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Wie fördert das Klimapaket den Heizungstausch?

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Das Investitionsklima für eine neue Heizung war noch nie so gut wie jetzt. Grund dafür sind deutlich höhere Fördergelder, aber auch neue Gesetzesvorschriften. Sie wirken sich sehr positiv direkt auf den Hausbau im Allgemeinen und den Betrieb von Heizungen im Speziellen aus. Umgangssprachlich wird diese Sammlung aus Förderungen und Forderungen als Klimapaket bezeichnet. Präziser ausgedrückt sind sie Teil des Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG). Es skizziert einen Fahrplan, um im Jahr 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Das Prinzip ist dabei ganz einfach: Je mehr erneuerbare Energie eine Heizung nutzt, umso höher sind die Förderungen. Und umgekehrt: Je mehr fossile Energie eine Heizung verbraucht, umso teurer wird sie.

Was ist also die ökologisch und ökonomisch günstigste Heiztechnik der Zukunft? Wie geht es mit Ölheizungen und Gasheizungen weiter? Welche Heizungen werden am besten gefördert?

Hier der aktuellste Stand, zu den staatlichen Fördermaßnahmen genauso wie zu den zukunftsfähigen Heiztechniken.

Inhaltsübersicht:

Verpflichtet das Klimapaket, eine neue Heizung einzubauen?

Warum sollen Ölheizungen abgeschafft werden?

Welche neuen Förderungen beinhaltet das Klimapaket?

Warum werden Gasheizungen mit Solartechnik weiter gefördert?

Können Wärmepumpen auch mit Heizkörpern betrieben werden?

Verpflichtet das Klimapaket, eine neue Heizung einzubauen?

Grundsätzlich wird durch das Klimapaket kein Hausbesitzer gezwungen, unmittelbar eine Heizung zu erneuern, sein Haus zu dämmen oder neue Fenster einzubauen. Die gesetzlichen Vorgaben, ineffiziente alte Heizungen auszutauschen, gelten aber natürlich weiterhin. Denn es steht fest, dass durch die CO2-Bepreisung fossile Brennstoffe, insbesondere Heizöl, verteuert werden. Unklar ist jedoch, wie sich die Förderpolitik entwickelt. Die aktuell hohen staatlichen Förderungen machen also gerade jetzt die Investition in eine neue Heizung mit „grüner“ Energie besonders reizvoll. Eine Chance, die Sie nutzen sollten.

Warum sollen Ölheizungen abgeschafft werden?

Durch die Verbrennung von Heizöl wird besonders viel CO2 in die Umwelt abgegeben. Bei Erdgas liegt hingegen der sogenannte CO2-Emissiosfaktor etwa 25 Prozent niedriger. Außerdem sind in Deutschland noch sehr viele und vor allem alte, ineffiziente Ölheizungen in Betrieb. Ein Ziel ist daher, bei einer notwendigen Heizungsmodernisierung direkt auf umweltfreundliche Heiztechnik umzustellen.

Gibt es ein Verbot für Ölheizungen?

Ein definitives Verbot für den Betrieb oder die Neuinstallation von Ölheizungen besteht nicht – aber beträchtliche Einschränkungen. Was es jedoch schon gibt, ist eine Austauschpflicht für alte und nicht mehr effiziente Heizungen. Vorgaben, welche Heizungen wann ausgetauscht werden müssen, sind in der noch gültigen EnEV (Energieeinsparverordnung) festgelegt und finden sich auch im neuen GEG (Gebäudeenergiegesetz) wieder, welches am 1. November 2020 in Kraft tritt. Als Faustregel gilt: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden.

Darüber hinaus sieht das Klimapaket jedoch für bestehende Ölheizungen keine weiteren Verschärfungen vor. Allerdings dürfen ab 2026 neue Ölheizungen nur noch in Ausnahmen und unter Einhaltung von zusätzlichen Auflagen installiert werden. Einzelheiten dazu finden Sie auf der Ratgeberseite Ölheizung austauschen.

Unabhängig davon verfolgt das Klimapaket aber das Ziel, in Gebäuden möglichst schnell und völlig auf Heizöl zu verzichten, um CO2-Emissionen zu sparen. Der Austausch einer Ölheizung wird deshalb durch eine um 10 Prozent höhere Förderung belohnt. Sind bei einer Ölheizung teure Reparaturen wie der Brennertausch oder ein neuer Tank fällig, sollte also genau nachgerechnet werden, ob sich der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung nicht schon jetzt lohnt.

Noch nie gab es mehr Gründe, um mit dem Warten aufzuhören - aber warum?

Nie hat es sich mehr gelohnt, seine alte Heizung gegen ein neues, modernes Heizsystem von Vaillant zu tauschen - für das Klima und Sie.

  • Bis zu 45 Prozent Förderung vom Staat
  • 3 Prozent Mehrwertsteuersenkung bis 31 Dezember 2020
  • Fördergeld Service für stressfreie Abwicklung
  • dauerhaft CO₂ und Energiekosten sparen

Welche neuen Förderungen beinhaltet das Klimapaket?

Erweiterung bestehender Förderprogramme

Über die bestehenden Maßnahmen wie das Marktanreizprogramm (MAP) und KfW-Förderungen werden höhere Geldsummen ausgezahlt. Das MAP fördert in erster Linie Einzelmaßnahmen wie den Heizungstausch – jetzt sogar inklusive der angeschlossenen Wärmeverteilung. Die KfW-Programme dienen vorrangig der Förderung energieeffizienter Neubauten und energetischer Haussanierungen. Ölheizungen werden generell nicht mehr gefördert.

Austauschprämie für Ölheizungen

Teil des Klimapakets ist eine zusätzliche „Austauschprämie" in Höhe von 10 Prozent, wenn eine Ölheizung ersetzt wird – umgangssprachlich auch „Abwrackprämie“ genannt. Je nachdem, wie stark erneuerbare Energien genutzt werden, bezahlt so der Staat bis zu 45 Prozent der neuen Heizung.

Reform der Förderbedingungen

Die Förderungen werden grundsätzlich um etwa 10 Prozent erhöht. Außerdem geht es nicht mehr um feste Beträge, sondern – viel attraktiver – prozentuale Anteile der Investition. Die Förderbedingungen der verschiedenen Programme werden künftig einheitlich in der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) geregelt. Diese Richtlinie tritt voraussichtlich 2021 in Kraft.

Steuerliche Förderung

Neu ist die steuerliche Abschreibung von energetischen Sanierungsmaßnahmen am selbstgenutzten Wohneigentum. Hausbesitzer können über drei Jahre verteilt 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuer absetzen. Darüber hinaus dürfen 50 Prozent der Kosten für Energieberater in Abzug gebracht werden.

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Wir informieren Sie regelmäßig zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, möglichen Heizungslösungen für Ihr Eigenheim und zu maximalen Förderung durch den Staat.

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Warum werden Gasheizungen mit Solartechnik weiter gefördert?

Die „Ungleichbehandlung“ von Gas- und Ölheizungen, die ja beide fossile Brennstoffe in Wärme umsetzen, hat zwei gute Gründe: Zum einen ist der CO2-Emissionsfaktor von Erdgas etwa 25 Prozent günstiger als bei Heizöl. Zum anderen lassen sich selbst diese CO2-Emissionen künftig noch deutlich verringern, indem Biogas oder „grünes Gas“ aus Öko-Strom in das bestehende Versorgungsnetz eingespeist wird. Gas als Energieträger sorgt also nicht nur für Versorgungssicherheit, sondern ist laut Klimapaket zugleich eine unverzichtbare „Brückentechnologie“ bis zum vollständigen Umstieg auf regenerative Energien.

Deswegen erhalten Gasheizungen sogar eine 10 Prozent höhere Förderung, wenn sie beispielsweise eine alte Ölheizung ersetzen. Erforderlich ist aber, dass erneuerbare Energien wie Solarthermie ebenfalls genutzt werden. Solche Hybridheizungen sind immer dann erlaubt, wenn die vollständige Umstellung auf erneuerbare Wärme, wie zum Beispiel auf Wärmepumpen, technisch nicht möglich ist.

Können Wärmepumpen auch mit Heizkörpern betrieben werden?

Technisch ist es auf jeden Fall möglich, eine Wärmepumpe als Ersatz für eine veraltete Ölheizung an bestehende Wärmeverteilungen anzuschließen. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, sind jedoch bestimmte Voraussetzungen zu prüfen. Hausbesitzer sollten dafür am besten einen Heizungsfachmann zurate ziehen. Vereinbaren Sie gerne einen kostenlosen Beratungstermin in Ihrem Haus mit einem versierten Vaillant Fachpartner. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Hier vorab aber schon die wichtigsten Hintergrundinformationen: In den meisten Gebäuden mit einer Öl- oder Gasheizung wird die Heizwärme in der Regel über Heizkörper abgegeben. Oft werden Heizkörper mit höheren Temperaturen (etwa 55-70°C) betrieben, um die Räume komfortabel zu beheizen. Wärmepumpen, die ihre Energie zum Beispiel aus der Außenluft ziehen, arbeiten hingegen desto wirtschaftlicher, je niedriger die Heizwassertemperatur (auch Vorlauftemperatur genannt) ist. Um mit geringeren Vorlauftemperaturen die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, werden im Neubau Wärmepumpen üblicherweise mit Fußbodenheizungen kombiniert. Die Vergrößerung der Heizfläche – statt einzelner Heizkörper gibt der gesamte Fußboden Wärme ab – kompensiert dann das geringere Temperaturniveau des Heizungswassers und steigert sogar zusätzlich den Komfort

In bestehenden Häusern ist es aber oft sehr aufwändig, eine Fußbodenheizung nachträglich zu installieren. Doch es gibt häufig wirtschaftliche Möglichkeiten, auch hier Wärmepumpen zu nutzen - etwa durch den Tausch einzelner Heizkörper um die Vorlauftemperatur zu senken. Vaillant entwickelt dazu die neue Wärmepumpe aroTHERM plus. Sie erreicht höhere Vorlauftemperaturen und kann somit an viele bestehende Wärmeverteilungen mit Heizkörpern angeschlossen werden. Ihre Markteinführung wird voraussichtlich April 2020 sein.

Die Installation einer Photovoltaikanlage macht eine klimafreundliche Wärmepumpe für bestehende Häuser ebenfalls lukrativ. Der selbsterzeugte Strom kann für den Betrieb der Wärmepumpe selbst, für das elektrische Nachheizen des Heizungswassers über einen Pufferspeicher oder zur Kombination von Wärmepumpe mit hocheffizienter Infrarotheizung genutzt werden. Das Klimapaket unterstützt die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung. Die Zusatzeinnahmen aus der nun höheren CO2-Bepreisung werden zur stärkeren Senkung der EEG-Umlage genutzt. Wer eine Wärmepumpe hat, profitiert deshalb gleich doppelt: Der CO2-Preisaufschlag auf fossile Brennstoffe muss nicht gezahlt werden, und der Strom für die Wärmepumpe wird günstiger. Dennoch: Selbst erzeugter Strom mit einer Photovoltaikanlage bringt immer noch die größte Entlastung bei den Stromkosten.

Mit welchen Wärmepumpen Umweltenergie effizient genutzt werden kann, erfahren Sie hier!