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Was bedeutet das Klimapaket für Haus und Heizung?

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Das Klimapaket der Bundesregierung ist da! Bund und Länder haben dazu Ende Dezember 2019 das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) formal verabschiedet. Damit ist das Klimapaket sogar noch schwerer geworden. Denn der ursprünglich von der Bundesregierung festgelegte Einstiegspreis von 10 Euro pro freigesetzter Tonne Kohlendioxid liegt nun deutlich höher. Beschlossen sind 25 Euro pro Tonne CO2. Im Gegenzug gibt es Entlastungen bei dem Strompreis. Außerdem sieht das Klimapaket steuerliche Abschreibungen und höhere Förderungen für die Modernisierung von Haus und Heizung vor. Ab sofort können die Bürger diese Teile des Klimapakets auspacken: Schon vom 1. Januar 2020 an profitieren Hausbesitzer von den umfangreichen Steuervergünstigungen und Fördergeldern. Ab 2021 gilt dann der CO2-Preis.

Wer jetzt also seine alte Heizung gegen eine effiziente und ökologische austauscht, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch seinem Geldbeutel. Eine neue Heizung spart spürbar Energiekosten und wird noch höher bezuschusst. Das zahlt sich künftig immer mehr aus, denn die Preise für fossile Energieträger – insbesondere für Heizöl – werden ab 2021 jedes Jahr kräftig steigen.

  • Aber welche Heizung ist im Sinne des Klimapakets ökologisch – und gleichzeitig wirtschaftlich?
  • Wie steht es um die Zukunft von Ölheizungen und Gasheizungen?
Welche Vorteile und Konsequenzen das Klimapaket konkret für Ihre Heizung oder Ihr Haus hat, erfahren Sie auf dieser Seite – immer auf dem neusten Stand.

Inhaltsübersicht:

Was bedeutet das Klimapaket für mein Haus und meine Heizung?

Welche neuen Förderungen beinhaltet das Klimapaket für Hausbesitzer?

Sind Gasheizungen nach dem Klimapaket zukunftssicher?

Können Wärmepumpen auch mit Heizkörpern betrieben werden?

Wie wirkt sich der CO2-Preis in Zukunft auf die Heizkosten aus?

Welche Ziele verfolgt das Klimapaket?

In das Klimapaket hat die Bundesregierung eine Vielzahl an Maßnahmen gepackt, um gemäß dem Klimaschutzabkommen von Paris 2015 die CO2-Emissionen in Deutschland Schritt für Schritt zu senken.

Klimaneutralität ab 2050:

Ziel ist es, ab 2050 nicht mehr CO2 in die Umwelt abzugeben, als die Natur beispielsweise über Pflanzen auch wieder aufnehmen kann. Denn derzeit wird weltweit deutlich zu viel CO2 in die Atmosphäre abgegeben – und das gilt als Hauptursache für die Klimaerwärmung mit allen negativen Folgen für Menschen und Umwelt. Die Rechtsgrundlage, um das Klimapaket zur CO2-Reduzierung in Deutschland umzusetzen, ist das zum Jahresausgang 2019 verabschiedete Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG). Es schreibt jährliche Obergrenzen der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 als Etappenziele vor. Aufgeteilt sind die Zielmarken nach den Hauptverursachern für den CO2-Ausstoß. Sie werden als Sektoren bezeichnet. Das sind: die Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft sowie die Abfallwirtschaft.

Gebäude als wesentlicher Verursacher:

Gebäude gehören zu den wesentlichen Verursachern von CO2-Emissionen. Für Heizung und Warmwasser werden etwa 26 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland verbraucht (Quelle: Umweltbundesamt). Entsprechend hoch ist der CO2-Ausstoß. Die gesetzliche Obergrenze dafür beträgt für das Jahr 2020 118 Mio. Tonnen. Zehn Jahre später, 2030, sinkt die Obergrenze auf „nur“ noch 70 Mio. Tonnen CO2. Zum Vergleich: Auf den Gebäudesektor entfielen 2017 noch rund 132 Mio. Tonnen CO2. Das waren über 14 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Heiztechnik ist Top-Thema:

Das Klimapaket zielt somit unter anderem darauf ab, Heizungen mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß auszutauschen. Deswegen werden fossile Energieträger künftig durch einen Preisaufschlag pro freigesetzte Tonne CO2 verteuert. Dies betrifft insbesondere ältere Ölheizungen. Geregelt wird das über das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Mit dem Klimapaket ändert sich auch die Förderpolitik: Wer für seinen Neubau oder im Zuge der Haussanierung eine Ölheizung plant, erhält ab 2020 generell keine Förderungen mehr. Große finanzielle Anreize gibt es hingegen für Investitionen in Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen – beispielsweise Wärmepumpen oder solarunterstützte Gas-Brennwertheizungen.

Um die Treibhausgasemissionen von Häusern zu senken, werden außerdem energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich absetzbar. Dazu zählen nicht nur die Investitionskosten selbst, sondern auch 50 Prozent der Aufwendungen für eine fundierte Energieberatung durch Experten.

Was bedeutet das Klimapaket für mein Haus und meine Heizung?

Grundsätzlich wird durch das Klimapaket kein Hausbesitzer gezwungen, unmittelbar eine Heizung zu erneuern, sein Haus zu dämmen oder neue Fenster einzubauen. Die gesetzlichen Vorgaben, ineffiziente alte Heizung auszutauschen, gelten aber natürlich weiterhin. Die schrittweise Verteuerung fossiler Brennstoffe, insbesondere von Heizöl, sowie die staatlichen Förderungen für einen Heizungstausch sollten Hausbesitzer allerdings möglichst sofort zum spitzen Bleistift greifen lassen. Denn eine neue Heizung wird sich nun noch früher bezahlt machen - als ohnehin schon über die damit verbundenen Brennstoffeinsparungen.

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Was bedeutet das Klimapaket für die Ölheizung in meinem Haus?

Austauschpflicht ab 30 Jahre bleibt

Eine Austauschpflicht für alte und nicht mehr effiziente Heizungen gibt es bereits. Vorgaben, welche Heizungen wann ausgetauscht werden müssen, sind in der EnEV (Energieeinsparverordnung) festgelegt. Als Faustregel gilt: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Darüber hinaus sieht das Klimapaket für bestehende Ölheizungen keine weiteren Verschärfungen vor.

Installationsverbot ab 2026 als Neuerung

Laut Klimapaket dürfen aber ab dem Jahr 2026 generell keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden, wenn sie ausschließlich den fossilen Brennstoff Öl als Energieträger nutzen. In Kombination mit erneuerbaren Energien sind jedoch auch nach 2026 noch neue Ölheizungen erlaubt! Solche sogenannten Hybridheizungen puffern Wärme aus Solarthermie und Ölheizung in einem Multifunktionsspeicher. Über integrierte Wärmetauscher wird die Energie dann für die Heizung und die Warmwasserbereitung eingesetzt.

Unabhängig davon verfolgt das Klimapaket jedoch das Ziel, dass Hausbesitzer zukünftig völlig auf Heizöl verzichten. Der Austausch einer Ölheizung wird deshalb durch eine um 10 Prozent höhere Förderung belohnt. Sind bei einer Ölheizung teure Reparaturen wie der Brennertausch oder ein neuer Tank fällig, sollte also genau nachgerechnet werden, ob sich der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung nicht schon jetzt lohnt.

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Wie ist das Klimapaket zu bewerten?

Der Geschäftsführer Vaillant Deutschland teilt seine Meinung

(01:39min)

Welche neuen Förderungen beinhaltet das Klimapaket?

Reform bestehender Maßnahmen

Über die bestehenden Maßnahmen wie das Marktanreizprogramm (MAP) und KfW-Förderungen werden höhere Geldsummen ausgezahlt. Das MAP fördert in erster Linie Einzelmaßnahmen wie den Heizungstausch – jetzt sogar inklusive der angeschlossenen Wärmeverteilung. Die KfW-Programme dienen vorrangig der Förderung energieeffizienter Neubauten und energetischer Haussanierungen. Ölheizungen werden generell nicht mehr gefördert.

Erhöhung allgemeiner Förderungen

Die Förderungen werden grundsätzlich um etwa 10 Prozent erhöht. Außerdem geht es nicht mehr um feste Beträge, sondern – viel attraktiver – prozentuale Anteile der Investition.

Austauschprämie für Ölheizungen

Teil des Klimapakets ist eine zusätzliche „Austauschprämie" in Höhe von 10 Prozent, wenn eine Ölheizung ersetzt wird. Je nachdem, wie stark erneuerbare Energien genutzt werden, bezahlt so der Staat bis zu 45 Prozent der neuen Heizung.

Steuerliche Förderung

Neu wird auch die steuerliche Abschreibung von energetischen Sanierungsmaßnahmen am selbstgenutzten Wohneigentum. Hausbesitzer sollen über drei Jahre verteilt 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuer absetzen können. Darüber hinaus können 50 Prozent der Kosten für Energieberater in Abzug gebracht werden.

Sind Gasheizungen nach dem Klimapaket noch zukunftssicher?

Ja, Gasheizungen werden im Klimapaket sogar weiter gefördert, wenn durch sie beispielsweise eine alte Ölheizung ersetzt wird. Erforderlich ist aber, dass erneuerbare Energien wie Solarthermie ebenfalls genutzt werden. Solche Hybridheizungen sind immer dann erlaubt, wenn die vollständige Umstellung auf erneuerbare Wärme, wie zum Beispiel auf Wärmepumpen, technisch nicht möglich ist.

Die „Ungleichbehandlung“ von Gas- und Ölheizungen, die ja beide fossile Brennstoffe in Wärme umsetzen, hat übrigens einen einfachen Grund: Zum einen ist der Emissionsfaktor von Erdgas schon heute etwa 25 Prozent günstiger als bei Heizöl. Zum anderen können die verbleibenden CO2-Emissionen über die Einspeisung von Biogas oder „grünem Gas“ aus überflüssigem Öko-Strom in das bereits bestehende Versorgungsnetz sehr schnell und einfach noch weiter verringert werden. Gas als Energieträger sorgt also nicht nur für Versorgungssicherheit, sondern ist zugleich eine unverzichtbare „Brückentechnologie“ bis zum vollständigen Umstieg auf regenerative Energien.

Können Wärmepumpen auch mit Heizkörpern betrieben werden?

Technisch ist es auf jeden Fall möglich, eine Wärmepumpe als Ersatz für eine veraltete Ölheizung an bestehende Wärmeverteilungen anzuschließen. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, sind jedoch bestimmte Voraussetzungen zu prüfen. Hausbesitzer sollten dafür am besten einen Heizungsfachmann zurate ziehen. Vereinbaren Sie gerne einen kostenlosen Beratungstermin in Ihrem Haus mit einem versierten Vaillant Fachpartner. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Hier vorab aber schon die wichtigsten Hintergrundinformationen: In den meisten Gebäuden mit einer Öl- oder Gasheizung wird die Heizwärme in der Regel über Heizkörper abgegeben. Oft werden Heizkörper mit höheren Temperaturen (etwa 55-70°C) betrieben, um die Räume komfortabel zu beheizen. Wärmepumpen, die ihre Energie zum Beispiel aus der Außenluft ziehen, arbeiten hingegen desto wirtschaftlicher, je niedriger die Heizwassertemperatur (auch Vorlauftemperatur genannt) ist. Um mit geringeren Vorlauftemperaturen die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, werden im Neubau Wärmepumpen üblicherweise mit Fußbodenheizungen kombiniert. Die Vergrößerung der Heizfläche – statt einzelner Heizkörper gibt der gesamte Fußboden Wärme ab – kompensiert dann das geringere Temperaturniveau des Heizungswassers und steigert sogar zusätzlich den Komfort

In bestehenden Häusern ist es aber oft sehr aufwändig, eine Fußbodenheizung nachträglich zu installieren. Doch es gibt häufig wirtschaftliche Möglichkeiten, auch hier Wärmepumpen zu nutzen - etwa durch den Tausch einzelner Heizkörper um die Vorlauftemperatur zu senken. Vaillant entwickelt dazu die neue Wärmepumpe aroTHERM plus. Sie erreicht höhere Vorlauftemperaturen und kann somit an viele bestehende Wärmeverteilungen mit Heizkörpern angeschlossen werden. Ihre Markteinführung wird voraussichtlich April 2020 sein.

Die Installation einer Photovoltaikanlage macht eine klimafreundliche Wärmepumpe für bestehende Häuser ebenfalls lukrativ. Der selbsterzeugte Strom kann für den Betrieb der Wärmepumpe selbst, für das elektrische Nachheizen des Heizungswassers über einen Pufferspeicher oder zur Kombination von Wärmepumpe mit hocheffizienter Infrarotheizung genutzt werden. Das Klimapaket unterstützt die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung. Die Zusatzeinnahmen aus der nun höheren CO2-Bepreisung werden zur stärkeren Senkung der EEG-Umlage genutzt. Wer eine Wärmepumpe hat, profitiert deshalb gleich doppelt: Der CO2-Preisaufschlag auf fossile Brennstoffe muss nicht gezahlt werden, und der Strom für die Wärmepumpe wird günstiger. Dennoch: Selbst erzeugter Strom mit einer Photovoltaikanlage bringt immer noch die größte Entlastung bei den Stromkosten.

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* Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Lediglich die Fördergeldberatung im Rahmen des Vaillant Fördergeld Services ist Bestandteil der Aktion und auf 800 Fördergeldanträge beschränkt. Der Klima-Bonus wird beim Tausch einer alten Ölheizung gegen ein neues klimafreundliches Vaillant Gerät gewährt. Lesen Sie dazu mehr in den Teilnahmebedingungen (135 kB).