Nachhaltige Weihnachten
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11 Tipps, wie Ihr Weihnachten nachhaltig feiern könnt

 

Biogans und Öko-Tannenbaum zum Fest: Wie sich Weihnachten klimafreundlich feiern lässt, zeigt Euch 21 Grad.

Für viele sind die Weihnachtsfeiertage die schönste Zeit im Jahr: Wir machen Anderen eine Freude und lassen es uns gut gehen. Jedes Jahr zum Fest begehen wir aber auch die eine oder andere Umweltsünde. Dabei geht es auch anders: Im Zeitalter von Share Economy und Nachhaltigkeit gibt es längst bessere Lösungen, die besinnlichen Tage klimafreundlicher zu gestalten – ohne die Freude daran zu verlieren.

1 Der Weihnachtsbaum – ökologisch statt monokulturell

Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume werden hierzulande jedes Jahr verkauft und nach wenigen Tagen wieder entsorgt – eine unnötige Ressourcenverschwendung. Wie wäre es, wenn Ihr darauf achtet, ob Euer Weihnachtsbaum mit FSC-Siegel aus Deutschland kommt? Diese Bäume stammen aus naturverträglicher Waldwirtschaft und nicht aus Monokulturen. Eine weitere Alternative ist ein lockeres Arrangement aus Laubbaumästen, das sich weihnachtlich schmücken lässt.

2 Das Geschenkpapier – nachhaltige Alternative statt einer neuen Rolle

Wenn die Feiertage vorbei sind, bleiben oft Berge von Geschenkpapier über, die direkt in den Müll wandern. Dabei gibt es umweltfreundliche Alternativen: Packpapier sieht gut aus und lässt sich persönlich beschriften, auch recyceltes Geschenkpapier, Kalenderblätter oder Tageszeitungen sind Möglichkeiten. Oder Ihr greift zu Körben, Kisten, Baumwolltaschen oder Stoff. Statt Geschenkbändern aus Plastik eigenen sich Paketschnur, Stoffbänder und Wollreste.

3 Die Geschenke – fair kaufen oder nachhaltig selbstgebastelt

Aber: Nicht nur die Verpackung zählt. Ein Geschenk, das vom anderen Ende der Erde eingeflogen werden musste, hat schon ordentlich CO2 verursacht. Ihr könnt stattdessen auf nachhaltig gefertigte Geschenke und Fair Trade Produkte achten. Noch ökologischer – und auch persönlicher – ist es, das Präsent einfach selbst zu machen. Vielleicht etwas Selbstgebackenes aus der Küche oder ein Gürtel aus einem upgecycelten Fahrradschlauch? Spielekonsole, Smartphone oder Sneakers? Vermisst dann niemand – außer Kinder, vielleicht. Aber die haben mit Sicherheit auch Freude an plastikfreien Geschenken, wie Büchern, Kuscheltieren aus Bio-Baumwolle oder Lego-Alternativen oder Fahrzeugen aus Holz.

4 Das Essen – nachhaltig die Siegel im Blick haben

Wer bewusster einkauft, kann seinen Festtagsschmaus mit gutem Gewissen genießen. Wenn es zu Weihnachten Fleisch gibt, haltet Ausschau nach hochwertigem Bio-Fleisch aus tiergerechter und regionaler Haltung. Wenn Fisch auf den Tisch kommt, achtet auf Bio- und Umweltsiegel wie MSC oder ASC.

5 Die Deko – nachhaltig schmücken

Auch bei der Dekoration lässt sich die Umwelt schonen. Statt Lametta und Plastikkugeln bietet sich alles an, was aus der Natur kommt: Sterne aus Stroh, Figuren aus Bienenwachs oder Holz, getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen. Wer Lichterketten nutzt, sollte zur energiesparenden LED-Variante greifen und die Weihnachtsbeleuchtung nicht Tag und Nacht angeschaltet lassen. Hier könnt Ihr mit Zeitschaltuhren die gewünschten Uhrzeiten einstellen.

6 Der Adventskalender – nachhaltige Türchen gibt’s überall

Ein mit Schokolade gefüllter Adventskalender? Dass muss nicht sein, denn das köstliche „braune Gold“ steckt meistens auf einer „Plastikpalette“. Und gut für die Figur? Ist es auch nicht! Wie wäre es damit, nette Kleinigkeiten hinter den Türchen in Eurem Zuhause zu verstecken? In Schubladen, Schränkchen, dem Sicherungskasten oder dem Schlüsselkästchen. Die Liebste bekommt am 24. einen Brilli oder der Liebste die heißersehnte Uhr? Ihr habt doch bestimmt einen Tresor, oder? Spaß beiseite: Selbstgemachte Jutebeutelchen an einer Leine tun es auch und steigern die Vorfreude. Hängen Sie doch tagtäglich verlockend vor unserer Nase!

7 Der Weihnachtsmarkt – nachhaltig schöner shoppen und genießen

Sie schießen wie Pilze aus dem Boden: Weihnachtsmärkte, die sich auf nachhaltige und regionale Produkte spezialisiert haben. Angefangen bei Leckereien, die aus regionalen Lebensmitteln in Bio-Qualität hergestellt werden über upgecycelte Geschenke aus hiesiger Produktion bis hin zu kompostierbarem Geschirr. In Duisburg und Düsseldorf gibt’s sogar Weihnachtsmärkte mit ausschließlich veganen Speisen – und vielen wissenswerten Infos zum Thema Tierschutz. Wo sonst noch alternative Weihnachtsmärkte stattfinden, erfahrt Ihr hier: „Nix wie hin: Nachhaltige Weihnachtsmärkte“

8 Der Glüh-/Wein – bitte nachhaltig ohne Tier

Wusstet Ihr, dass Weine mit tierischen Produkten geklärt werden? Eiweiß bindet die Trübstoffe, die sich dann absetzen, so dass der Wein klar abgezogen werden kann. Außerdem verringert es den Gerbstoffgehalt und macht den Wein milder. Pro 100 Liter werden ca. drei Eiklar benötigt. Alternativ kommt auch ein Protein aus der Fischblase, Casein aus Frischmilch oder Gelatine zum Einsatz. Natürlich findet sich davon nichts in der Flasche wieder. Aber wer vegan lebt, wird damit nichts zu tun haben wollen – und hält sich viel lieber an Weine, mit mithilfe von Mineralerde oder pflanzlichen Proteinen geklärt wurden. Zum Wohl!

9 Die Beleuchtung – so leuchtet Ihr nachhaltig

Weihnachten soll alles leuchten: Die Augen der Kinder, der Weihnachtsbaum und bei manchen auch das ganze Haus. Okay, letzteres ist übertrieben – aber alles andere ein Muss. Um den Stromverbrauch nachhaltig zu reduzieren, solltet Ihr auf LED-Lichterketten setzen. Eine Kette mit 35 Lämpchen à einem Watt verbraucht etwa 30 Kilowattstunden, ein zehn Meter langer Lichtschlauch etwa 130 Kilowattstunden, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde Strom speist Euer LED-TV für 15 Stunden. Beachtlich, oder? Kerzen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wer es sich leisten kann, sollte die umweltfreundliche Variante aus Bienenwachs anzünden. Etwa zwei Drittel aller Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Erdölindustrie. Und Stearin-Kerzen enthalten pflanzliche oder tierische Fette, wobei oftmals Palmöl zum Einsatz kommt, für das bekanntlich vielerorts Urwald weichen muss.

10 Der Müll – 15 % mehr an Weihnachten müssen nicht sein

Müll an Weihnachten zu vermeiden, ist leichter als gedacht, denn es gibt unzählige Optionen: Fangen wir beim Baumschmuck an. Lametta habt Ihr sicherlich schon lange vom Baum verbannt. Aber wie sieht es mit den Kugeln aus? Strohsterne, Holzfiguren und Lebkuchen könnt Ihr am Ende ihrer Lebenszeit bedenkenlos entsorgen. Gleiches gilt für die zuvor ebenfalls bereits erwähnten Geschenkverpackungen aus natürlichen Materialien wie Papier und Baum-/Wolle. Folie? Kaschiertes Goldpapier? Braucht kein Mensch! Selbstgemachtes zu schenken ist besonders liebevoll – Selbstgemachtes zum Essen zu schenken zudem besonders nachhaltig: Ob Bratapfelmarmelade, Gewürzkuchen, Pralinen oder Pesto – stimmt die Rezeptur, wird davon garantiert nichts weggeworfen. Und wem jetzt immer noch zu viel Müll an Weihnachten anfällt, der findet hier garantiert weitere Inspiration: „Leben ohne – Müll so geht’s!“

11 Die Heizung – ein, zwei Grad weniger ist nachhaltiger

Wenn an Weihnachten die ganze Familie um den Küchentisch hockt und im Wohnzimmer die Bienenwachskerzen am Weihnachtsbaum leuchten, könnt Ihr die Thermostate an den Heizkörpern getrost runterregeln. Niemand wird frieren – aber Ihr werdet sparen: Jedes Grad Raumtemperatur kostet nämlich rund 6 Prozent Energie. Daher lohnt es sich auch, die Türen zu Schlaf- und Badezimmer geschlossen zu halten, damit die Wärme aus den „geselligen“ Räumen nicht abfließen kann. Braucht Ihr frische Luft, solltet Ihr kurz Stoßlüften und am besten für Querlüftung sorgen, damit die verbrauchte Luft effizient ausgetauscht wird. Die Heizkörper? Habt für diese Zeit natürlich runtergeregelt. Weitere Tipps findet Ihr hier: „Richtig heizen im Winter – 13 Tipps zum Energiesparen“. Fröhliche & nachhaltige Weihnachten, Euch allen!

So feiern die Deutschen Weihnachten

So feiern die Deutschen Weihnachten

Hier könnt Ihr die vollständige Infografik ansehen und herunterladen.

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