz: Der Stromzähler (3) misst die Menge an Strom, den Sie gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Der Bezugszähler misst dagegen die Menge an Strom, die von Ihnen aus dem Netz bezogen wird.

Förderung für Photovoltaik-Strom: die Einspeisevergütung

Durch Photovoltaik erzeugter Strom wird in Deutschland gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Da die Einspeisevergütung deutlich unter den marktüblichen Preisen für elektrische Energie liegt, ist es für Besitzer von Photovoltaik-Anlagen günstiger, ihren Strom selbst zu verbrauchen bzw. nur einen Teil ins Netz einzuspeisen. Dabei kann ohne zusätzliche Stromspeicher – je nach Anlagengröße – ein Eigenverbrauchsanteil von 20 bis 40 Prozent erreicht werden. Die Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen wird damit größer. Zudem wird das Stromnetz entlastet, da der erzeugte Strom direkt vor Ort verbraucht wird und nicht über weite Strecken transportiert werden muss.

Durch die Attraktivität des Eigenverbrauchs werden für den Aufbau von Photovoltaikanlagen gegenwärtig auch Energiespeicher wie Stromspeicher immer interessanter. Durch sie lässt sich der Anteil des selbstverbrauchten Stroms steigern.

Photovoltaik: ein sicheres Investment

Mit Photovoltaik-Modulen können Sie Strom auf dem eigenen Dach schon für 12 bis 15 Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Zum Vergleich: Der Strom vom Energieversorger kostet private Haushalte derzeit rund 30 Cent, wobei die Tendenz steigend ist. Dies hat zur Folge, dass sich neue Photovoltaikkomponenten selbst bei hohem Eigenverbrauch bereits nach wenigen Jahren amortisieren können – auch ohne staatliche Förderung.

Steuervorteile mit Photovoltaik

Private Betreiber von Photovoltaikanlagen gelten als gewerbliche Stromproduzenten. Das ermöglicht Ihnen unter anderem, bereits gezahlte Umsatzsteuer zurückzufordern und Ihre Einkommensteuer durch Abschreibung Ihrer Anlage zu reduzieren. Lassen Sie sich das von Ihrem Steuerberater erklären – es lohnt sich!

Steuerliche Betrachtung

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage macht Sie zum Unternehmer – allem voran, wenn sie den selbst erzeugten Strom aus der Anlage in das öffentliche Netz einspeisen und dafür eine Einspeisevergütung erhalten. . In diesem Fall verkaufen sie den Strom und machen dauerhaft Gewinn. Somit liegt eine unternehmerische Tätigkeit vor. Zu weiteren steuerlichen Einzelheiten in ihrem individuellen Fall kontaktieren sie am besten ihren Steuerberater

Abschreibung

Für den Erwerb einer Photovoltaikanlage gibt es verschiedene steuerliche Abschreibemöglichkeiten, die Ihnen Ihr Steuerberater gern erläutert.

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Photovoltaik mit Wärmepumpe

Kombinieren Sie eine Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe von Vaillant und profitieren Sie von maximal reduzierten Energiekosten und Emissionen – im Neubau und bei der Modernisierung.

Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme, die Photovoltaik-Anlage Sonnenenergie. Schon die Wärmepumpe allein reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern und den CO₂-Ausstoß erheblich: Sie nutzt zur Erzeugung von Wohnwärme und Warmwasser zu rund 75 Prozent frei verfügbare Umweltenergie – der Rest ist Strom für den Betrieb der Wärmepumpe. Diesen Strom können Sie zu großen Teilen direkt von der Sonne beziehen – mit der passenden Photovoltaikanlage. Außerdem erhalten Sie eine höhere staatliche Förderung dank höherem Eigenverbrauch. Installieren Sie eine Wärmepumpe in einem bestehenden Gebäude, erhalten Sie auch dafür Fördermittel.

Photovoltaik plus Wärmepumpe: Durch Förderung Kosten sparen

Die Kombination von Photovoltaik-Anlage und Wärmepumpe bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Garantierte Vergütung für die Stromerzeugung durch Photovoltaik
  • Nachhaltige Energie- und Kostenersparnis und erhebliche Reduktion der CO₂-Emissionen (3 Tonnen pro Jahr bei Nutzung einer 8 kW Wärmepumpe mit einer 6 kWp Photovoltaikanlage)
  • Staatliche Zuschüsse bei Einsatz im Gebäudebestand (2.800 EUR für Sole/Wasser-Wärmepumpen bis 10 kW)

Sonderfall Stromspeicher: Photovoltaik-Strom speichern

Wer den über Photovoltaik erzeugten Strom nicht nur ins Netz einspeisen, sondern auch selbst nutzen möchte, profitiert von einem Stromspeicher. Ein solcher Speicher ist nichts anderes als eine große Batterie, die sich auf- und entladen lässt. Da im Haushalt auch abends und frühmorgens Strom benötigt wird, die Sonne zu diesen Zeiten aber noch nicht scheint, wird die tagsüber gewonnene Energie in den Batteriespeicher eingespeist. Bei Bedarf können Hausbesitzer den Strom direkt aus ihrem Speicher beziehen. Die Kosten dafür sind deutlich geringer als beim Elektrizitätsversorger. Der Stromspeicher hilft gleichzeitig dabei, einen Haushalt unabhängiger von steigenden Strompreisen zu machen und nachhaltig erzeugten Strom zu nutzen.

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