Green Office
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Nachhaltig im Büro: So arbeitet ihr im Green Office

 

Acht Jahre unseres Lebens sitzen wir im Büro, zählt man all die Stunden zusammen, die ein Büromensch in Deutschland am Schreibtisch verbringt. Das sind 2.920 Tage Computerarbeit, während das Licht brennt. Also mehr als 70.000 Stunden, in denen wir durchgängig Energie verbrauchen. Höchste Zeit für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz. Wir zeigen Euch, wie’s geht.

Mehr wiederverwenden

Bis die finale Version eines Dokuments im Ausdruck vorliegt, haben wir meistens zwei andere Fassungen für den Papiermüll produziert. Dabei wird für die Herstellung eines einzigen DIN-A4-Blattes so viel Energie aufgewendet, wie ein Computer für 45 Minuten Betriebsdauer benötigt. Also in Zukunft einfach die Rückseite von „Fehldrucken“ als Notizzettel wiederverwenden.

Geräte aktiv nutzen

Drucker, Scanner und Co.: Rund 70 Prozent ihrer gesamten Laufzeit werden Bürogeräte nicht aktiv genutzt. Wer Strom sparen will, schaltet sie nach Gebrauch einfach wieder aus. Noch mehr sparen könnt ihr, wenn ihr in der Mittagspause oder während langer Besprechungen den Computer-Monitor abstellt oder den Energiesparmodus wählt. Und wenn der Feierabend da ist? Genau: Der Letzte macht das Licht aus!

Weniger Müll produzieren

Wir schaffen es leider nicht immer, unser Mittagessen von zu Hause mitzubringen. Und so eilen in der Mittagspause Scharen von Arbeitnehmern zum Laden um die Ecke, um sich eine schnelle Mahlzeit zu besorgen. Mehr als 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll werden jährlich in Deutschland produziert. Der Weg vom Markt in den Müll ist für die Einweg-Tüten dabei selten länger als 500 Meter. Wenn ihr umweltbewusst leben wollt, nehmt einfach eure eigene Brotdose und den Stoffbeutel mit.

Bewusster heizen

Frieren wir im Büro, drehen wir die Heizung gern auf die höchste Stufe, um den Raum schnellstmöglich zu erwärmen. Plötzlich ist es dann zu warm, also öffnet der Kollege das Fenster – ein Teufelskreislauf. Am meisten Energie wird aufgewendet, wenn ein unterkühlter Raum erwärmt werden muss. Daher einfach die Heizung durchgehend auf niedrigster Stufe laufen lassen. Wem es dann noch immer zu kalt ist, der stellt den Regler zunächst auf die zweithöchste Stufe. Das spart Energie und beugt dem „Heiz- und Lüftungskrieg“ mit den Kollegen vor…

Für Arbeitgeber gibt es noch weitere Tipps, die sich lohnen:

Nachhaltigkeit leicht gemacht

Energiesparlampen, recycelbares Papier und wiederverwertbare Druckpatronen: Alternativen, die Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen schonen. Recyclingpapier beispielsweise ist zehn bis zwanzig Prozent günstiger als Frischfaserpapier.

Der gesunde Arbeitsplatz

Von der richtigen Büroeinrichtung profitieren Umwelt und Mitarbeiter: FSC-zertifizierte Möbel garantieren die Herstellung aus nachhaltigem Anbau. Siegel wie der „Blaue Engel“ oder das „Goldene M“ stellen zudem sicher, dass die Möbel keine giftigen Ausdünstungen mit sich bringen. Auch Pflanzen sorgen für ein besseres Klima im Büro.

Ökostrom

Wer seine Mitarbeiter zum Stromsparen animiert, hat den ersten Schritt getan. Noch mehr dankt es die Umwelt aber, wenn das Büro mit Ökostrom versorgt wird. Diverse Ökostromanbieter versprechen sogar spezielle Tarife für Geschäftskunden. Hier lohnt es sich, vor allem bei den lokalen Anbietern ein Angebot einzuholen.

Neue Wege gehen

Warum nicht einmal einen internen Wettbewerb zum Thema Green Office initiieren? Das weckt die Kreativität der Mitarbeiter und belebt das Wir-Gefühl. Wer hat weitere Ideen, um ein Green Office zu schaffen? Wer kann sich vorstellen, das Thema stetig voranzutreiben? Wie schaffen wir es als Team, mehr Nachhaltigkeit in unserem Büroalltag zu verankern?

Was macht ihr, um euren Arbeitsplatz grüner zu machen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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4 Kommentare

Klaus Hölzel

Bewusster heizen. Ihr Beitrag kann so nicht stimmen. Je höher die Raumtemperatur ist, desto mehr Wärme geht verloren. Nach ihrer Theorie bringt auch die Nachtabsenkung nichts. Warum hat es dann jede Heizung?

Lara

In der alten Firma hatten wir wegen der Kälteanlage manchmal verschiedene Meinungen. In der neuen Firma hat der Chef gleich zu Anfang gesagt, dass kein Angestellter die Temperatur verstellen, denn es wird automatisch vorgenommen. Ich finde dass eine gute Lösung, so gibt eine deswegen keinen Streit mehr.

Dominik

Hallo Lara,

danke für das Teilen Deiner Erfahrungen. Das stimmt, das Empfinden ist hier auch teilweise unterschiedlich. Dies ist sicherlich ein ganz guter Weg, um damit umzugehen. Trotzdem sollten die Mitarbeiter natürlich weiterhin die Möglichkeit haben, Ihr Feedback hinsichtlich der Temperatur zu geben, sodass ggf. Anpassungen vorgenommen werden können. Denn langfristig ist die richtige Temperatur ein wichtiger Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz.

Liebe Grüße
Dominik vom Vaillant Facebook-Team

Manuel Löhrmann

Auch ich denke, dass Nachhaltigkeit im Büro einen hohen Stellenwert einnehmen sollte. Wie sie sagten, ist es bei uns auch so das die Wärme sehr plötzlich reguliert wird, weshalb werde ich Ihren Tipp zu Herzen nehmen und bei uns im Büro aufklären. Klimaanlagen gibt es nun für den Sommer aber die Laufen über Ökostrom. https://www.klimaice.at/klimaanlagen/

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