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Heizung und Klimaschutz

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+++ Aktuelles zum Klimaschutzgesetz und mehr +++

Die neue Bundesregierung hat mit dem Koalitionsvertrag vereinbart, 2022 das Klimaschutzgesetz konsequent weiterzuentwickeln. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt, hervorgerufen durch den Krieg in der Ukraine, treibt die Bundesregierung die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden jetzt noch schneller voran. Hier alles Wichtige*, was Ihre Heizung und Ihr Haus betrifft:

Das kommt: Neues Förderprogramm soll den Wechsel von Gasheizungen zu Wärmepumpen beschleunigen.

Diese Ankündigung machten Vertreter der Ampelkoalition am 24. März 2022 bei einer Pressekonferenz. Sobald die Förderrichtlinien feststehen, erfahren Sie die Einzelheiten auf unsern Förderseiten.

Das kommt: Austauschprogramm für Gasheizungen, die älter als 20 Jahre sind!

Auch diese Effizienzmaßnahme hat die Bundesregierung am 24. März 2022 bekanntgegeben. Flankiert werden soll das Gaskesselaustauschprogramm durch erweiterte Förderungen. Weitere Informationen der Regierung folgen in Kürze und erfahren Sie bei uns auf dieser Seite.

Das ist beschlossen: Ab 2023 markiert das Effizienzhaus 55 den gesetzlichen Mindeststandard der Gebäudeeffizienz.

Der gesetzliche Mindeststandard für Neubauten ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) geregelt. Er umfasst Vorgaben für die Anlagentechnik, insbesondere die Heizung, sowie für die Begrenzung von Wärmeverlusten über die Gebäudehülle. Details, wie der neue Mindeststandard zu erfüllen ist, werden durch die Neufassung des GEG noch erarbeitet. Darüber hinaus ist in der Diskussion, ab 2025 das Effizienzhaus 40 als Baustandard für Wohnhäuser vorzugeben.

Das ist geplant: Ab 2024 soll möglichst jede neue Heizungsanlage mindesten zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen!

Effiziente Gas-Hybridsysteme in Kombination mit Wärmepumpen, die die neuen Anforderungen erfüllen, hat Vaillant bereits auf dem Markt.

Das ist beschlossen: Stufenmodell teilt CO₂-Preis der Heizkosten zwischen Mietern und Vermietern auf.

Ab dem 1. Januar 2023 soll der CO₂-Preis zwischen Mieter und Vermieter von Wohnungen aufgeteilt werden. Ausschlaggebend ist dafür die energetische Qualität des Gebäudes. Bei einem Effizienzhaus 55 trägt beispielsweise der Mieter den gesamten CO₂-Preis. In einem unsanierten Altbau mit hohen CO₂-Emissionen trägt der Vermieter bis zu 90 Prozent dieser Kosten. Der CO₂-Preis wird auf fossile Brennstoffe aufgeschlagen, um zum Energiesparen und zum Heizen mit erneuerbaren Energien zu motivieren. Tipps zur Haussanierung finden Sie in unserem Ratgeber.

Das ist beschlossen: Stufenmodell der CO₂-Kostenaufteilung gilt auch für Gebäude mit gemischter Nutzung.

Das Stufenmodell wird auch auf Wohn-, Alten- und Pflegeheime sowie auf Gebäude mit Wohn- und Gewerbeflächen angewandt. Der CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe soll in Nichtwohngebäuden je zur Hälfte von Mieter und Vermieter getragen werden. Ein Stufenmodell für Nichtwohngebäude ist in der Planung.

* Alle Angaben ohne Gewähr

Das Klimaschutzgesetz: Diesen Weg nehmen Heiztechnik und Heizkosten.

Klimapaket, Klimasofortprogramm, Klimaschutzgesetz – gesellschaftlich und politisch ist das Wort „Klima“ in aller Munde. Denn die Auswirkungen des Klimawandels, ausgelöst durch zu hohe Emissionen von Treibhausgasen, sind für jeden spürbar. Das macht nachhaltige Konzepte zur Gewinnung und Nutzung von Energie so dringend – auch im Heizungskeller! In den vergangenen Jahren wurde der Ausstoß an Treibhausgasen im Gebäudesektor kaum gesenkt und macht nicht zuletzt auch deshalb einen erheblichen Teil der CO₂-Emissionen in Deutschland aus. Die gute Nachricht: Klimafreundliche Heiztechniken mit erneuerbaren Energien gibt es bereits. So kann jeder Hausbesitzer seinen ganz persönlichen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Belastung leisten und außerdem seine Kosten beträchtlich verringern. Denn sicher ist: Je mehr fossile Brennstoffe (noch) genutzt werden, umso höher steigen die Heizkosten. So sieht es das Klimaschutzgesetz vor. Weitere Konsequenzen dieses Gesetzes für Haus und Heizung erfahren Sie hier kompakt zusammengefasst.

Was ist also die ökologisch und ökonomisch günstigste Heiztechnik der Zukunft? Wie geht es mit Ölheizungen und Gasheizungen weiter? Welche Heizungen werden am besten gefördert? Mithilfe dieses Ratgebers und unserer "Förderinfo Modernisierung" sind Sie bei allen Fragen gut beraten.

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Wir informieren Sie regelmäßig zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, möglichen Heizungslösungen für Ihr Eigenheim und zu maximalen Förderung durch den Staat.

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Inhalt:

Verpflichtet das Klimapaket, eine neue Heizung einzubauen?

Warum sollen Ölheizungen abgeschafft werden?

Warum sind Gasheizungen mit Solartechnik erlaubt?

Warum werden Wärmepumpen begünstigt?

Aktuelle Begriffe der Klimagesetzgebung
Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG)Gesetzliche Festlegung von Obergrenzen der jährlichen Treibhausgas-Emissionen. Die erlaubten Emissionsmengen sind für sechs Wirtschaftssektoren definiert, darunter der Sektor „Gebäude“. Ausgehend von der Jahresemission im Jahr 1990 (entspricht 100 %) ist eine schrittweise, prozentuale Minderung bis zur Treibhausgas-Neutralität im Jahr 2045 vorgezeichnet.
Klimaschutz-Sofortprogramm 2022Das 2021 überarbeitete Klimaschutzgesetz sieht bis 2030 größere Einsparungen an Treibhausgas-Emissionen vor als die Gesetzesfassung von 2019. Mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm 2022 stellt die Bundesregierung für diesen Zeitraum zusätzliche 8 Milliarden Euro an Finanzhilfen bereit, um die verschärften Klimaziele zu erreichen. Davon sind über 5 Milliarden Euro für die Sanierung von Gebäuden reserviert, wie zum Beispiel dem Heizungstausch.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)Förderrichtlinien für die Inanspruchnahme von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten für die energetische Sanierung von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden, für den Bau von Effizienzhäusern und Einzelmaßnahmen wie die Installation einer umweltfreundlichen Heizung.
Brennstoff-Emissionshandelsgesetz (BEHG)Gesetzliche Regelung des Handels mit Emissionszertifikaten, aus denen die CO₂-Bepreisung resultiert. Der Preis pro ausgestoßener Tonne CO₂ ist zunächst bis zum Jahr 2025 festgelegt, steigt aber jährlich. Fossile Brennstoffe werden so unabhängig des Markpreises verteuert.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)Gesetzliche Festlegung der angestrebten Strommengen, die künftig aus erneuerbaren Energien erzeugt werden sollen, vor allem aus Windkraft und Photovoltaik. Das Gesetz regelt auch die Förderungen, um Investitionsanreize zu schaffen.
Gebäudeenergiegesetz (GEG) Dieses Gesetz enthält Vorgaben für Bauherren, wie hoch der Primärenergiebedarf eines Haustyps sein darf und wie hoch der Anteil an erneuerbaren Energien sein muss. Das hat maßgeblichen Einfluss auf die Wahl der Heiztechnik.
KlimapaketUmgangssprachliche Bezeichnung für das Bündel an Maßnahmen der Bundesregierung aus Gesetzen und Förderungen, um die Treibhausgas-Emissionen zu senken.

Verpflichtet das Klimapaket, eine neue Heizung einzubauen?

Grundsätzlich enthält das Klimaschutzgesetz keine unmittelbaren Vorgaben für Hausbesitzer. Maßnahmen, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, wie die Heizung zu erneuern, das Haus zu dämmen oder neue Fenster einzubauen, werden in anderen Gesetzen geregelt. Jedoch sind die Jahresemissionsmengen des KSG 2021 maßgeblich für emissionssparende Vorgaben, die aktuell für Gebäude gelten und zukünftig wohl noch strenger werden. Die Verpflichtung, ineffiziente alte Heizungen auszutauschen, gehört bereits dazu. Die Summe aller Forderungen und Förderungen rund um den Klimaschutz wird auch als Klimapaket bezeichnet (siehe Kasten).

Fest steht, dass durch die CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe sich insbesondere Heizöl stetig verteuert. Und klar ist auch: Die aktuell hohen staatlichen Förderungen machen gerade jetzt die Investition in eine neue Heizung mit „grüner“ Energie besonders attraktiv. Eine Chance, die Sie nutzen sollten.

Warum sollen Ölheizungen abgeschafft werden?

Das Klimaschutzgesetz senkt die Jahresemissionsmengen, die durch Gebäude verursacht werden, kontinuierlich ab. Durch die Verbrennung von Heizöl wird besonders viel CO₂ in die Umwelt abgegeben. Leider sind in Deutschland noch sehr viele und vor allem alte, ineffiziente Ölheizungen in Betrieb. Um die Emissionsziele zu erreichen, muss auf Ölheizungen weitestgehend verzichtet und bei einer notwendigen Heizungsmodernisierung direkt auf umweltfreundliche Heiztechnik umgestellt werden.

Einzelheiten zu den gesetzlichen Regeln zum Weiterbetrieb und der Austauschpflicht für Ölheizungen finden Sie in unserem Ratgeber Ölheizung austauschen.

Wichtig zu wissen: Der Austausch einer Ölheizung wird durch eine um 10 Prozent höhere Förderung belohnt. Sind bei einer Ölheizung teure Reparaturen wie der Brennertausch oder ein neuer Tank fällig, sollte also genau nachgerechnet werden, ob sich der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung nicht auch finanziell lohnt.

Warum sind Gasheizungen mit Solartechnik erlaubt?

Die „Ungleichbehandlung“ bei der Förderung von Gas- und Ölheizungen, die ja beide fossile Brennstoffe in Wärme umsetzen, hat zwei gute Gründe: Zum einen ist der CO₂-Emissionsfaktor von Erdgas etwa 25 Prozent günstiger als bei Heizöl. Zum anderen lassen sich selbst diese CO₂-Emissionen künftig noch deutlich verringern, indem Biogas oder grünes Gas aus Öko-Strom in das bestehende Versorgungsnetz eingespeist wird. Gas als Energieträger sorgt also nicht nur für Versorgungssicherheit, sondern ist zugleich eine unverzichtbare „Brückentechnologie“ bis zum vollständigen Umstieg auf regenerative Energien. Erforderlich ist aber, dass erneuerbare Energien wie Solarthermie ebenfalls genutzt werden. Solche Hybridheizungen sind immer dann erlaubt, wenn die vollständige Umstellung auf erneuerbare Wärme, wie zum Beispiel auf Wärmepumpen, technisch nicht möglich ist.

Warum werden Wärmepumpen begünstigt?

Für die Verringerung der CO₂-Emissionen sind Wärmepumpen eine sehr gute Lösung: Sie brauchen nur 25 Prozent Antriebsenergie (Strom), um 100 Prozent Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung aus der Umwelt zu gewinnen. Außerdem können Wärmepumpen mit weiteren erneuerbaren Energien kombiniert werden. Kommt zum Beispiel der Strom für die Wärmepumpe von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach, ist eine nahezu treibhausgasneutrale Heizung möglich.

Moderne Wärmepumpen können eine veraltete Ölheizung ersetzen und an bestehende Wärmeverteilungen angeschlossen werden. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, sind jedoch bestimmte Voraussetzungen zu prüfen. Hausbesitzer sollten dafür am besten einen Heizungsfachmann zurate ziehen. Vereinbaren Sie gerne einen kostenlosen Beratungstermin in Ihrem Haus mit einem versierten Vaillant Fachpartner. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Wie eine Wärmepumpe arbeitet, welche technischen Lösungen es für den Neubau und die Sanierung gibt sowie Fakten zu zahlreichen Mythen, die sich um Wärmepumpen ranken, finden Sie in unserem Wärmepumpen-Ratgeber.

Mit welchen Wärmepumpen Umweltenergie effizient genutzt werden kann, erfahren Sie hier!