Fenster wird geöffnet
7 Lesern gefällt das

Keller richtig lüften: So bleibt er trocken und schimmelfrei

 

Fehlendes oder falsches Lüften kann schnell zu Schimmel und anderen Bauschäden führen. Dies gilt vor allem für Kellerräume. Warum Lüften helfen kann, was es dabei zu beachten gilt und was gegen dauerhafte Feuchtigkeit im Keller hilft.

KellerfensterWarum den Keller lüften?

Kellerräume liegen teilweise oder ganz unter der Erde, wodurch die Lufttemperatur in der Regel niedriger ist als in den oberirdischen Wohnräumen. Grundsätzlich kann kältere Luft weniger Feuchtigkeit speichern als wärmere. Bei einem Temperaturwechsel von warm zu kalt gibt die Luft Feuchtigkeit ab, die sich an Wänden und Fenstern niederschlägt. Je größer der Temperaturunterschied zur Außenluft ist, desto mehr Feuchtigkeit schlägt sich an Wänden und Fenstern nieder. Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit kann es zu Schimmelbildung kommen. Der muffige Geruch ist dabei noch das geringste Problem. Denn Schimmel kann die Bausubstanz schädigen und ist gesundheitsschädlich. Richtiges Lüften beugt dem vor, denn es sorgt für eine optimale Luftfeuchtigkeit im Raum. Entscheidend ist auch, wie der Keller genutzt wird.

  • Dient der Keller hauptsächlich als Wohn-, Arbeits- oder Fitnessraum, sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
  • Lebensmittel lieben eine konstante Temperatur mit einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis maximal 65 Prozent.
  • Wird der Keller als Wasch- und Trockenraum genutzt, ist regelmäßiges richtiges Lüften besonders wichtig, um Schimmel vorzubeugen.

Wann im Sommer den Keller lüften?

Dringt im Sommer die wärmere Luft in den feuchten Keller ein und kühlt dort ab, schlägt sich die überschüssige Feuchtigkeit als Kondenswasser an den Kellerwänden nieder. Deshalb sollte an heißen Tagen nicht oder vorzugsweise nachts bzw. in den frühen Morgenstunden gelüftet werden, um den Temperaturunterschied möglichst gering zu halten. Empfehlenswert ist Stoßlüften mit Durchzug, um möglichst schnell viel Luft auszutauschen. Und das Ganze etwa 20 Minuten lang.

Wann im Winter den Keller lüften?

Im Winter ist es genau umgekehrt im Vergleich zu Sommer. Hier also lüften, sobald es im Keller deutlich wärmer ist als draußen. Faustregel: An kalten Tagen für etwa fünf bis zehn Minuten bei vollständig geöffneten Fenstern lüften.. An milderen Tagen können die Kellerfenster tagsüber gekippt bleiben, sofern es nicht regnet. An sehr feuchten Tagen besser gar nicht lüften, um keine zusätzliche Feuchtigkeit hereinzulassen. Wird der Keller zum Aufhängen von Wäsche genutzt, sollten die Fenster dauerhaft gekippt bleiben. So wird die Luft kontinuierlichen ausgetauscht und es bildet sich kein Kondenswasser an den Wänden.

Tipp: Vor dem Lüften sicherstellen, dass die Kellerfenster mit stabilen möglichst kleinmaschigen Gittern gegen eindringende Nager und andere ungebetene Gäste geschützt sind.

Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit im Keller – was hilft?

Trotz regelmäßigem Lüften kann es vorkommen, dass die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt und sich Kondenswasser bildet. Hier sind einige Tipps zur Verbesserung der Luftqualität:

  • Feuchte Gegenstände im Keller vermeiden: Die Wäsche im Keller aufzuhängen, hat viele Vorteile, , das erhöht aber auch die Luftfeuchtigkeit. Ist der Keller ohnehin feucht, sollte die Wäsche lieber in einem anderen Raum trocknen.
  • Undichte Stellen abdichten: Die beste Lüftung nützt nichts, wenn die Kellerfenster undicht sind. Deshalb die Eingänge und Fenster auf Undichtigkeiten überprüft und gegebenenfalls abdichten, um zu vermeiden, dass Feuchtigkeit von außen eindringt.
  • Luftentfeuchter einsetzen: Liegt die Luftfeuchtigkeit konstant über 65 Prozent, können Luftentfeuchter helfen.

Grundsätzlich ist es sehr empfehlenswert die Luftfeuchtigkeit im Keller mit einem Hygrometer zu überwachen. Hygrometer-Apps können zudem nicht nur die Luftfeuchtigkeit messen, sondern auch Tipps zum Lüften geben.

7 Lesern gefällt das

Schreibe gerne einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.