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Was ist die optimale Temperatur im Schlafzimmer?

 

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir in der Waagerechten – durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf benötigt der Mensch, um regeneriert und erholt in den Tag zu starten. Doch unser Schlaf ist anfällig für Störungen. Dabei gibt es einige Stellschrauben, an denen wir drehen können – unter anderem die richtige Temperatur im Schlafzimmer.

Was passiert in unserem Körper, während wir schlafen?

Zu wenig, unruhig oder gar nicht zu schlafen, ist extrem ungesund. Wenn das Gehirn nachts keine Ruhe bekommt, schläft es tagsüber. Die Folge: Wir können uns schlechter konzentrieren, sind weniger leistungsfähig und fühlen uns unwohl. Aber nicht nur das Gehirn erholt sich in der Nacht. Kurz nach dem Einschlafen repariert das Wachstumshormon Somatropin Muskeln, lässt Haut und Haare nachwachsen und heilt Wunden.

Die optimale Temperatur zum Einschlafen

Entscheidend dafür, ob wir ruhig einschlafen oder nicht, ist die Körpertemperatur. Wie eine körpereigene Klimaanlage steigt unsere Temperatur im Laufe des Tages um etwa einen Grad Celsius an und sinkt in der Nacht wieder. Gegen 2 Uhr nachts ist die niedrigste Temperatur erreicht. Damit wir in den Ruhemodus gelangen, muss es also kühl sein: Die ideale Temperatur zum Einschlafen ist zwischen 16 und 19 Grad.

Die optimale Schlafzimmertemperatur

In diesen Grenzen hält der Körper seine Eigentemperatur von 36 Grad problemlos. Es gilt allerdings: Jeder hat seine eigene Wohlfühltemperatur, die sich im Laufe des Lebens ändern kann. Zum Beispiel benötigen Ältere ein wärmeres Schlafzimmer als Jüngere. Auch Bettdecke, Matratze oder die Schlafbekleidung regulieren unsere Körpertemperatur mit. Ein Vorteil niedriger Temperaturen im Schlafzimmer ist aber: Jedes Grad weniger spart Heizenergie – und ist natürlich im Sinne der Umwelt.

Tipps für die optimale Schlaftemperatur im Winter

Auch wenn wir es in der kalten und dunklen Jahreszeit mollig warm lieben, sollte die Schlafzimmertemperatur im Winter unter 20 Grad sein. Zu kalt sollte es jedoch nicht werden – unter 16 Grad kann unser Körper seine Temperatur nicht halten. Und wer hat schon gerne kalte Füße? Gerade bei klirrender Kälte ist es daher wichtig, gleichmäßig durchzuheizen. Denn ein zu kaltes Schlafzimmer benötigt viel Heizenergie, um wieder auf eine Wohlfühltemperatur zu kommen. Und zusätzlich: Richtig heizen bedeutet, möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen.

Hier einige Tipps für einen erholten Schlaf im Winter:

  • Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für genügend Sauerstoff und lässt die Wände nicht auskühlen.
  • Bei Einbruch der Dunkelheit sollten Sie die Rollläden runterlassen und Vorhänge oder Jalousien schließen – so kann keine Wärme entweichen.
  • Dank einer Dämmmatte hinter dem Heizkörper geht die Wärme nicht durch die Wand verloren.
  • Damit sich die Heizwärme gut im Raum verteilen kann, sollten die Heizkörper nicht durch Möbel oder Gardinen verdeckt werden.

Weitere Informationen, wie Sie die Zimmertemperatur im Winter optimal einstellen, finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag „Richtig heizen im Winter“.

Tipps für die richtige Schlaftemperatur im Sommer

Im Sommer schlafen wir weniger als im Winter, sind aktiver und bewegen uns viel an der frischen Luft. Eigentlich etwas Gutes, oder? Doch wenn das Schlafzimmer zu warm ist, kann die Körpertemperatur nachts nicht absinken. Die Folge: Wir schlafen unruhig und schwitzen.

Das können Sie tun, um die Temperatur im Schlafzimmer zu senken:

  • Lüften Sie morgens so lange, wie die Außentemperatur nicht die Temperatur im Schlafzimmer übersteigt.
  • Rollladen schützen das Zimmer nicht nur vor Kälte – im Sommer dienen sie als Schutz vor der Sonne.
  • Wer keine Klimaanlage besitzt, kann ein Handtuch unter Wasser halten und auswringen. Im Raum aufhängen, Ventilator dahinter stellen und schon ist die hausgemachte Klimaanlage fertig. Doch Vorsicht: Schwül-warme Luft wird hierdurch noch unerträglicher.
  • Und wenn nichts funktioniert, legen Sie Ihren Schlafanzug einfach vor dem Zubettgehen in den Gefrierschrank.

Wie Sie die heißesten Tage im Jahr überleben, finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag „Was tun gegen Hitze“.

Baby im SchlafDie ideale Temperatur für Babies und Kleinkinder

Viele Eltern haben Angst, dass ihr Kind frieren könnte und packen es deswegen dick ein. Doch welche Temperatur im Babyschlafzimmer oder Kinderzimmer ist optimal? Nachts gilt für die Kleinen das gleiche wie die Großen: Die richtige Temperatur zum Schlafen für Kinder liegt bei 16 bis 19 Grad. Tagsüber darf es im Kinderzimmer durchaus wärmer sein, zwischen 21 und 23 Grad. Bevor das Baby überwärmt, sollten Sie auch auf überflüssige Kleidung verzichten: Sogar wenn Ihr Kind krank ist, reichen eine Windel, Unterwäsche und ein Schlafanzug vollkommen aus. Ist dem Baby zu kalt, wacht es in der Regel einfach auf. Die Temperatur des Kindes überprüfen Sie am besten im Nacken. Hände und Füße hingegen sind bei Kindern oft kühl.

Die optimale Temperatur im Schlafzimmer bei Erkältung

Mann mit ErkältungJe wärmer, desto schlechter: Wird zu viel geheizt, steigt die Erkältungsgefahr. Zwar sollten Sie nachts Arme und Schultern bedecken, damit diese nicht auskühlen. Aber bei Krankheit ist die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer wichtiger als die Temperatur: Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Zu trockene Luft lässt die Schleimhäute in den Atemwegen austrocknen und Bakterien sowie Viren können sich festsetzen. Ist die Luft jedoch feucht, arbeiten die Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten und befördern Krankheitserreger und Fremdkörper nach draußen. Besonders im Winter sollten Sie allerdings aufpassen: Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Als Lösung können Sie bei einer Erkältung feuchte Handtücher über die Heizung legen.

Die richtige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Wenn Sie sich gesund und munter fühlen wollen, sollte die Luftfeuchtigkeit vor dem Einschlafen leicht über 40 Prozent liegen – bei über 60 Prozent schlafen wir schlechter und können uns deswegen am nächsten Tag nicht konzentrieren. Dazu steigt die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer nachts durch unser Schwitzen und Atmen zusätzlich an. Um die Feuchtigkeit zu entlassen, reicht es aus, morgens kurz zu lüften. Ebenso können Sie mit der Temperatur im Schlafzimmer die Feuchtigkeit regulieren. Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Wenn die warme Luft jedoch auf ausgekühlte Wände trifft, bildet sich Kondenswasser.

Schimmel im Schlafzimmer vermeiden

KondenswasserKondenswasser ist der perfekte Nährboden für Milben, Bakterien und Schimmelpilze im Schlafzimmer. Gelangen die Sporen in die Atemwege, können sie Allergien auslösen. Am besten halten Sie, zumindest in der kalten Jahreszeit, Ihr Schlafzimmer mit kontinuierlichem Heizen schimmelfrei. So kühlen die Wände im Winter nicht aus und es kann sich kein Kondenswasser bilden. Um die Feuchtigkeit fernzuhalten, sollten Sie dabei allerdings das regelmäßige Lüften nicht vergessen. Weitere Tipps und Tricks, wie Sie Schimmel am besten vermeiden, erfahren Sie auch in unserer dreiteiligen Schimmel-Reihe.

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