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Die neuen Förderungen für PV-Anlagen – von Förderkredit bis Einspeisevergütung

BEG-Förderstopp betrifft PV-Anlagen nur zum Teil.

Gemäß der BEG-Richtlinie für Wohngebäude (BEG WG) können PV-Anlagen den förderfähigen Kosten von Effizienzhäusern zugerechnet werden. Bei Sanierungen ist das wieder möglich. Die Neubauförderung wird hingegen neu ausgerichtet. Welche Förderungen künftig hier für PV-Anlagen im Neubau bestehen, bleibt abzuwarten. Auf dieser Seite erfahren Sie dazu immer das Neuste.

Vom Förderstopp nicht betroffen ist das KfW-Programm 270 (Erneuerbare Energien – Standard; Details dazu hier). Daraus gibt es zinsgünstige Kredite für den Bau oder die Erweiterung von PV-Anlagen.

Auch die PV-Förderung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) läuft weiter. Die diskutierte Abschaffung der EEG-Umlage betrifft die Finanzierung der Förderung, nicht die Förderung durch eine Einspeisevergütung an sich. Allerdings sind auch hier Neuerungen zu erwarten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Bis zum Jahr 2050 soll in Deutschland der Strom nur noch treibhausgasneutral erzeugt werden. Dafür ist insbesondere der stärkere Ausbau von Photovoltaik (PV) auf Hausdächern erforderlich. Der Staat schafft deshalb neue und zusätzliche finanzielle Anreize. Hausbesitzer – ob von Eigenheimen oder Mehrfamilienhäusern – können zwischen zwei unterschiedlichen Förderungen wählen. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt der Gesetzgeber den Bau von Photovoltaikanlagen für die Eigenstromversorgung. Mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) subventioniert der Staat die Einspeisung und die Vermarktung von Photovoltaikstrom. Eine Kombination beider Förderungen ist nicht möglich. Hier einige Hintergrundinformationen.

Lohnt sich der Bau einer PV-Anlage?

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist zunächst eine technische Frage. Experten, die Sie unter den Vaillant Fachpartnern finden, können sehr leicht anhand der Lage Ihres Gebäudes und der Ausrichtung Ihrer Dachflächen oder angrenzender Gebäude ermitteln, wie viel Sonnenstrom erzeugt werden kann (technische Informationen zu Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen finden Sie hier). Passen die Standortbedingungen, lässt sich mit einer PV-Anlage aufgrund der Fördermöglichkeiten viel Geld sparen oder verdienen:

  • selbsterzeugter Strom wird kostenlos geliefert
  • Strom, den Eigenheimbesitzer selbst nutzen, ist nach dem neuen EEG 2021 von der EEG-Umlage befreit (für Anlagengrößen bis 30 kWp und bis zu einem Eigenstromverbrauch von 30 MWh pro Jahr)
  • Vermieter haben durch den geförderten Verkauf von Ökostrom an ihre Mieter eine zusätzliche Einnahmequelle

Neben den wirtschaftlichen Aspekten ist natürlich auch ein überzeugendes Argument für Photovoltaik: Sonnenstrom ist nachhaltig und CO₂-neutral.

PV-Förderung nach der BEG (aktuell noch gestoppt)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist differenziert aufgestellt. Einerseits nach geförderten Einzelmaßnahmen, wie der Erneuerung einer alten Heizung (BEG EM). Andererseits wird der Bau oder Ersterwerb von Effizienzhäusern gefördert sowie die Sanierung von Bestandsgebäuden, damit sie das energetische Niveau eines Effizienzhauses erreichen (BEG WG). Die Installation einer PV-Anlage als Einzelmaßnahme wird nicht gefördert. Allerdings führt die KfW-Bank das Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ fort. Dieser Förderkredit ist zinsverbilligt, enthält darüber hinaus aber keine weiteren staatlichen Beihilfen, wie beispielsweise Tilgungszuschüsse. Dafür ist die Kombination mit Förderungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) möglich.

Die BEG subventioniert allerdings PV-Anlagen beim Bau und Ersterwerb eines Effizienzhauses sowie der Sanierung. Hierbei können alle Investition der PV-Anlage in die förderfähigen Kosten einbezogen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Sonnenstrom selbst genutzt und nicht ins Versorgungsnetz eingespeist wird. Daher erhalten PV-Anlagen mit einer Bundesförderung auch keine Einspeisevergütung.

Eine Ausnahme gilt für die Installation von Batteriespeicher, die die Eigenstromversorgung verbessern. Hierfür können Sie eine Bundesförderung erhalten, auch wenn der Ökostrom nach EEG vergütet wird.

PV-Förderung nach EEG

Statt sich die Installation einer Photovoltaikanlage fördern zu lassen, besteht auch die Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom zu einem subventionierten Preis zu verkaufen. Dafür erhalten Eigenheimbesitzer mit kleineren PV-Anlagen auf dem Hausdach eine über 20 Jahre gewährte Einspeisevergütung. Sinnvoll ist bei diesem Modell der EEG-Förderung dennoch eine Mischform: der Eigenverbrauch des Sonnenstroms sollte möglichst hoch sein, da die Einspeisevergütung deutlich unter den Bezugskosten für Strom vom Versorger liegt. Strom, der nicht selbst genutzt wird, kann dann für die Einspeisevergütung an den Netzbetreiber abgegeben werden.

Vermietern bietet das EEG den Mieterstromzuschlag als Fördermodel an. Dieser Zuschlag wird als EEG-Förderung zusätzlich zum Verkaufserlös aus der Stromversorgung der Mieter gezahlt. Auch der Mieterstromzuschlag wird 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage gewährt.

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