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Ölheizungsverbot ab 2026 – was ist dran?

Seitdem das Bundes-Klimaschutzgesetz (auch Klimapaket genannt) der Bundesregierung Ende 2019 offiziell in Kraft getreten ist, entsteht vermehrt Unsicherheit beim Thema Ölheizung. Gibt es eine Austauschpflicht oder sogar ein Verbot der Ölheizung? Erfahren Sie mehr zu Fakten und Hintergründen rund um die Ölheizung und erhalten Sie hilfreiche Antworten.

 

Inhaltsverzeichnis

Der Faktencheck zur Ölheizung

Austauschpflicht für Ölheizungen: was steckt dahinter?

Erneuerung von Ölheizungen: nichts Neues in Deutschland

Gasheizung, Wärmepumpe oder Solarthermie – was ist die beste Alternative zur Ölheizung?

Gibt es vom Staat Abwrackprämien für Ölheizungen?

Der Faktencheck zur Ölheizung

Es kursieren viele Gerüchte um das Thema Klimapaket und Ölheizung, seitdem das Bundes-Klimaschutzgesetz in Kraft getreten ist. Wir beantworten deshalb die wichtigsten Fragen mit Fakten und räumen mit Vermutungen auf.

 

Gibt es aufgrund des Klimapakets eine Austauschpflicht für Ölheizungen?

  • Nein. Niemand zwingt Sie zum Austausch, solange die Anforderungen der EnEV eingehalten werden.

 

Wird meine bestehende und funktionierende Ölheizung verboten?

  • Nein. Sie dürfen Ihre Ölheizung weiterhin betreiben. Falls Ihre Heizung allerdings das Alter von 30 Jahren überschreitet und weitere Aspekte zutreffen, müssen Sie den Austausch gemäß EnEV vornehmen.

 

Ich plane gerade den Einbau einer Ölheizung. Ist das erlaubt?

  • Ja, Sie dürfen ein modernes Öl-Brennwertgerät anschaffen und auch weiter betreiben. Ab 2026 ist der Einbau einer Öl-Brennwertheizung aber nur noch möglich, wenn sie zusammen mit erneuerbaren Energien (z.B. Wärmepumpe, Solarthermie) als Hybridheizung betrieben wird.

 

Macht ein Austausch meiner alten Ölheizung jetzt Sinn?

  • Ja, unbedingt. Sie erhalten eine um 10% höhere Förderung (und damit bis zu 45% insgesamt), wenn Sie Ihre alte Ölheizung gegen eine Hybridheizung oder eine Wärmepumpe austauschen. Zusätzlich bietet Vaillant bis zum 30.06.2020 mit dem Klimapaket Plus einen Klima-Bonus von bis zu 1.000 Euro, wenn Sie eines unserer klimafreundlichen Heizsysteme gegen Ihre alte Ölheizung tauschen. Wichtig zu wissen: Die Förderung von Brennwert-Ölheizungen gibt es nicht mehr.

Austauschpflicht für Ölheizungen: was steckt dahinter?

Zunächst ist von einer allgemeinen Austauschpflicht nicht die Rede. Viele Politiker und Medien haben ein „Verbot der Ölheizung“ erwähnt, aber nicht darauf hingewiesen, dass sich dieses Verbot ab 2026 nur auf Ölheizungen als einzige Energiequelle mit fossilem Brennstoff im Haus bezieht. Öl-Brennwerttechnik und erneuerbare Energien sind im Zusammenspiel als Hybridheizung weiterhin möglich. Inzwischen gibt es durch das Klimapaket attraktive Förderungen für Haushalte, die sich für den Austausch ihrer alten Ölheizung entscheiden. Die Bundesregierung möchte Haushalte dazu animieren, auf klimafreundlichere Heizungen umzusteigen, damit die Ziele des Klimapakets (eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen) erreicht werden können. Erneuerbare Energien und moderne Heizungen werden deshalb vermehrt gefördert, wohingegen fossile Energieträger wie Heizöl durch den CO2-Preisaufschlag künftig immer teurer werden.

In erster Linie spielen beim Klimapaket umweltpolitische Aspekte eine Rolle. Öl ist ein fossiler Energieträger, der nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, denn die Vorkommen in der Natur gehen zur Neige. Dazu kommt, dass Fördermethoden wie das umstrittene Fracking die Umwelt stark belasten. Hier soll in Deutschland gezielt gegengesteuert und der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden, um die Klimaziele Deutschlands zu erreichen.

Erneuerung von Ölheizungen: nichts Neues in Deutschland

Wann muss eine alte Ölheizung ausgetauscht werden?

Die Austauschpflicht wird sehr oft mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erneuerung von Heizungen verwechselt: Der Gesetzgeber schreibt in der EnEV (Energieeinsparverordnung) vor, dass alte Ölheizungen ausgetauscht werden müssen, wenn bestimmte Bedingungen zutreffen. Dabei ist entscheidend, wann die Ölheizung das erste Mal in Betrieb genommen wurde und mit welcher Kessel-Technologie sie arbeitet. Grundsätzlich soll durch diese Maßnahme die Umwelt geschont und der Ressourcenverbrauch verringert werden. Wer nun an seine neuwertige und tadellos arbeitende Ölheizung denkt, braucht sich deswegen keine Sorgen zu machen: Die Nutzung moderner Ölheizungen bleibt weiterhin erlaubt, ein Verbot der Ölheizung gibt es nicht. Wer aber austauschen muss, weil die Heizung die Anforderungen der EnEV nicht mehr erfüllt, für den sind Alternativen wichtig, die wir im Lauf dieses Artikels vorstellen.

Eine Ölheizung muss spätestens dann ausgetauscht werden, wenn sie 30 Jahre in Betrieb ist. Im Jahr 2020 fallen also Ölheizungen, die im Jahr 1990 in Betrieb genommen worden sind, unter die Austauschpflicht. Dies lässt sich für die folgenden Jahre entsprechend fortsetzen.

Aus diesem Grunde ist es wichtig zu wissen, wann die Ölheizung erstmals in Betrieb genommen wurde. Ist ein entsprechender Aufdruck auf dem Kessel nicht erkennbar oder nicht mehr vorhanden, gilt es, sich diese Information anderweitig zu besorgen, zum Beispiel über den zuständigen Schornsteinfeger oder Ihren Heizungs-Fachpartner.

Die Energieeinsparverordnung (EnEv) macht weiterhin eindeutige Aussagen über den Kesseltyp. Betroffen sind Ölheizungen, die über einen Konstanttemperaturkessel mit einer Heizleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt verfügen – also nicht auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik beruhen. Ist die Leistung des Konstanttemperaturkessels niedriger oder höher, dürfen diese Ölheizungen in aller Regel weiterbetrieben werden. Das Gleiche gilt für Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel, Festbrennstoffkessel, direkt befeuerte Warmwasserbereiter und Einzelraumheizungen.

Wenn in Einzelfällen ein Heizbetrieb ausschließlich mit erneuerbaren Energien nicht möglich ist (z.B. in ländlichen Regionen oder bei speziellen Gebäuden), ist die Kombination mit einer modernen Öl-Brennwertheizung möglich.

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Was mache ich mit dem Rest an Heizöl?

Es ist oft möglich, dass im Öltank noch Brennstoff vorhanden ist. Prinzipiell steht es in diesem Fall jedem Heizungsbesitzer frei, dieses Öl zu verkaufen, wenn es noch verwendbar ist. Dabei ist allerdings extrem wichtig, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und für einen sicheren Transport zum Käufer zu sorgen. Unter keinen Umständen darf beim Abpumpen oder Transport eine Gefahr – zum Beispiel für den Boden oder die Luft – von dem Öl ausgehen. Deshalb sollte diese Aufgabe von einem Fachmann übernommen werden. Wer sich die Arbeit selbst zutraut, sollte zumindest einen Fachmann im Vorfeld konsultieren und das genaue Vorgehen absprechen.

Ist das alte Öl nicht mehr brauchbar, darf es nicht mehr verkauft und muss fachgerecht entsorgt werden. Dies gilt auch für altes Öl, das zwar brauchbar ist, welches Sie aber nicht verkaufen wollen. Für die Entsorgung von altem Öl sollte ein zertifizierter Fachmann hinzugezogen werden, sofern sich nicht nur geringe Mengen im Heizöltank befinden.

Auch hier macht der Gesetzgeber eindeutige Vorschriften, die jeder kennen sollte, der seine alte Ölheizung durch eine moderne Heizung ersetzt. Allerdings gelten in jedem Bundesland gesonderte Regelungen. Allen gemein ist, dass immer die zuständige Wasserschutzbehörde über die Stilllegung einer alten Ölheizung informiert werden muss. Der Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass keinesfalls Altöl ins Grundwasser gelangen darf. Bereits wenige Tropfen können hier erhebliche Schäden anrichten, wertvolles Trinkwasser verseuchen und zu einer schwerwiegenden Belastung für die Umwelt führen.

Was passiert mit dem Öltank?

Für die Entsorgung eines Öltanks sind verschiedene Schritte erforderlich. Wie bei der Entsorgung von altem Heizöl und bei der allgemeinen Entsorgung von Altgeräten gilt auch hier: Es muss ein zertifizierter Fachmann hinzugezogen werden. Nach dem fachgerechten Abpumpen des Altöls müssen zunächst die Verbindungen zwischen Kessel und Tank der Ölheizung getrennt und die Rohrleitungen ausgebaut werden. In den nächsten Arbeitsschritten wird der Kessel demontiert, in mehrere Teile zerschnitten, abtransportiert und ordnungsgemäß entsorgt. Wir raten dazu, ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen mit dieser Aufgabe zu betrauen. Ihr Heizungs-Fachpartner nennt Ihnen gerne geeignete Firmen für die sichere und saubere Entsorgung des alten Öltanks.

Gasheizung, Wärmepumpe oder Solarthermie – wie heize ich klimabewusst?

Für jeden Hausbesitzer stellt sich bereits vor der Entsorgung der alten Ölheizung die Frage nach der besten Alternative für das zukünftige Heizen. Diese Frage lässt sich jedoch nicht allgemeingültig, sondern nur individuell beantworten.

Viele Eigentümer, die heute neu bauen oder eine Immobilie renovieren und dabei die alte Heizanlage austauschen müssen, entscheiden sich für eine Gasheizung oder eine Wärmepumpe. Es lohnt sich unter Umständen aber auch, über andere Varianten oder Kombinationen nachzudenken.

Welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Heizungen und was ist dafür erforderlich?

Gasheizung

Eine Gasheizung ist kostengünstig, effizient und benötigt nur sehr wenig Platz. Kennzeichnend ist ihre kompakte Bauweise. Die Wärme, die zum Heizen und für Warmwasser erforderlich ist, wird durch die Verbrennung von Gas erzeugt. Bei modernen Heizungen kann die Wärme aus dem Abgas durch den Brennwerteffektnutzbar gemacht werden. Die Voraussetzung für die Installation von Gasheizungen ist ein entsprechender Gaslieferant: Entweder ist ein Anschluss der kommunalen Gasversorgung bereits im oder vor dem Haus vorhanden oder man nutzt einen Gastank, der beispielsweise im Garten über- oder unterirdisch verbaut ist. Es gibt verschiedene Typen von Gasheizungen in allen Größen und Leistungsstufen. Die Gas-Brennwertheizung ist heutzutage die am häufigsten anzutreffende Gasheizung. In Kombination mit Solarthermie lässt sich die Gasheizung besonders energieeffizient und ressourcenschonend betreiben, da die kostenlose Sonnenenergie als zusätzlicher Wärmelieferant genutzt wird.

Wärmepumpen

Wärmepumpen gewinnen seit Jahren an Bedeutung. Sie nutzen die Wärme, die in der Erde, in der Luft oder im Grundwasser vorhanden ist. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass es sich dabei um erneuerbare Energie handelt, die unbegrenzt verfügbar sind. Die Aufgabe einer Wärmepumpe besteht darin, die in der Natur vorhandene Wärmeenergie von einem niedrigen auf ein höheres Temperaturniveau zu heben, sodass sie einerseits zum Heizen und andererseits zur Erzeugung von Warmwasser genutzt werden kann. Wärmepumpen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Vor der Anschaffung ist es wichtig, eine fundierte Entscheidung zu treffen, welche Art der Wärmequelle genutzt werden soll. Wärmepumpen bringen eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich: Sie weisen eine hohe Flexibilität hinsichtlich ihres Einsatzes auf, sind umweltfreundlich und eignen sich besonders gut für Flächenheizungen wie die Fußbodenheizung. Außerdem gewinnen Nutzer mit ihnen ein Stück Unabhängigkeit, denn sie werden von steigenden Öl- und Gaspreisen nicht mehr übermäßig belastet. Für den Betrieb einer Wärmepumpe für Ein- oder Mehrfamilienhäuser ist Strom nötig, der im Optimalfall mit der eigenen Photovoltaikanalge erzeugt wird. Durch diese Kombination lässt sich noch mehr Unabhängigkeit von Marktpreisen erzielen und die Betriebskosten sinken.

Solarthermieanlage

Die Solarthermieanlage nutzt die Energie der Sonne, um Wärme zu gewinnen. Sie wird oft verwechselt mit der Photovoltaikanlage. Auch wenn es eine gewisse äußere Ähnlichkeit gibt, sind die Unterschiede erheblich. Mit einer Photovoltaikanlage wird Strom erzeugt, der im Haushalt verbraucht oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann, während die Solarthermieanlage als Unterstützung für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt wird. Die wichtigste Gemeinsamkeit zwischen der Photovoltaikanlage und der Solarthermieanlage ist die Energiequelle, denn das ist in beiden Fällen die Sonne. Entscheidet man sich für den Einbau einer Solarthermieanlage, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. In der Regel lassen sich die besten Erfolge erzielen, wenn die Anlage auf einem Dach steht, das für eine günstige Sonneneinstrahlung ausgerichtet ist. Die Sonnenenergie, die durch die Kollektoren auf dem Dach gesammelt wird, wird dabei in Wärmeenergie umgewandelt. Damit dieser Prozess funktioniert, ist in den einzelnen Kollektoren („Sammlern“) eine sogenannte Solarflüssigkeit vorhanden, die von der Sonnenstrahlung erwärmt wird. Die Wärme wird dann über einen Pufferspeicher, einem wichtigen Bestandteil einer solarthermischen Heizanlage, an das Wasser abgegeben, das zur Unterstützung der Heizung und der Warmwasserbereitung verwendet wird.

Gibt es vom Staat Abwrackprämien für Heizungen?

Grundsätzlich gilt: der Staat beteiligt sich in Form von Darlehen und Zuschüssen, wenn eine neue und energieeffiziente Heizung angeschafft und die alte Ölheizung entsorgt wird. Es gibt zwei Ansprechpartner hinsichtlich dieser Fördermittel: Dabei handelt es sich um das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Förderung kann sich auf verschiedene Bereiche erstrecken und bezieht sich auf die Anschaffung alternativer Quellen zur Erzeugung von Wärme umfassen. Eine reine Entsorgung ohne Neuanschaffung wird nicht gefördert.

Seit Januar 2020 fördert die BAFA den Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue und effiziente Anlage mit der sogenannten Austauschprämie für Ölheizungen in Höhe von 10%. Arbeitet die neue Heizung vollständig mit erneuerbaren Energien (z.B. bei einer Wärmepumpe), werden insgesamt bis zu 45 % der Investitionskosten als Zuschuss gewährt. Eine Gas-Hybridheizung mit einem Mindestanteil von 25 % erneuerbarer Energie (z.B. in Verbindung mit Solarthermie) bringt dem Antragsteller einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von insgesamt bis zu 40 %.

Wichtig:

Um eine Förderung zu erhalten, muss der Antrag vor Beginn der Baumaßnahmen gestellt werden!

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* Bitte beachten Sie, dass auf sämtliche Fördermittel kein Rechtsanspruch besteht. Lediglich die Fördergeldberatung im Rahmen des Vaillant Fördergeld Services ist Bestandteil der Aktion und auf 800 Fördergeldanträge beschränkt. Lesen Sie dazu mehr in den Teilnahmebedingungen (140 kB).