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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – so funktioniert's, und das ist ab 2021 neu

Spätestens bis 2050 soll der Strombedarf in Deutschland vollständig aus treibhausgasneutralen Energiequellen gedeckt werden. Das ist das Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Dafür müssen vor allem Windenergie und Photovoltaik zur Stromerzeugung ausgebaut werden. Die Rahmenbedingungen setzt das EEG mit hohen Förderanreizen. Aber nicht nur für die großen Windparks und Solarkraftwerke. Sondern auch für Eigenheimbesitzer. Für die gibt es zum Beispiel durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) jetzt mehr Förderoptionen, wenn sie eine Photovoltaikanlage (PV) auf dem eigenen Grundstück installieren.

So funktioniert es: Das EEG kurz erklärt

Damit sich der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien lohnt, erhalten Betreiber dafür eine kalkulierbare Vergütung. Der zugesagte Abnahmepreis ist je nach Größe der Anlage und Art der Energiequelle unterschiedlich und im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt. Außerdem verpflichtet das EEG die Netzbetreiber, den Strom aus solchen Anlagen abzunehmen und zu vermarkten.

Die EEG-Förderung besteht also nicht in Zuschüssen für den Bau der Anlagen, sondern in garantierten Stromvergütungen über einen Zeitraum von 20 Jahren. In der Regel können Anlagen jedoch deutlich länger betrieben werden – PV-Anlagen zum Beispiel 30 Jahre und mehr. Für Anlagen, die inzwischen aus dem 20-jährigen Förderzeitraum gefallen sind – sogenannte ausgeförderte Anlagen – enthält das EEG 2021 neue Regelungen der Einspeisevergütung.

Den Vergütungsgarantien des EEG stehen stark, sogar stündlich schwankende Marktpreise gegenüber. Denn Strom wird an einer Börse gehandelt und folgt dem üblichen Prinzip von Angebot und Nachfrage. In der Regel liegt der Markpreis unter der zugesagten Vergütung für Ökostrom. Zwar variieren bei großen Anlagen dann auch die Abnahmepreise. Dennoch entsteht eine Kostendifferenz, die auf (fast) alle Stromkunden umgelegt wird – bekannt als EEG-Umlage. Auf der Stromrechnung privater Verbraucher ist sie als Sonderposition ausgewiesen (siehe auch FAQ).

Das ist neu: Reform des EEG 2021 stärkt Verbrauch von Eigenstrom

Aus den geänderten Regelungen des EEG 2021 ergibt sich, dass der Eigenstromverbrauch noch lukrativer wird:

  • Ab dem 1. Januar 2021 entfällt für Anlagengrößen bis 30 kWp und bis zu einem Eigenstromverbrauch von 30 MWh pro Jahr die EEG-Umlage.

Leistungsgrößen unter 30 kWp sind typisch für PV-Anlagen auf den Hausdächern von Eigenheimen. Ein möglichst konstant hoher Eigenverbrauch lässt sich hier beispielsweise durch den Betriebsstrom für eine Wärmepumpe erzielen. Darüber kann dann der Energiebedarf für Raumwärme – zum Teil auch für Kühlung – und Warmwasser gedeckt werden. Weiter optimieren lässt sich der Eigenverbrauch durch einen Batteriespeicher. Der dann noch überschüssige Strom kann eingespeist werden. Das EEG legt dazu die Berechnung der Vergütung fest.

Die jeweils aktuellen Vergütungssätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur.

So geht es weiter: Die nächste Novelle des EEG

Das EEG hat die Ausbaupfade für die Stromerzeugung aus Wind und Sonne bis zum Jahr 2030 in zweijährlichen Etappenzielen festgeschrieben. Strom aus Biomasse spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Der technologische Fortschritt der Anlagentechnik für Windkraft und Photovoltaik macht Ökostrom immer wettbewerbsfähiger. Daher will der Gesetzgeber im Jahr 2027 prüfen, ob der weitere Ausbau von Wind- und PV-Anlagen in Zukunft noch auf Förderungen angewiesen ist. Es ist zu erwarten, dass ab 2030 die Subventionen für die Ökostromerzeugung weiter zurückgenommen werden und dann auslaufen – ein weiterer Grund, jetzt in eine Solarstromanlage auf dem Hausdach zu investieren.

Detaillierte Informationen zu Förderungen von PV-Anlagen lesen Sie unserem Ratgeber.

Technische Systemlösungen von Vaillant für PV-Anlagen stellen wir Ihnen hier vor.

FAQ