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Wärmepumpen für die Wärmewende: 4 Stimmen zum Trend

 

Der Trend zur Wärmepumpe ist ungebrochen: 2016 hat der Markt in Deutschland um 17 Prozent zugelegt und die Heiztechnologie zählt längst zu den wichtigsten unter den Erneuerbaren. Eine rasante Entwicklung, aber was sagen eigentlich Fachleute dazu? Wir haben bei vier Handwerksunternehmen nachgefragt.

Timo Hack, Horst Hack GmbH, Nauheim:

„Das Potenzial der Wärmepumpe ist sehr hoch. Besonders beliebt sind derzeit Hybridsysteme, zum Beispiel mit einer Gastherme kombiniert. Damit macht sich der Eigentümer nicht abhängig von einer Energiequelle, sondern kann variieren. Für mich als Unternehmer sind Wärmepumpen ebenfalls von Vorteil: Sie sind wartungsärmer und senken so die Betriebskosten.“

Daniel Neef, Heizungsservice Neef, Merseburg:

„Kunden denken mittlerweile nicht nur an die Anschaffungskosten, sondern wünschen sich auch ein energiesparendes System und interessieren sich für regenerative Anlagen. Daher kommt die Wärmepumpe immer häufiger in Betracht. Um Modernisierern die Wahl für die Technologie zu erleichtern, berate ich die Kunden immer so, dass die neue Anlage optimal zu ihrem Haus passt. Außerdem zeige ich auf, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie schnell sich die Investition amortisiert.“

Jens Krause, Energy Systems GmbH, Schönebeck:

„Die Verschärfung der EnEV und attraktive Förderungen lassen den Markt für Wärmepumpen spürbar wachsen. Potenzial hat für mich vor allem die Luft/Wasser-Wärmepumpe für den Neubau. In der Modernisierung wird es komplizierter und die Technologie macht nur mit einer entsprechenden zeitgemäßen Gebäudehülle Sinn.“

Klaus Lischewski, Lischewski Versorgungstechnik GmbH, Kiel:

„Durch die Verschärfung der EnEV wird die Nutzung fossiler Energieträger zurückgehen und der Einsatz von Wärmepumpen zunehmen. Unsere Firma ist jedoch überwiegend im Bereich Modernisierung tätig. Leider kommt dort der Einbau einer Wärmepumpe meist nur unter gewissen Voraussetzungen infrage, weil bei der Renovierung im Bestand zum Beispiel oft höhere Vorlauftemperaturen benötigt werden.“

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