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Die neuen Förderungen für PV-Anlagen – von Förderkredit bis Einspeisevergütung

Bis zum Jahr 2050 soll in Deutschland der Strom nur noch treibhausgasneutral erzeugt werden. Dafür ist insbesondere der stärkere Ausbau von Photovoltaik (PV) auf Hausdächern erforderlich. Der Staat schafft deshalb neue und zusätzliche finanzielle Anreize. Hausbesitzer – ob von Eigenheimen oder Mehrfamilienhäusern – können zwischen zwei unterschiedlichen Förderungen wählen. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt der Gesetzgeber den Bau von Photovoltaikanlagen für die Eigenstromversorgung. Mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) subventioniert der Staat die Einspeisung und die Vermarktung von Solarstrom. Eine Kombination beider Förderungen ist nicht möglich. Hier einige Hintergrundinformationen.

Lohnt sich der Bau einer PV-Anlage?

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist zunächst eine technische Frage. Experten, die Sie unter den Vaillant Fachpartnern finden, können sehr leicht anhand der Lage Ihres Gebäudes und der Ausrichtung Ihrer Dachflächen oder angrenzender Gebäude ermitteln, wie viel Sonnenstrom erzeugt werden kann (technische Informationen zu Solaranlagen finden Sie hier). Passen die Standortbedingungen, lässt sich mit einer PV-Anlage aufgrund der Fördermöglichkeiten viel Geld sparen oder verdienen:

  • selbsterzeugter Strom wird kostenlos geliefert
  • Strom, den Eigenheimbesitzer selbst verbrauchen, ist nach dem neuen EEG 2021 von der EEG-Umlage befreit (für Anlagengrößen bis 30 kWp und bis zu einem Eigenstromverbrauch von 30 MWh pro Jahr)
  • Vermieter haben durch den geförderten Verkauf von Ökostrom an ihre Mieter eine zusätzliche Einnahmequelle

Neben den wirtschaftlichen Aspekten ist natürlich auch ein überzeugendes Argument für Photovoltaik: Sonnenstrom ist nachhaltig und CO2-neutral.

PV-Förderung nach der BEG

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist differenziert aufgestellt. Einerseits nach geförderten Einzelmaßnahmen, wie der Erneuerung einer alten Heizung (BEG EM). Andererseits wird der Bau oder Ersterwerb von Effizienzhäusern gefördert sowie die Sanierung von Bestandsgebäuden, damit sie das energetische Niveau eines Effizienzhauses erreichen (BEG WG). Die Installation einer PV-Anlage als Einzelmaßnahme wird nicht gefördert. Allerdings führt die KfW-Bank das Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ fort. Dieser Förderkredit ist zinsverbilligt, enthält darüber hinaus aber keine weiteren staatlichen Beihilfen, wie beispielsweise Tilgungszuschüsse. Dafür ist die Kombination mit Förderungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) möglich.

Die BEG subventioniert allerdings PV-Anlagen beim Bau und Ersterwerb eines Effizienzhauses sowie der Sanierung. Hierbei können alle Investition der PV-Anlage in die förderfähigen Kosten einbezogen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Sonnenstrom selbst genutzt und nicht ins Versorgungsnetz eingespeist wird. Daher erhalten PV-Anlagen mit einer Bundesförderung auch keine Einspeisevergütung.

Eine Ausnahme gilt für die Installation von Batteriespeicher, die die Eigenstromversorgung verbessern. Hierfür können Sie eine Bundesförderung erhalten, auch wenn der Ökostrom nach EEG vergütet wird.

Die geltende Richtlinie der BEG WG tritt am 1. Juli 2021 in Kraft. Bis dahin gelten noch die bisherigen KfW-Programme. Eine Beantragung der Förderung nach BEG WG ist erst ab diesem Stichtag möglich. Der Förderantrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Allerdings macht der Gesetzgeber in der Übergangszeit eine Ausnahme. Nach einem dokumentierten Beratungsgespräch mit einem Finanzierungspartner der KfW können Sie jetzt schon Vertragsabschlüsse tätigen, ohne dass dadurch die Förderung gefährdet ist.

PV-Förderung nach EEG

Statt sich die Installation einer Photovoltaikanlage fördern zu lassen, besteht auch die Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom zu einem subventionierten Preis zu verkaufen. Dafür erhalten Eigenheimbesitzer mit kleineren PV-Anlagen auf dem Hausdach eine über 20 Jahre gewährte Einspeisevergütung. Sinnvoll ist bei diesem Modell der EEG-Förderung dennoch eine Mischform: der Eigenverbrauch des Sonnenstroms sollte möglichst hoch sein, da die Einspeisevergütung deutlich unter den Bezugskosten für Strom vom Versorger liegt. Strom, der nicht selbst verbraucht wird, kann dann für die Einspeisevergütung an den Netzbetreiber abgegeben werden.

Vermietern bietet das EEG den Mieterstromzuschlag als Fördermodel an. Dieser Zuschlag wird als EEG-Förderung zusätzlich zum Verkaufserlös aus der Stromversorgung der Mieter gezahlt. Auch der Mieterstromzuschlag wird 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage gewährt.

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