Die Infrarotheizung hängt an der Wand im Wohnzimmer über der gemütlichen Sofaecke.
7 Lesern gefällt das

Kein CO2-Ausstoß und minimale Stromkosten – mit Infrarotheizungen (Artikel 1/3)

 

Um den CO2-Anstieg zu stoppen, müssen wir auf allen Ebenen neu denken. Beispielsweise bei der Mobilität oder bei den Heizkonzepten. Deswegen rückt auch das Heizen mit Strom immer stärker in den Mittelpunkt. Eine besonders komfortable und dank „grünem“ Strom ökologische Lösung sind hier Infrarotheizungen. Sie reagieren besonders schnell und brauchen weniger Strom als herkömmliche Elektroheizungen.

Infrarotheizung – was ist das?

Infrarotheizungen nutzen den Strom besonders effizient zur Wärmeerzeugung aus: Wie die Sonne oder wie ein Kachelofen sendet die Infrarotheizung Strahlungswärme aus, die direkt vom Körper aufgenommen und drei Mal länger als konventionelle Wärme gespeichert wird – Auch an Gegenstände in Wohnräumen wird sie abgegeben, die diese wiederum speichern und an die Umgebungsluft abgeben. Zudem gibt es keine Luftverwirbelungen wie bei Heizkörpern. Die Infrarotheizung ist also deutlich gesünder und dadurch perfekt für Allergiker. Außerdem muss mit der Infrarotheizung ein Raum nicht lange „vorgeheizt“ werden, denn die Infrarotheizung liefert bereits in zehn Minuten die maximale Oberflächen-Temperatur von 110 °C

Wie ökologisch ist eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung ist immer dann besonders ökologisch, wenn ihr den Strom über eine Photovoltaikanlage selber erzeugt, oder wenn ihr mit „grünem“ Strom heizt. Wer seinen Strom selbst erzeugt und ihn dann in einem Batteriespeicher puffert, steigert dabei die Effizienz des Stromverbrauchs und wird durch das Photovoltaiksystem zudem CO2-neutral. Und der gespeicherte Strom steht auch dann zur Verfügung, wenn die Sonne mal nicht scheint! Auf diese Weise wird die Elektroheizung ein Vorbild für ökologisches und ressourcenschonendes Heizen.

Stromkosten der Infrarotheizung – überschaubar?

Was eine Infrarotheizung kostet, hängt natürlich entscheidend von eurem Heizverhalten ab und davon, wo euer Strom herkommt. Ideal ist, wenn ihr den Strom über eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach erzeugt. Mit dem ökologisch erzeugten Strom heizt ihr kostenlos und tragt dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern. Außerdem spart ihr mit der Infrarotheizung Stromkosten, weil ihr nur die kurze Zeit heizt, die ihr euch tatsächlich beispielsweise morgens im Bad aufhaltet.

Deutlich niedriger als bei anderen Heizungen sind auf jeden Fall die Kosten für die Installation: Für eine Infrarotheizung genügt nämlich meist ein ganz gewöhnlicher Stromanschluss. Das zahlt sich besonders aus, wenn ihr ein Haus renoviert und zum Beispiel im Bad zwar eine Heizung braucht, aber nicht mit großem Aufwand neue Rohre verlegen lassen wollt. Auch die Einzelraumregelung sowie das dazugehörige Funk-Raumthermostat sind schnell installiert. Damit kann die gewünschte Temperatur von bis zu drei Infrarot-Heizpanels geregelt werden.

Mann mit BabyWelche Infrarotheizung für welche Raumgröße?

Eine Infrarotheizung kann wie ein Bild an die Wand gehängt werden. Mit einer entsprechend gestalteten Frontplatte habt ihr dann nicht nur eine sehr effiziente Heizung, sondern auch noch einen designstarken innenarchitektonischen Hingucker. Auf jeden Fall sollte die Infrarotheizung ihre Wärme möglichst ungehindert abstrahlen können – also auf keinen Fall die Infrarotheizung im Bad hinter einer Duschkabine platzieren oder im Wohnzimmer hinter einem Raumteiler anbringen! In größeren Räumen können auch mehrere Infrarotpanels verteilt eingesetzt und somit eine gleichmäßige Wärmestrahlungsverteilung erreicht werden.

Panelgröße (BxH) Leistung Raumgröße
592 x 592 mm 320 W 5 – 7 m²
592 x 892 mm 500 W 7 – 10 m²
592 x 1.192 mm 650 W 9 – 12 m²
592 x 1.492 mm 800 W 11 – 15 m²
750 x 1.500 mm 1.000 W 14 – 18 m²

Angaben beziehen sich auf Referenzprodukte von Vaillant: Infrarotheizung eloMENT VEI

 

7 Lesern gefällt das

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.